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Autor Thema: Granuliertes Aluminium  (Gelesen 7628 mal)

Butandiolmonoacrylat

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Granuliertes Aluminium
« am: 02. April 2009, 13:09:30 »
Analog zum granulierten Zinn kann man granuliertes Aluminium herstellen, in dem man Aluminium auf 1000°C erhitzt und es dann im dünnen Strahl in ein langes horizontales Metallrohr gießt, das einseitig mit einem starken! Gebläse ausgestattet ist. Die Korngröße wird durch die Stärke des Luftstroms bestimmt.
Eventuell entstandene Aluminiumflitter können mit "Hasendraht" abgesiebt werden.

                             Aluminium (l)
                                 [runter]
       _______________│     │________________
 Luft --->                  --->                        --->  Aluminiumgranulat
       ____________________________________

Als Gebläse eignet sich ein umgebauter Staubsauger oder ein Radialgebläse aus der Industrie.
Zum Schmelzen des Aluminiums eignet sich ein Muffelofen, ein Röhrenofen oder ein Gebläsebrenner (Je nach Menge Aluminium)

Bitte Vorsicht mit den Heißen Materialien und bitte nur im Freien durchführen.
Das Geheimnis des Erfolgs? Anders sein als die anderen, sich nie damit zufriedengeben, daß man zufrieden ist.

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Hyperion

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Re: Granuliertes Aluminium
« Antwort #1 am: 03. April 2009, 02:34:01 »
Woher hast Du diese Info?
Hoert sich interessant an, und ist vor allem von Bedeutung sobald Al Pulver nicht mehr fuer Privatverbraucher erhaeltlich ist. Und das wird kommen.
Wie klein sind die Partikel bei maximalem Luftstrom (zB mit einem Geblaese)?
Duenner Strahl heisst wohl, unter Druck? Das ist bei 1000 Grad schwierig, fuer den normalen Amateur Heimexperimentierer. Wie duenn muss der Al-Strahl sein, ohne Druck verwenden zu muessen? Auch das haengt nat. wieder von dem Luftstrom ab - denn wenn der Luftstrom sehr stark ist, kann der Strahl wohl Millimeter dick sein.

Butandiolmonoacrylat

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Re: Granuliertes Aluminium
« Antwort #2 am: 03. April 2009, 09:49:49 »
Hallo Hyperion,

Mein Zeil war eben genau, feines Granulat für jedermann erhältlich zu machen. Die Anleitung habe ich geschrieben, nach etlichen Versuchen dazu. Durch das "granulierte Zinn" kam ich eben erst auf diese Idee.

Die Partikelgröße variiert auch in konstantem Luftstrom zwischen 0,8 und 5 mm. Wenn man eine einheitliche Größe benötigt, muss man eben Sieben und die zu großen Teile erneut einschmelzen. Druck ist nicht nötig. Man sollte jedoch die Oxidschicht von der Schmelze entfernen und diese dann möglichst langsam in die Öffnung eingießen. Falls der Druck im Rohr so groß ist sodass das Eingießen erschwert ist, sollte man kurz vor der Öffnung eine Verjüngung einschweißen. Ein erhitzter Tontrichter kann hilfreich für einen gleichmäßigen Guss Dienen.
Literatur hierzu: Fritz Diezel, Turbinen, Pumpen und Verdichter. Vogel-Verlag Würzburg
Als Gebläse eignet sich: http://www.ventilatoren-online.de/Daten/Kataloge/MA%20Mitteldruck-Radialventilator.pdf
Oder eben der Staubsauger und ein entsprechend dünneres Rohr. Das Rohr sollte auf jeden fall lang genug dimensioniert sein. Das Granulat ist am Ende immernoch super Heiß und sollte idealerweise in einem dickeren Rohr, welches die Strömung verlangsamt, abgefangen werden. Man kann es auch einfach in eine halbvolle Regentonne blasen. 8-)
Die Temperatur sollte auf jeden fall 1000°C betragen. Bei 850°C hat sich das Aluminium bereits so schnell abgekühlt, dass sich vorzugsweise ungleichmäßige Körner und Flitter gebildet haben.
Das Produkt ist logischerweise mit einer Al2O3 Schicht überzogen, welche sich mit HCl entfernen lässt.

Viel Spaß beim nachmachen.
« Letzte Änderung: 03. April 2009, 11:23:55 von Butandiolmonoacrylat »
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PlanetScience

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Re: Granuliertes Aluminium
« Antwort #3 am: 03. April 2009, 15:00:44 »
Die Partikelgröße variiert auch in konstantem Luftstrom zwischen 0,8 und 5 mm.
Hm, ich hätte auf bessere Ergebnisse gehofft - da kann man ja mit einer Feile kleinere Korngrößen erreichen (auch wenn es keine schöne Arbeit ist). Um feines Aluminium zu erhalten ist erhöhter Druck also scheinbar unverzichtbar.
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Re: Granuliertes Aluminium
« Antwort #4 am: 03. April 2009, 16:47:21 »
Es gibt für sehr feines Aluminium eine Legierung aus Aluminium, Kupfer und Kupferphosphid, die sich nach 24Stunden in feinstes Pulver zersetzt. Das Mischungsverhältnis ist mir allerdings nicht bekannt.
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Re: Granuliertes Aluminium
« Antwort #5 am: 29. September 2009, 19:41:14 »
Nun, Not macht erfinderisch. So hatte ich heute kein Al-Pulver! zur Hand, eben nur mein Granulat. Das gröbere Granulat habe ich mit einem Spielzeugsieb (für Sand) abgesiebt und das feinere Granulat in eine Kaffemühle (mit Rotierendem Schneidblatt) gegeben... Heraus kam Pulver von der Größe gröberer Feilspäne.. Das Schneidblatt der Mühle ist auch nicht merklich stumpfer geworden. Hat nur ca. 15 Minuten gedauert für 250g. Lohnt sich meiner Meinung nach aber schon. ;-)
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bubble

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Re: Granuliertes Aluminium
« Antwort #6 am: 09. Oktober 2009, 21:13:22 »
bei kaffeemühlen wär ich vorsichtig es kann nämlich funken schlagen und eine art aerosol zünden. somit immer schön mit sicherheitsabstand sowas machen.
« Letzte Änderung: 10. Oktober 2009, 18:43:27 von bubble »

Butandiolmonoacrylat

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Re: Granuliertes Aluminium
« Antwort #7 am: 10. Oktober 2009, 11:52:33 »
Nur Eisen und Cer kann Funken erzeugen. Bei Aluminium besteht keine Gefahr und falls man echt Angst hat kann man es ja vorher mit Paraffinöl "anfeuchten" und so direkt phlegmatisieren.
« Letzte Änderung: 10. Oktober 2009, 12:35:49 von Butandiolmonoacrylat »
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