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Autor Thema: Ätzmittel für elektronische Platinen  (Gelesen 4797 mal)

WerGas

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Ätzmittel für elektronische Platinen
« am: 02. März 2010, 06:23:38 »
Zum Ätzen von Kupferplatinen wird häufig Eisenchlorid verwendet, die braunen Rückstände sind aber unangenehm, außerdem lässt sich der Stoff wegen seines stark hygroskopischen Verhaltens nur schlecht lagern. Weiter wird Ammoniumperoxodisulfat verwendet, ist inzwischen ziemlich teuer. Ist bekannt, was sich sonst noch verwenden lässt, wenn man nicht mit gefährdenden Stoffen wie Salpetersäure arbeiten will?

Phil

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Re: Ätzmittel für elektronische Platinen
« Antwort #1 am: 02. März 2010, 07:35:30 »
Bei den Ätzmitteln handelt es sich je nach Verfahren um:
Ammoniumhydrogendifluorid, Natriumfluorid, Oxalsäure, Natriumacetat, Phosphor-Schwefel Salpeter Fluss und Salzsäure, Natronlauge und Ammoniak. Versuche mal ein Buch über Photochemie zu finden, diese beschäftigt sich mit der Herstellung von Platinen usw. Photochemie deshalb, weil die Leitstellen auf der Platine wie ein Photo aufgepaust wirt. Eventuell währe Elektrophotochemie, oder ein ähnlich verwandtes Wort besser um ans Ziel zu kommen.
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Butandiolmonoacrylat

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Re: Ätzmittel für elektronische Platinen
« Antwort #2 am: 02. März 2010, 14:54:10 »
Bei Pollin Elektronik www.pollin.de gibts Natriumpyrosulfat http://www.pollin.de/shop/dt/OTY5OTg0OTk-/Werkstatt/Werkstattbedarf/Sonstiges/Aetzmittel_Natriumpersulfat.html, welches ich auch schon verwendet habe. Es ätzt sehr sauber und die Cu-Salze gehen direkt in Lösung. Mit dem Natriumpyrosulfat sollte man im warmer Lösung ätzen. Empfehlenswert aber sehr stark ist die Piranhasäure (Knabberwasser oder Peroxoschwefelsäure), welche man als Lösung durch mischen von Schwefelsäure und Wasserstoffperoxid in situ erzeugen kann. Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Peroxomonoschwefels%C3%A4ure und allgemeiner http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84tzen  <== Dort werden auch weitere Ätz - und Beizmittel für Kupfer beschrieben. Verdünnte Salpetersäure ist auch recht gängig, allerdingst entsteht hierbei Stickstoffmonoxid, welches hochgiftig ist. Salzsäure/Wasserstoffperoxid geht theoretisch auch, aber sobald die Mischung zu heiß wird, entsteht Chlor. [daumenrunter]

Ergänzung:
Natriumpyrosulfat gibts hier super günstig:
http://www.watterott.com/de/NaPS-Natriumpersulfat-1kg 1Kilo für 8,50€; ausreichend für 5Liter! Ätzlösung.

MFG
« Letzte Änderung: 02. März 2010, 14:57:54 von Butandiolmonoacrylat »
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