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Autor Thema: Cyanwasserstoff aus Kaliumhexacyanidoferrat  (Gelesen 1719 mal)
carbon
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« am: 17. September 2009, 20:30:33 »

Wollt nur wissen ob man Cyanwasserstoff aus Kaliumhexacyanidoferrat gewinnen kann indem man einfach auf das Salz eine stärkere Säure wie die Blausäure tropft.

P.S. Keine sorge ich werds schon nicht machen. Ich wills nur wissen ob es geht.
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Phil
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« Antworten #1 am: 17. September 2009, 21:17:13 »

Es geht mit verdünnter Schwefelsäure, konz. Schwefelsäure vernichtet die HCN wieder.
In diesem Forum hier, dürfen zum Glück solche Fragen gestellt werden, ohne dass Du blöd angemacht wirst.
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« Antworten #2 am: 17. September 2009, 21:46:53 »

Man kann aus den Cyanoferraten durch erhitzen mit Holzkohlepulver auch die Cyanide gewinnen. Diese löst man dann in Wasser und filtriert die Lösung dann. Ist ein praktischer weg im Versuchsmaßstab Stoffe zu komplexieren. Smiley
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« Antworten #3 am: 17. September 2009, 22:36:16 »

Zitat
Man kann aus den Cyanoferraten durch erhitzen mit Holzkohlepulver auch die Cyanide gewinnen. Diese löst man dann in Wasser und filtriert die Lösung dann. Ist ein praktischer weg im Versuchsmaßstab Stoffe zu komplexieren. Smiley

Habe ich mit Stefan schon gemacht, ist ganz schön schwirig. Geht nur im Kammerofen bei 1000° und das entstehende Kaliumcyanid sublimiert bei der Temperatur schon merklich (gefährlich!!). Des weiteren ist es schwirig das geschmolzene Cyanit von den entstehenden eisenverbindungen abzutrennen, da diese voluminös sind. Es darf auf keinen Fall einfach herlausgelöst werden, da sonst ein merklicher Teil des Cyanids zum Cyanat oxidiert wird. Alles in allem würde ich das nicht unbedingt machen. Lohnt nicht wirklich, wenn man es nicht in größerem Maßstabe macht.
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« Antworten #4 am: 17. September 2009, 23:26:46 »

In diesem Zusammenhang empfehle ich unsere Syntheseanleitung zu Kaliumcyanid. Ausgangsprodukt ist Berliner Blau (Eisen(III)-hexacyanoferrat(II)), als Zwischenprodukt entsteht HCN. Carbon, ich empfehle sie dir allerdings wirklich nur zum Lesen, nicht zum Durchführen.
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« Antworten #5 am: 18. September 2009, 00:34:45 »

Nun, da Carbon eine Firma gruenden will, um nur zB HCN oder Benzol zu bestellen, glaube ich, der Versuch ist womoeglich geplant - und ich kann nur zu HOECHSTER VORSICHT anraten.
Aus persoenlicher Erfahrung reicht ein winziger Atemzug, um einen schwindelig zu machen, so dass die Knie weich werden. Ich will mir nicht weiter vorstellen, was ein voller Atemzug anrichten wuerde. Vielleicht waere das der letzte.
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« Antworten #6 am: 18. September 2009, 13:30:13 »

Die Methode mit der Holzkohle und dem Ferrat funktioniert wenn man die Mischung in einem langen Brosilicatreagenzglas unten erhitzt, so dass sich eventuell sublimierendes Kaliumcyanid wieder am oberen kälteren Glas resublimieren kann. Bei der Umsetzung werden auch geringe mengen an HCN frei, daher auch dort unbedingt mit Abzug und Gasmaske arbeiten. Das pure Blausäuregas in Lauge einzuleiten halte ich für noch riskanter und wirklich nur zu empfehlen, wenn man aus irgend einem Grund ein reineres Produkt erhalten möchte. Letztenendes bezog sich die Frage von carbon auf das reine Gas. Aber davon sollte man echt die Finger lassen!
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« Antworten #7 am: 18. September 2009, 19:47:55 »

Hast du das ausprobiert Butandiolmonoacrylat ? Kann ich mir nicht vorstellen. Außerdem wird Glas von der Schmelze angegriffen. Und zudem schau dir doch einfach mal die Vorschrift im Vanino an!
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« Antworten #8 am: 21. September 2009, 17:26:20 »

Selbst ausprobiert noch nicht. Wurde mir damals so von einem Kollegen berichtet der mit dem Ergebnis sehr zufrieden zu sein schein. Hast du einen Link zur Vorschrift im Vanio?
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