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  • 19. Januar 2022, 23:48:38

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Autor Thema: Natriumhydrogensulfat/hydrogensulfit Synthese?  (Gelesen 6105 mal)

Dithmarscher

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Natriumhydrogensulfat/hydrogensulfit Synthese?
« am: 28. Oktober 2008, 17:53:19 »
Moin!
Wie kann man auf Sulfaten oder Sulfiten deren Hydrogensulfat oder Hydrogensulfite herstellen?
Weiß das jemand?
Habe hier etwas Natriumsulfit und würde gerne Natriumhydrogensulfit daraus machen!
THX

HCN

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Re: Natriumhydrogensulfat/hydrogensulfit Synthese?
« Antwort #1 am: 28. Oktober 2008, 20:23:45 »
Also Hydrogensulfate aus Sulfaten kann man machen indem man das Sulfat löst und mit der stöchiometrisch korrekten Menge an Schwefelsäure versetzt und dann wieder bis zur Kristallisation eindampft.

Ob es bei Sulfiten genauso funktioniert weiss ich nicht. Nicht dass das Sulfit dann oxidiert wird....

Mephisto

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Re: Natriumhydrogensulfat/hydrogensulfit Synthese?
« Antwort #2 am: 28. Oktober 2008, 20:31:39 »
Bei den Sulfiten sollte es mit der deren Säure, der Schwefeligen Säure, genauso aus gehen. Jedoch ist Natriumhydrogensulfit nur in Lösung stabil – beim Versuch die Lösung einzudampfen wird man Natriumdisulfit Na2S2O5 erhalten. Dieses hydrolisiert in Wasser zurück zum NaHSO3.
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Hyperion

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Re: Natriumhydrogensulfat/hydrogensulfit Synthese?
« Antwort #3 am: 29. Oktober 2008, 02:54:44 »
Genauer gesagt, beim Hydrogensulfit wird einfach SO2 Gas bis zur Saettigung in Na2SO3 eingeleitet. Nat. ist gute Dispersion des Gases ein Muss.

Dithmarscher

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Re: Natriumhydrogensulfat/hydrogensulfit Synthese?
« Antwort #4 am: 29. Oktober 2008, 20:13:06 »
Genauer gesagt, beim Hydrogensulfit wird einfach SO2 Gas bis zur Saettigung in Na2SO3 eingeleitet. Nat. ist gute Dispersion des Gases ein Muss.

Woran könnte man erkennen dass die Reaktion beendet ist?

Hyperion

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Re: Natriumhydrogensulfat/hydrogensulfit Synthese?
« Antwort #5 am: 30. Oktober 2008, 03:19:43 »
Bei Einleitung von Cl2 in NaOH ist das leicht sichtbar, die Blasen werden ploetzlich nicht mehr absorbiert.
Bei SO2 wird as wohl nicht so einfach sein.

Am besten ist wohl, wenn du den Absorptionsbehaelter auf eine genaue Wage stellst - Du solltest damit irgendwann konstantes Gewicht erhalten.
Vielleicht in bestimmten Zeitabstaenden das Gewicht registrieren, und schaun zu welchem Zeitpunkt du 95% Saettigung hast (haben wirst).

Als Funktion der Zeit kannst du auch % Saettigung mit einer normalen Exponentialfunktion beschreiben, y = y0+a(1-e-kx), wo k die Absorptionsrate ist, die von Dispersion, Temperatur, Ausgangskonzentration u Konzentration von SO2 abhaengig ist... Also hier ziemlich empirisch. a ist nichts weiter als ein Proportionalitaetsfaktor, und y0 das Gewicht bei t = 0 (Ausgangsgewicht).
« Letzte Änderung: 30. Oktober 2008, 03:23:08 von Hyperion »