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Chemie Allgemein => Anorganische Chemie => Thema gestartet von: Butandiolmonoacrylat am 11. Juli 2011, 11:07:12

Titel: Trennung von Thorium und Wolframoxid
Beitrag von: Butandiolmonoacrylat am 11. Juli 2011, 11:07:12
Hallo,

ich habe ein Gemisch von WO3 mit 3% ThO2 geschenkt bekommen und möchte daraus das WO3 extrahieren.
Hat einer eine Idee zur Vorgehensweise? Möglichst ohne große Staubentwicklung wäre praktisch. Wie ist die Löslichkeit von den Oxiden in Mineralsäuren oder Alkaalischmelzen?

MfG
Titel: Re: Trennung von Thorium und Wolframoxid
Beitrag von: Heuteufel am 13. Juli 2011, 14:56:03
Ich würde über eine Alkalischmelze gehen. Darin müsste sich das WO3 unter Wolframatbildung lösen während das ThO2 unlöslich ist.

Löslichkeit des WO3: "löslich in Laugen unter Wolframatbildung" - Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfram%28VI%29-oxid (http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfram%28VI%29-oxid)

Löslichkeit des ThO2: "Almost insoluble in acids when calcinated at high temperatures, although readily decomposed in bisulfate melts or by evaporation with cone. H2SO4. In contrast to TiO3 and ZrO3, does not form salts with basic oxides and is therefore insoluble in molten NaOH or Na2CO3." - Quelle: englischer Brauer

Hoffe das hilft. Leider habe ich keine praktische Erfahrung mit der Chemie dieser Elemente. Aber ich glaube, ich werde vielleicht mal ein paar Wolframverbindungen darstellen. Ich habe gerade im Brauer gesehen, dass Wolfram sehr viele, interessante Verbindungen bildet.  [extase]   
Titel: Re: Trennung von Thorium und Wolframoxid
Beitrag von: Butandiolmonoacrylat am 13. Juli 2011, 18:15:52
Perfekt, danke dir! =)
Titel: Re: Trennung von Thorium und Wolframoxid
Beitrag von: Heuteufel am 13. Juli 2011, 20:20:23
Mir ist noch etwas eingefallen:

Zitat
möchte daraus das WO3 extrahieren
Mit der Alkalischmelze bekommst du (aber) Wolframat. Willst du wieder zum WO3 dürfte dich folgendes interessieren:

"Die Wolframerze werden zunächst durch Flotation angereichert. Danach erfolgt der Aufschluss der Erze durch Schmelzen mit Soda bei ca. 800°C oder mit Natronlauge unter Druck, wobei zunächst lösliches Natriumwolframat entsteht. Nach dem Ausfällen und Abfiltrieren von Verunreinigungen wird das Natriumwolframat  Na2WO4 • 2H2O  mit Calciumchlorid zu Calciumwolframat umgewandelt, das mit Salzsäure zu Wolframsäure  WO3 • H2O  reagiert. Durch Glühen erhält man Wolfram(VI)-oxid  WO3, das mit Wasserstoff zu Wolfram reduziert wird" - Quelle: http://www.seilnacht.com/Lexikon/74Wolfr.htm (http://www.seilnacht.com/Lexikon/74Wolfr.htm)