Schön!
Als Quellennachweis könnte "F. R. Kreißl, O. Krätz,
Feuer und Flamme, Schall und Rauch, Wiley-VCH
1999, S.114-116" angegeben werden. Dort wird zwar mit rauchender Salpetersäure gearbeitet, aber bereits 65%-ige Salpetersäure reicht aus, um ein Produkt zu liefern, das rückstandslos verbrennt.
Wichtig zu erwähnen ist noch, dass möglichst 100% reine Cellulose verwendet wird. Besonders bei der Verwendung von Garn können Additive im Garn zu einem leichten Durchgehen der Nitrierungs-Reaktion führen. Strickgarn aus 100% Baumwolle eignet sich hingegen gut, um durch Nitrierung Zündschnüre zu erhalten.
Um die Stabilität des Cellulosedinitrats zu erhöhen, sollte man es einige Zeit in Natriumcarbonat- oder Natriumhydrogencarbonat-Lösung (1 molar) legen und mehrmals auswaschen. Schlecht gewaschene Kollodiumwolle wird schnell gelb bei der Lagerung.
Wegen des zu geringen Stickstoffgehaltes unterliegt sie nicht dem Sprengstoffgesetzt,...
Kannst Du das mit einem Gesetzestext belegen? In
Anlage III Explosivstoffliste nach § 3 Abs. 1 Nr. 1 steht nur "Nitrozellulose" aufgeführt.
PS: Ich habe den Thread nach
Organische Chemie verschoben, da es sich bei der Nitrierung von Wattepads nicht um eine Synthese eines chemisch reinen Produkts im engeren Sinn handelt; ähnlich wie die Darstellung von
Kupferseide.