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Autor Thema: Nitrostyrol zu Phenylnitroethan umwandeln ohne Natriumborhydrid?  (Gelesen 39735 mal)

Bman

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Re: Nitrostyrol zu Phenylnitroethan umwandeln ohne Natriumborhydrid?
« Antwort #15 am: 01. Oktober 2008, 18:13:30 »
Hier mit Al/Hg zu arbeiten ist recht sinnlos, da die NO2 Gruppe gleich mithydriert wird, was ja nicht gewollt ist.

Hab gelesen das man Doppelbindungen recht selektiv mit NiBr2 oder NiI2 in IPA reduzieren kann: Rhodium/pdf/cth.nickelbromide.ipa.pdf. Ansonsten kann man noch die katalytische Reduktion mit Pd/C oder Pt/C benutzen, da die Doppelbindung weit aus schneller hydriert wird als die NO2 Gruppe. Dazu gibt man das Nitrostyrol in einen Kolben zusammen mit der 10fachen Menge IPA. Man setzt 5% Pd/C oder Pt/C hinzu und  saugt die Luft mit einer Wasserstrahlpumpe ab. Am besten geht dies, wenn der Kolben einen seitlichen Hahn hat. Man füllt nun einen Ballon mit Sauerstofffreiem H2 (Knallgasprobe) und befestigt diesem an dem Kolben. Nun rührt man das Nitrostyrol in der Wasserstoffatmosphäre etwa 12h, wobei die Lösung farblos wird. Das PNE kann dann zur aufreinigung destilliert werden. Eventuell gebildetes Amin kann man mit saurem Salzwasser ausschütteln und verwerfen.

Zum Al/Hg:
Hier benutzt man am Besten Alupulver mit sehr guter Reinheit und etwa 100µm Korngröße. Nach der Reaktion kann man den Aluminiumschlamm leicht durch etwas Kieselgur absaugen, da aus dem Alupulver, im Gegensatz zur Folie, relativ körniges Al(OH)3 entsteht. Die organische Lösung kann man dann je nach zu reduzierendem Stoff aufarbeiten. Mit Alupulver ist die Reaktion auch weit weniger heftig, wodurch ein Überkochen nicht so schnell eintritt. Praktisch dabei ist, dass das Hg vollständig in dem Schlamm oder dem Kieselgur gebunden wird, da das HgCl2 vollständig zu Hg umgewandelt wird, und sich dieses bekanntlich zu kleinen Tröpchen vereinigt.

hefefurz

  • Gast
Re: Nitrostyrol zu Phenylnitroethan umwandeln ohne Natriumborhydrid?
« Antwort #16 am: 25. Oktober 2008, 23:03:23 »
Mit Alupulver ist die Reaktion auch weit weniger heftig, wodurch ein Überkochen nicht so schnell eintritt.

Ah, weil die spezifische Oberfläche des Alu-Pulvers kleiner ist oder was?

Hört sich nach ziemlichem Unfug an, was Du hier verzapfst.

Abgesehen davon wird mit Pd/C bei Nitroalkenen grundsätzlich die Nitrogruppe angegriffen, es entstehen bei primären Nitroalkenen Amine und bei sekundären Ketoxime.