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  • 06. September 2026, 16:43:48

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Sonstiges / Re: Flusssäure und Co.
« Letzter Beitrag von Nobby am 04. September 2026, 09:15:12 »
Auch hier gilt die Menge und die Einwirkdauerzeit macht was ein Gift ist. Bei der konzentrierten Säure reicht ein ca. 2 € grosser Fleck auf der Haut aus, der ca. 2 Minuten vorhanden ist um tödlich zu wirken. Bei der verdünnten Säure muss die Kontaktfläche und die Einwirkzeit höher sein.
Ich selber habe für die Bohrlochreinigung von Leiterplatten, die aus Glasverbundwerkstoffen ( FR4) bestehen mit einer besonderen Ätzlösung, die aus ca 45 g/l Natriumbiflourid NaHF2 und 35 ml/l Schwefelsäure 98%w.w. (HF in situ) arbeiten dürfen. Für die Badansätze musste Vollschutz getragen werden.
Ca. 5%ige Lösungen dieser Mischung zur Haftvermittlung auf den Glasfasern wurden jedoch als ungefährlich eingestuft.
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Sonstiges / Flusssäure und Co.
« Letzter Beitrag von bombjack am 02. September 2026, 06:44:53 »
Das Thema hatte ich schon mal am April 2025 auf Illumina, nur der Bereich ist für nicht registrierte Nutzer nicht zugänglich, daher stell ich die Frage/Posting mal hier ein....

Anlass war ein Bericht auf Klopfers-Web, wo ein japanischer Student nach einem Chemieunfall mit Flusssäure verstorben ist vgl.
https://www.klopfers-web.de/lld?2815


Hier also meine Frage/Posting:
Ist nun zwar schon etwas länger her, war einige Zeit als eine Art Berater in einer Firma die Glas (Scheiben 3 x 4 m groß) mit Flussäure ätzt. Dazu wurden u.a. so rund 190 L halbkonz. Flusssäure angesetzt vgl. hier mal ein Bild wo ich die konz. Säure mit einer Schlauchpumpe zum Wasser gebe:

* Acid HF.jpg (187.3 KB . 450x600 - angeschaut 83 Mal)

War durchaus interessant...besonders wenn Du weißt ein Fehler ist u.U. tödlich....

Beim Gespräch mit den Leuten die das regelmäßig machten und auch die verdünnte Säure in Mengen von 5 bis 10 L verwendeten* bekam ich mitgeteilt, dass die 74/75% Säure bei Hautkontakt (auch kleine Stelle) tödlich ist, die halbkonzentrierte aber bei Hautkontakt nicht so wild wäre und je verdünnter umso unproblematischer.
Praktisch so ziemlich das Gegenteil, was man so über Flusssäure hört.....was für mich als Newbie in dem Geschäft völlig neu war.....weil es ja heißt, dass wässrige HF gleich durch die Haut geht und abwaschen zu wenig ist, daher mal die Frage an die Runde was stimmt denn nun da.

Könnte es also sein, dass der undissoziierte HF das eigentliche Problem da darstellt? Denn ansonsten müsste ja eine NaF-Lösung ja auch recht heftig sein wenn F- so leicht hautgängig wäre und wenn H+ auch ein Problem wäre, würde das für alle Säuren gelten. Dazu würde auch passen dass NH4F in Kombination mit Zitronensäure schon wieder heftiger wäre vgl. viewtopic.php?t=4577 weil da HF freigesetzt wird.


Ach ja....bei der Sache kommt auch noch der psychische Faktor hinzu....ich wurde danach zwar mit dem Wasserschlauch intensiv geduscht, nur beim Ausziehen des Anzugs kamen die unteren Bünde der Hosenbeine in Kontakt mit meinen Unterschenkeln. Da die noch nass waren, hab ich mir eingebildet, dass es da anfängt zu jucken....machte dann halt einen "Schnelltest" d.h. Finger an die nasse Stelle und abgeschmeckt, ob es noch sauer ist, war nicht der Fall (pH-Papier war da nicht vorhanden).

* = Die Glasscheiben wurden mit einer Art "Ätzkitt" aus Kolophonium, Bienenwachs und Paraffin eingefasst, mit Wasser benetzt und dann dort 5 bis 10 L der verdünnten Säure aufgebracht und einige Minuten gewartet. Dem Finger wurde dann ein Ausguss in den weichen Ätzkitt gemacht, das Glas gekippt die Säure zur Wiederverwendung aufgefangen und die Scheibe mit Wasser gewaschen. Kunst dabei war, mehre Scheiben gleich zu ätzen und auf den Scheiben keine "Gradienten" zu erzeugen.


bombjack
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Sonstiges / Re: Berufseinstieg in der Chemie 2025: Wird es für Promovierte schwieriger?
« Letzter Beitrag von Nobby am 07. August 2026, 12:04:15 »
Das schon das die Daten vorher erhoben wurden, geht ja auch nicht anders. Aber der Berufseinstieg sollte doch für die Gegenwart oder Zukunft gelten. Was interessiert einem dann 2025. Oder ist es so gemeint, dass es 2026 noch schwieriger wird oder ist.
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Sonstiges / Re: Berufseinstieg in der Chemie 2025: Wird es für Promovierte schwieriger?
« Letzter Beitrag von Mephisto am 06. August 2026, 20:08:29 »
"Berufseinstieg in der Chemie 2025"

Sollte es nicht in der Überschrift 2026 heißen?

Nein. Das ist die Auswertung der Daten aus 2025. ::-)
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Sonstiges / Re: Berufseinstieg in der Chemie 2025: Wird es für Promovierte schwieriger?
« Letzter Beitrag von Nobby am 02. August 2026, 10:16:45 »
"Berufseinstieg in der Chemie 2025"

Sollte es nicht in der Überschrift 2026 heißen?
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Sonstiges / Berufseinstieg in der Chemie 2025: Wird es für Promovierte schwieriger?
« Letzter Beitrag von Mephisto am 30. Juli 2026, 21:52:59 »
Ich möchte die folgende Pressemitteilung des GDCh hier mit Euch teilen, da wir viele Chemiestudenten und junge Chemieinteressierte bei LambdaSyn haben. Besonders das Diagramm fand ich spannend.
 
Wer Chemie studiert, dem standen bislang mit einer Promotion in der Industrie viele Türen offen. Die aktuelle Statistik der GDCh zeigt allerdings, dass der direkte Berufseinstieg 2025 schwieriger geworden ist. Von den promovierten Chemikerinnen und Chemikern, deren weiterer Weg bekannt war, starteten rund 33 Prozent direkt in der chemischen oder pharmazeutischen Industrie. Im Vorjahr waren es noch 42 Prozent. Gleichzeitig stieg der Anteil der zum Erhebungszeitpunkt Arbeitssuchenden von 7 auf 10,4 Prozent.

Verbleib der promovierten Chemikerinnen und Chemiker 2025

* verbleib.chemiker.2025.jpg (68.08 KB . 1404x955 - angeschaut 248 Mal)

Klar, die Krise der deutschen (Chemie-) Industrie kommt auch bei den Berufseinsteigern an. Meine persönliche Meinung: trotz vieler gut gemeinter Worte, sehe ich bei der jetzigen schwarz-roten Bundesregierung keinen Plan zur Umkehr der eingeleiteten Deindustrialisierung oder Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit (z.B. Strompreise).
 
Quelle der Daten: Gesellschaft Deutscher Chemiker e. V. (GDCh), Pressedienst Chemie 13/26: „Berufseinstieg in der Chemie schwieriger“, Pressemitteilung vom 2. Juli 2026; Grundlage ist die „Statistik der Chemiestudiengänge 2025“

* GDCh-Pressemitteilung 13_26.pdf (282.51 KB - runtergeladen 123 Mal)
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Organische Chemie / Re: Acetylierung - Was lief schief?
« Letzter Beitrag von kwecksilber_klaus am 08. Mai 2026, 19:26:11 »
Klingt 100% nach Cop auf Angeltour
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Ich hab mir die zwei 4-Fluoro... mal durchgelesen und finde die Übersetzung zwar verständlich, aber recht holprig. Mittlerweile dürften die öffentlich zugänglichen LLMs nochmal deutlich zugelegt haben, was eine enger an die Zielsprache angepasste Übersetzung ermöglichen dürfte.

Gutes Vorhaben jedenfalls.
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Sonstiges / Re: Lucys Rausch - Das Magazin für psychoaktive Kultur
« Letzter Beitrag von Mephisto am 03. Mai 2026, 00:04:28 »
Hi PseudomonasA. und willkommen im Forum! Endlich mal wieder ein Mensch und kein Bot, der bei uns schreibt. [heart]

In welcher Pause hast Du Lucys Rausch gelesen (Schule, Ausbildung oder Job)? „Narkoseonkel mit Leidenschaft für Chemie“ hört sich spannend an. ;-) Im Bereich Feierabend könntest Du Dich vorstellen, ohne dass dort Google & Co mitlesen.

Mein physisches PiHKAL habe ich aus einem paranoiden Gedanken heraus in ein Bücherregal verbannt, das für Besucher nicht einsehbar ist. Als ob jemand PiHKAL kennen würde, der sich dafür nicht ohnehin interessiert. [polizei]
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Sonstiges / Re: Lucys Rausch - Das Magazin für psychoaktive Kultur
« Letzter Beitrag von PseudomonasA. am 01. Mai 2026, 14:45:27 »
Bin zwar neu hier im Forum aber das war meine Lektüre in der Pause damals und auch heute lese ich PHiKAL und /oder THiKAL im Bett :-P
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