LambdaForum Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?
23. Mai 2012, 21:53:01
News: Verwende die Einladen-Funktion, um Interessierte auf das Forum aufmerksam zu machen.
 
Seiten: 1 [2]  Alle   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Fehler in Lambdasyn-Synthesen  (Gelesen 2538 mal)
Mephisto
Chemicus Diabolicus
Administrator
*****

Karma: 0
Beiträge: 1.024



WWW
« Antworten #15 am: 18. September 2011, 20:52:34 »

Die vorgeschlagenen Gefahrenhinweise bei beiden Synthesen waren wohl längst überfällig, gut dass Du es hier angesprochen hast. Nun sind die Hinweise eingefügt.
Beitrag melden   Gespeichert

"Every breath you take, Every move you make,
Every bond you break, Every step you take,
I'll be watching you" - The Police
Heuteufel
Rubidium
*****

Karma: 23
Beiträge: 375



« Antworten #16 am: 19. September 2011, 10:26:43 »

Das ging wie immer sehr schnell! Daumen hoch

Ganz zufrieden bin ich trotzdem nicht ätsch!:
Zitat
Gefahrenhinweis: Es wird dringend abgeraten dieses Verfahren zu verwenden, um Guanidinnitrat herzustellen. Mischungen von Ammoniumnitrat und organischen Materialien, nicht wesentlich anders als die Mischung in der Syntheseanleitung werden nun weitgehend als kommerzielle Sprengstoffe verwendet. Die wässrige Mischung ist ähnlich wie einige wässrige Mischungen, die in beträchtlichen Mengen für Felssprengarbeiten eingesetzt werden. Verdämmte Mischungen dieser Art sind besonders gefährlich. Nur wenige Labore, die Sprengstoff-Forschung betreiben, haben die benötigten Schutzvorkehrungen, um diese Synthese gefahrlos durchzuführen.
Der fettgedruckte Teil bezieht sich auf eine Variante der Synthese, bei der im wässrigen Milieu, im Autoklaven gearbeitet wird und ist deshalb hier überflüssig. Aus diesem Grund steht auch da:
Zitat
The aqueous mixture of (Note 10) is similar to some aqueous mixtures used in sizable quantities for rock blasting; a confined mixture of this sort is especially hazardous.
Ubrigens die benötigten "remote control devices" liessen sich theoretisch im Heimlabor recht leicht durch einen Verlängerungskabel, den man nach Ende der Reaktion einfach aus der Seckdose zieht, realisieren. Natürlich müsste man auch darauf achten, dass niemand anders zu Schaden kommt, falls was schiefgeht.

Zitat
Vorsicht ist beim Umgang mit NH4ClO3 geboten, da die Substanz ohne erkennbare Ursache explodieren kann. Es ist definitiv explosiv bei Temperaturen über 100 °C. Wenn das Material offen in einer dünnen Schicht ausbreitet wird, kann weitestgehend es ohne Gefahr gehandhabt werden.
Da ist der Satzbau aber teilweise etwas eigenartig Zwinkern.
"Vorsicht ist beim Umgang mit NH4ClO3 geboten" Reaktionspfeil Beim Umgang mit NH4ClO3 ist Vorsicht geboten
"Es ist definitiv explosiv bei Temperaturen über 100 °C."  Reaktionspfeil Besser Ammoniumchlorat
"Wenn das Material offen in einer dünnen Schicht ausbreitet wird, kann weitestgehend es ohne Gefahr gehandhabt werden."  Reaktionspfeil Es an der falschen Stelle
 
   
 
Beitrag melden   Gespeichert
Mephisto
Chemicus Diabolicus
Administrator
*****

Karma: 0
Beiträge: 1.024



WWW
« Antworten #17 am: 19. September 2011, 21:43:18 »

Überredet Smiley. Ich hoffe das kleine HTML-Tutorial trägt Früchte und Du kannst demnächst gleich Deine Wunschversion hier hochlanden und somit die Änderungen vorschlagen.

Ubrigens die benötigten "remote control devices" liessen sich theoretisch im Heimlabor recht leicht durch einen Verlängerungskabel, den man nach Ende der Reaktion einfach aus der Seckdose zieht, realisieren. Natürlich müsste man auch darauf achten, dass niemand anders zu Schaden kommt, falls was schiefgeht.

So ähnlich ist das wirklich. Hauptsächlich ein Roti, der komplett außerhalb eines Schutzraumes bedient werden kann (Steuerung, Wasserbad hoch/runter fahren etc.). Solche Einblicke in die Sprengstoff-Forschung zeigt Prof. Klapötke in seiner Präsentation. Es ist empfehlenswert diese zu besuchen, falls Klapötke an einer Uni eingeladen ist.
Beitrag melden   Gespeichert

"Every breath you take, Every move you make,
Every bond you break, Every step you take,
I'll be watching you" - The Police
Heuteufel
Rubidium
*****

Karma: 23
Beiträge: 375



« Antworten #18 am: 21. September 2011, 20:17:43 »

Danke!

Zitat
Solche Einblicke in die Sprengstoff-Forschung zeigt Prof. Klapötke in seiner Präsentation. Es ist empfehlenswert diese zu besuchen, falls Klapötke an einer Uni eingeladen ist.
Werde ich auf jeden Fall, wenn sich mal eine Gelegenheit bietet. in Extase
Beitrag melden   Gespeichert
Phil
Globaler Moderator
*****

Karma: 23
Beiträge: 870


Spezialist für ausgefallene Einfälle.


« Antworten #19 am: 25. September 2011, 09:35:41 »

Ich bin mir nicht sicher, aber die Herstellung von Anilin http://lambdasyn.org/synfiles/anilin.htm kenne ich nur mit Zink, hier wird aber mit Zinn gearbeitet. Ist dies richtig oder war das ein Fehler?

Beitrag melden   Gespeichert

Nicht die Gewalt einiger weniger ist gefährlich, sondern das Schweigen der Masse.
Heuteufel
Rubidium
*****

Karma: 23
Beiträge: 375



« Antworten #20 am: 25. September 2011, 11:05:10 »

Falls du mich fragst: kein Fehler. Die Reduktion mit Zinngranalien ist meiner Meinung nach eine der besten Methoden um im Labor Nitro-Verbindungen zu Aminen zu reduzieren. Sie läuft meist schnell, aber gemässigt ab (keine grosse Gefahr, dass die Reaktion durchgeht) und die Aufarbeitung ist viel angenehmer als bei einer Béchamp-Reduktion oder einer Reduktion mit Zink.

Ich weiss nicht genau, wie der Reaktionsmechanismus aussieht, aber ich weiss, dass SnCl2 ein sehr gutes Reduktionsmittel ist (http://en.wikipedia.org/wiki/Tin%28II%29_chloride). Was die Aufarbeitung angeht, so fällt ja bei der Béchamp-Reduktion unlösliches Eisen(II,III)-oxid an, und bei der Reduktion mit Zink, bei der Zugabe von Natronlauge, Zinkhydroxid, welches zwar amphoter ist, sich aber nicht immer im basischen so löst, wie man es möchte. Bei der Variante mit Zinn hingegen bildet sich im Basichen ein vergleichsweise gut lösliches Stannat:
Zitat
Man kühlt die Mischung auf Zimmertemperatur ab und gibt langsam eine Lösung aus 75 g Natriumhydroxid in 125 ml Wasser zu; wenn sie zu sieden beginnt, wird erneut gekühlt. Zinnhydroxid, das zuerst ausfällt, sollte wieder vollständig in Lösung gehen.

EDIT: Ich möchte noch anmerken, dass die oben angegebenen Informationen nicht alle auf Erfahrungswerten, sondern auch auf Hörensagen beruhen. Sollte also jemand andere Erfahrungen gemacht haben: bitte melden. Zwinkern
« Letzte Änderung: 25. September 2011, 11:29:34 von Heuteufel » Beitrag melden   Gespeichert
Phil
Globaler Moderator
*****

Karma: 23
Beiträge: 870


Spezialist für ausgefallene Einfälle.


« Antworten #21 am: 25. September 2011, 13:02:40 »

Hallo Heuteufel
nein das war eigentlich nicht eine Frage an Dich, sondern allgemein.
In den Büchern liest man ja nur über die Reduktion von Zn, daher war ich mir nicht sicher ob wirklich Sn oder Zn gemeint war.
Darum schrieb ich ja auch dass ich nicht sicher bin.
Ich danke Dir aber für die Ausführungen, in Extase da habe ich wieder etwas gelernt und ich bin dankbar dafür. Daumen hoch
Nur wer fragt kann etwas lernen, wenn er will.

Beitrag melden   Gespeichert

Nicht die Gewalt einiger weniger ist gefährlich, sondern das Schweigen der Masse.
Heuteufel
Rubidium
*****

Karma: 23
Beiträge: 375



« Antworten #22 am: 25. September 2011, 16:33:04 »

Zitat
Falls du mich fragst: kein Fehler.
Zitat
nein das war eigentlich nicht eine Frage an Dich, sondern allgemein.
Mit "Falls du mich fragst" meinte ich eigentlich "Meiner Meinung nach". Ich muss aber zugeben, dass ich mich da sehr eigenartig ausgedrückt habe. Smiley
Zitat
In den Büchern liest man ja nur über die Reduktion von Zn, daher war ich mir nicht sicher ob wirklich Sn oder Zn gemeint war.
Darum schrieb ich ja auch dass ich nicht sicher bin.
Ich habe um sicher zu gehen im Vogel nachgeschaut: Dort steht in der Tat "Zinn".
Zitat
Nur wer fragt kann etwas lernen, wenn er will.
Da hast du, wie so oft, verdammt recht! Sieger
Beitrag melden   Gespeichert
Seiten: 1 [2]  Alle   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Zur LambdaSyn-Hauptseite
Powered by MySQL Powered by PHP Sitemap | Archiv
Powered by SMF 1.1.4 | SMF © 2006, Simple Machines LLC

Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS Dilber MC Theme by HarzeM


Letzter Besuch von Googlebot 19. Mai 2012, 18:07:29