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06. Juli 2008, 22:35:50
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Autor Thema: Darstellung von Celluloid aus Cellulosedinitrat (Kollodiumwolle)  (Gelesen 505 mal)
mbbtchemistry
Wasserstoff
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« am: 09. Februar 2008, 15:27:35 »

Chemikalien: Cellulosedinitrat, Aceton+Ethanol (tech. Reinheit genügt), Campher, eventuell Mangan(IV)-oxid oder Lebensmittelfarbe
Laborgeräte: 50ml Becherglas (hohe Form) ,Glasstab, Wasserbad

In ein 50ml Becherglas werden 2g Cellulosedinitrat vorgelegt. Anschließend werden je 5ml Aceton ,sowie Ethanol zugegeben, wodurch sich das Cellulosedinitrat langsam zu lösen beginnt. Das Becherglas wird in ein etwa 50°C warmes Wasserbad gestellt und der Inhalt wird fortlaufend während der Zugabe von 0,5g Campher gerührt. Sollten sich die Stoffe nicht innherhalb weniger Minuten lösen , kann etwas Aceton-Ethanol-Gemisch im Verhätnis 1:1 nachgegeben werden. Oftmals kann aber kein vollständiges Auflösen erreicht werden. Es entsteht ein formbares, plastisches und durchsichtiges Material (Celluloid) , welches durch Zugabe weniger Tropfen Lebensmittelfarbe oder einer geringen Menge Mangan(IV)-oxid eingefärbt werden kann.

Das Produkt wird nun aus dem Becherglas mit einem Spatel herausgelöst. Es ist immer noch plastisch genug, dass es in nahezu beliebige Formen gebracht werden kann. In einer Form etc. wird es getrocknet , wobei es aushärtet. Das entstandene Produkt (Celluloid) ist leichtentzündlich und kann auf einer feuerfesten Unterlage verbrannt werden.



Quelle: mbbtchemistry  Zwinkern   ( Die Angaben wurden selbstverständlich vor dem Einstellen experimentell überprüft!)
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"Ideen, wie absolute Gewißheit, absolute Genauigkeit, endgültige Wahrheit und so fort, sind Erfindungen der Einbildungskraft und haben in der Wissenschaft nichts zu suchen." [Max Born]
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Gaia's Nachwuchs


« Antworten #1 am: 11. Februar 2008, 02:06:37 »

Auch funktionieren Tischtennisbaelle (welche auch aus Zelluloid bestehen) gut, mit purem Aceton bildet sich eine klebrige gequollene Masse welche hervorragend zum Abdichten hygroskopischer Materialien (Zunge) und aehnlichem zu gebrauchen ist. Wohingegen Ethylacetat nicht so gut zum Quellen/Loesen geeignet ist (ueberraschenderweise).
Nitrocellulose wird auch in der Biochemie bei 'Western Blots' verwendet, wo es als Bindungsmatrix von Proteinen dient.   
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mbbtchemistry
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« Antworten #2 am: 12. Februar 2008, 19:36:19 »

Aber die Tischtennisbälle sind halt fertiges Celluloid - da geht ja die ganze Gaudi der Herstellung verloren ^^ .  Cool
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Phil
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« Antworten #3 am: 17. Februar 2008, 20:38:23 »

msds zu den Edukten

Zum Produkt siehe folgende links,
http://biade.itrust.de/biade/lpext.dll/Infobase/uberschrift34119?f=templates&fn=main-h.htm&2.0  (mit höchstens 12,6% Stickstoff)
http://biade.itrust.de/biade/lpext.dll/Infobase/uberschrift34126?f=templates&fn=main-h.htm&2.0  (mit mehr als 12,6% Stickstoff)
Anhänge
* Campher.pdf (61.77 KB - runtergeladen 9 Mal.)

* Aceton Sidabl-Chemia.PDF (57.18 KB - runtergeladen 3 Mal.)

* Ethanol.pdf (39.06 KB - runtergeladen 6 Mal.)

* Mangan(IV)-oxid.pdf (37.4 KB - runtergeladen 3 Mal.)

* Nitrocellulose.pdf (22.07 KB - runtergeladen 15 Mal.)
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