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Autor Thema: Isolierung von Oxalsäure  (Gelesen 1639 mal)
DarkSephiroth
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« am: 15. Dezember 2009, 22:11:39 »

Guten Tag

Ich bin neu hier im Forum und interessiere mich stark für Pflanzengifte.

Nun, leider habe ich keine grossen erfahrungen mit Isolierung von derartigen Material.

Meine Frage:

Wie isoliere ich oxalsäure aus einer Zwiebel? Ich stöberte und stöberte aber ich fand keine richtige Anleitung dazu.
Wäre froh wenn ich hier hilfe bekomme.
Fals möglich wäre es toll wenn es eine vollständige Anleitung ist (sprich mit der Klärung der wieso Frage wenn ihr versteht was ich meine ^^)

MfG

DarkSephiroth

PS: Es ist nicht gedacht um meine Kollegen o.Ä. zu vergiften sondern ausschliesslich zum Selbsstudium da ich in einem Späteren Lebensabschnitt
fileicht was in Richtung chemie machen möchte.
« Letzte Änderung: 15. Dezember 2009, 22:15:44 von DarkSephiroth » Beitrag melden   Gespeichert
Butandiolmonoacrylat
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Lieber heimlich schlau als unheimlich blöd.


« Antworten #1 am: 15. Dezember 2009, 22:26:55 »

Die Ausbeuten an Oxalsäure aus einer Zwiebel wären vermutlich zu niedrig. Ausser du wölltest 25Kilo verarbeiten. Ein starkes Gift ist es auch nicht. Auf dem Etikett von Merck und einigen anderen ist es nur als Xn angegeben.
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Das Geheimnis des Erfolgs? Anders sein als die anderen, sich nie damit zufriedengeben, daß man zufrieden ist.

https://privacybox.de/butandiol.msg
hefefurz
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« Antworten #2 am: 15. Dezember 2009, 22:31:21 »

Wie isoliere ich oxalsäure aus einer Zwiebel?

Vielleicht solltest du eine Pflanze nehmen, die auch ordentliche Mengen an Oxalaten enthält, wie z.B. Rhabarber etc. Ansonsten ist Oxalsäure mit großer Sicherheit durch eine Säure-Base-Extraktion zu gewinnen. Ich würde mir evtl. nen Stoff zur Isolierung aussuchen, der etwas dankbarer zu handhaben ist.
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Paracelsus
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« Antworten #3 am: 15. Dezember 2009, 23:21:46 »

Butandiolmonoacrylat  und hefefurz haben Recht.Ist die selbe Geschichte wie mit Diazepam und Kartoffeln.

Es wäre vielleicht besser nach Pflanzen zu suchen in welchen die Gifte auch anständig präsent sind. Zb Nachtschattengewächse mit Atropin , Scopolamin etc .

Wobei ich deine Story ziemlich verdächtig finde  Huh?.

viele Grüße
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DarkSephiroth
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« Antworten #4 am: 16. Dezember 2009, 05:51:02 »

Ja das habe ich mir schon gedacht ^^
aber ich versichere nochmals ich habe keine krummen Dinger vor !

Das mit dem Rabarber habe ich auch schon gelesen. dann mit calciumcarbonat neutralisieren und so weiter aber
mir ist eben vor allem wichtig zu wissen wieso man das machen sollte sonst lerne ich so gut wie gar nichts dabei.

Zu den nachtschattengewächsen: Sollte ich eine Pflanze zuhause haben welche Antropin und Oxalsäure enthält
würde ich lieber das Antropin isolieren xD aber auch dazu würde mir das Know-How fehlen.

MfG

DarkSephiroth
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« Antworten #5 am: 16. Dezember 2009, 11:53:45 »

Hallo.

Naja ohne Grundkenntnisse wirst du mit einer "Kochbuchanleitung" nicht viel anfangen können.

Kauf dir eine Menge Bücher und lese lese und lese was das Zeug hält  Zwinkern Ich bin auch ziemlich neu auf dem Gebiet habe aber relativ viel in der Zeit gelernt.

Am besten gehst du mal in eine Bücherei. Mach dich mit allen Begrifflichkeiten,Gerätschaften und Chemikalien vertraut und beginne dann klein.

Giftige Pflanzen gibt es im Sommer massig im Gartenfachhandel.

Zb :

Der rote Fingerhut , blauer Eisenhut , Rizinus , Oleander etc



Aber VORSICHT! gegen die Kollegen oben ist die Tollkirsche ein Witz. Nur auf eigene Verantwortung und nur unter höchsten Sicherheitsbestimmungen arbeiten.

Habe selbst einiges im Garten/Balkon stehen.

Gruß
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hefefurz
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« Antworten #6 am: 16. Dezember 2009, 14:29:49 »

Ist die selbe Geschichte wie mit Diazepam und Kartoffeln.

Die Geschichte würde ich aber gern mal hören! Wink
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Paracelsus
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« Antworten #7 am: 16. Dezember 2009, 14:57:17 »

In der Kartoffelknolle sollen angeblich Spuren von diversen Benzodiazepinen vorhanden sein. Was genau drinnen ist .. Keine Ahnung. Der eine redet von Diazepam und der andere von Endovalium. Als Quelle kenne ich nur Jonathan Ott und Josef Zehentbauer.
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COS
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« Antworten #8 am: 16. Dezember 2009, 19:52:10 »

Also, wenn du schon Calcium Carbonat genommen hast, wirst Du auch das Oxalat als das schwerlösliche Ca-Salz isoliert haben. (wie bereits gesagt müssen ordentliche Mengen an Oxalate vorhanden sein). Theoretisch können andere Ca-salze mitgefällt werden, dazu würde ich eine Rücktritation Mit KMnO4 empfehlen. Allerdings ist mit KMnO4 ist nicht mehr die Rede von einer Isolation sondern nur von einer Gehaltsbestimmung.
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DarkSephiroth
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« Antworten #9 am: 17. Dezember 2009, 15:12:21 »

danke für die vielen Tipps.

Kann mir jemand gute Lektüre empfehlen bei der man sozusage bei null anfängt ?

Liebe Grüsse
DarkSephiroth
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cogere
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« Antworten #10 am: 17. Dezember 2009, 18:42:33 »

abgesehen von der schulliteratur habe ich mit "Chemische Experimente die gelingen (von Römpp) angefangen:
http://cgi.ebay.de/Hermann-Roempp-Chemische-Experimente-die-gelingen_W0QQitemZ310184988822QQcmdZViewItemQQptZSach_Fachb%C3%BCcher?hash=item4838775096
 
gefolgt von der "Organischen Chemie im Probierglas (von Römpp)"

http://cgi.ebay.de/Organische-Chemie-im-Probierglas-1946_W0QQitemZ190358643403QQcmdZViewItemQQptZSach_Fachb%C3%BCcher?hash=item2c524262cb

später dann das organikum
( http://cgi.ebay.de/Organikum_W0QQitemZ290380993354QQcmdZViewItemQQptZSach_Fachb%C3%BCcher?hash=item439c0e534a )

und der jander/blasius
( http://cgi.ebay.de/Jander-Blasius-Lehrbuch-anal-und-praev-anor-Chemie_W0QQitemZ250547225668QQcmdZViewItemQQptZSach_Fachb%C3%BCcher?hash=item3a55c74444 , diese beiden letzten bücher setzten aber gewisses grundwissen vorraus

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Lithiummolybdat
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« Antworten #11 am: 07. April 2011, 00:07:29 »

Hallo,

ich will hier nix wiederholen, aber wenn es dir wirklich darum geht, die Oxalsäure nur au Pflanzen zu isolieren, dann kannst du so vorgehen:

Wie du bereits wissen müsstest enthalten ja Sauerklee und Rhabarber eine höhere Dosis an Oxalsäure (und seinen Verbindungen).

Am besten, du nimmst zwei Rhabarberstangen und presst so weit wie möglich das gesamte Wasser aus der Rhabarberstange raus, oder du pürierst es gleich.
Dann filtrierst du das ganze, sodass nur noch eine Lösung übrigbleibt. Die Llösung versetzt du dann entweder mit Natriumcarbonat oder Calciumcarbonat.
Anschließend trocknest du das ganze. Das Pulver versetzt du dann einfach mit einer stärkeren Säure wie Schwefelsäure. Dabei entstehen Calciumsulfat und Oxalsäure.
Das CaSO4 löst sich sowieso nicht im Wasser. Die Lösung, die danach wieder übrigbleibt, ist dann reine Oxalsäure (nicht unbedingt rein; enthält noch Verunreinigungen). Um es reiner zu machen, lässt du die oxalsäure einfach mehrmals umkristallisieren Wink

MfG

Lithiummolybdat Wink
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Caesiumhydroxid
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« Antworten #12 am: 07. April 2011, 09:19:57 »

Zitat
Das Pulver versetzt du dann einfach mit einer stärkeren Säure wie Schwefelsäure. Dabei entstehen Calciumsulfat und Oxalsäure.

Dann ist die Verwendung von Natriumcarbonat allerdings nicht möglich.

Ich habe etwas bedenken bzgl. der Schwefelsäure, dass diese die Oxalsäure ab einer bestimmten Konzentration zerlegen könnte - ist dort etwas bekannt?
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rhodium
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« Antworten #13 am: 07. April 2011, 09:50:15 »

@Paracelsus

Er schreibt selbst er interessiert sich stark für Pflanzengifte, von starken Pflanzengiften war ja keine Rede. Ihm zuerst einen Vorwurf zu machen und dann gleich den blauen Eisenhut vorzuschlagen halte ich gelinde gesagt für etwas daneben. Aconitin ist hochgiftig und wird prima über die Haut aufgenommen. Wer mit einem Pflanzenauszug unvorsichtig hantiert kann sich damit schnell ins jenseits befördern. Von solchen Dingen ist ohne entsprechende Ausrüstung und vor allem Erfahrung die Finger zu lassen.

Es gibt genug Pflanzengifte die besser isoliert werden können und nicht solche Gefahren bergen.

Beispielsweise die Isolierung von Yohimbin
http://www.lambdasyn.org/synfiles/yohimbin-hcl.html

oder Aescin aus Rosskastanien
http://de.wikipedia.org/wiki/Aescin
http://www.freepatentsonline.com/EP0298148.html


Zu empfehlen: Egon Stahl - Drogenanalyse II: Inhaltsstoffe und Isolierungen
http://www.amazon.de/Drogenanalyse-II-Inhaltsstoffe-Isolierung-Tl/dp/343720209X/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=books&qid=1302162575&sr=8-2

Nachtrag zum Rhabarber:

Wiki: "Oxalsäure und ihr Kaliumsalz kommen in größeren Mengen in Rhabarber (180–765 mg/100 g Frischgewicht, Stiele) und anderen Knöterichgewächsen (Polygonaceen) vor, das meiste davon in den Blättern, weshalb nur der Stiel nach dem Kochen zum Verzehr geeignet ist."

Es empfiehlt sich also die Blätter mit zu verarbeiten!
« Letzte Änderung: 07. April 2011, 13:59:25 von rhodium » Beitrag melden   Gespeichert
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