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  • 16. November 2018, 09:21:17

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Autor Thema: Herstellung von Azulen [mit Fotos]  (Gelesen 19868 mal)

Phil

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Herstellung von Azulen [mit Fotos]
« am: 10. Oktober 2009, 17:29:18 »
Herstellung von Azulen nach L. F. Tietze u. Th. Eicher, 2. Auflage, Seite 304

Externe Links:

Organic Syntheses, Coll. Vol. 7, p. 15 (1990)
Link zur Suche nach Azulen bei Sigma-Aldrich
Produktdetails Azulen 99% bei Sigma-Aldrich

Daten des Produkts:

Synonym:                        Bicyclo[5.3.0]decapentaene
CAS Number:275-51-4
Linear Formula:C10H8
Molecular Weight:128.17 g/mol
Beilstein Registry Number:969517
EC Number:205-993-6
MDL number:MFCD00003810
PubChem Substance ID:24891490
bp:242 °C (Lit.)
mp:98-100 °C (Lit.)

Safety
Personal Protective Equipment      Eyeshields, Gloves, Respirators
Hazard CodesN
Risk Statements51/53
Safety Statements61
[GHS09]
RIDADRUN3077 9/PG 3
[ADR9A] [ADR9]
WGK Germany2
RTECSCO4570000

Das Produkt ist stark flüchtig

Kennzeichnung gemäß EG-Richtlinien
R-Sätze            
R51/53Giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben.
S-Sätze
S61Freisetzung in die Umwelt vermeiden. Besondere Anweisungen einholen/Sicherheitsdatenblatt zu Rate ziehen.

Reaktionsschema:

<img src="http://www.lambdasyn.org/upload/azulen/azulen01.png" width="586" height="235" border="0">

Durchführung:

Schritt 1
[justify]In einem 5-L-Doppelmantelreaktor mit Rührwerk, Rückflusskühler samt Calciumchloridrohr, Tropftrichter und Kontaktthermometer wurden 202.5 g 2,4-Dinitrochlorbenzol eingewogen und 1200 ml Pyridin auf einmal zugegeben. Eine schwach exotherme Reaktion konnte beobachtet werden. Das Gemisch erwärmt sich auf 35 °C. Die Manteltemperatur des Reaktors wird nun auf 85 °C  eingestellt. Nach 24 Minuten bildete sich bei 50 °C ein stark voluminöser Niederschlag, der nicht mehr gerührt werden konnte. Deshalb wurden 50 ml Pyridin zugegeben, um eine Sperrschicht auf den Kristallen zu erreichen. Nach 4 h wurde die Heizung ausgeschaltet und die Mischung erkalten gelassen.[/justify]

<table align="center" border="0" cellspacing="3" cellpadding="0" width="535" bgcolor="#000000">
<tbody>
<tr>
<td align="center"><a href="http://www.lambdasyn.org/upload/azulen/azulen02-big.jpg"><img src="http://www.lambdasyn.org/upload/azulen/azulen02-thumb.jpg" width="130" height="173" border="0"></a></td>
<td align="center"><a href="http://www.lambdasyn.org/upload/azulen/azulen03-big.jpg"><img src="http://www.lambdasyn.org/upload/azulen/azulen03-thumb.jpg" width="130" height="173" border="0"></a></td>
<td align="center"><a href="http://www.lambdasyn.org/upload/azulen/azulen04-big.jpg"><img src="http://www.lambdasyn.org/upload/azulen/azulen04-thumb.jpg" width="130" height="173" border="0"></a></td>
<td align="center"><a href="http://www.lambdasyn.org/upload/azulen/azulen05-big.jpg"><img src="http://www.lambdasyn.org/upload/azulen/azulen05-thumb.jpg" width="130" height="173" border="0"></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>

Edit by Mephisto: bis hierhin Formatierungen editiert

Schritt 2
Nach 6H Wurde auf 0°C gekühlt. Es werden in einem anderen Kühlgefäss auch noch 300ml Pyridin auf -5°C gekühlt.  Auf einer Wage mit Magnetrührer wurden in dem Pyridin  100g Dimethylamin aus einer Druckdose gelöst . Die Mischung erwärmt sich auf ca. 5°C. Diese Prozedur benötigt ca. 10 min.

* Bild 100.JPG
(89.58 KB . 768x1024 - angeschaut 734 Mal)

* Bild 095.JPG
(86.32 KB . 768x1024 - angeschaut 619 Mal)

* Bild 101.JPG
(91.35 KB . 768x1024 - angeschaut 750 Mal)

   
Schritt 3
Wenn die Reaktorinnentemperatur 0°C erreicht hat, kann nach ca. 2H  die Pyridinmischung zugegeben werden. Nach ca. 10ml wird der ganze Inhalt flüssig. Es wurde eine leicht exotherme Rekation beobachtet, die die Temperatur leicht  ansteigen lies. Das Produkt wurde leicht rötlich.  Nach 10min. stieg die Temp auf 6°C an. Nach 20min waren 250ml der Pyridinmischung zugegeben worden und die Temp stieg auf 9°C an je nach dem wie stark gerührt wurde. Nach insgesamt 50 min. war die ganze Mischung zugegeben und die Temp. betrug 6,8°C.  Danach wird die Kühlung ausgeschaltet.
 
Schritt 4
Nach einer Stunde wurde auf 25°C geheizt und 12H gerührt. Nach 6H war ein feiner Niederschlag zu sehen der sich absetzte sobald man den Rührer abgestellte. Eine kleine Probe von 1,7 g mit  1,1 g Pyridin zeigte kein Veränderung der Kristalle. Die Probe war schwarzviollet, metallisch glänzend. Nach total 7H kristallisierte noch mehr aus, die Mischung war aber immer noch gut rührbar. Die Temp. Stieg dabei auf 28°C an

* Bild 094.JPG
(76.73 KB . 768x1024 - angeschaut 583 Mal)


Schritt 5
80g Dicyclopentadien wird über eine Vakuummantelvikreuxkolonne destilliert. Als die Temp. 156°C erreichte, destillierte Cyclopentadien ab bei einer Kopftemperatur von 40-50°C. Es dauerte fast 4H um diese Destillation durchzuführen, daher sollte man genügend Zeit einrechnen und um eine schnelle Destillation zu erreichen etwa 100g von dem Dimer einsetzen.

* Bild 120.JPG
(104.69 KB . 768x1024 - angeschaut 698 Mal)

 
Schritt 6
Der Reaktor wurde mit Argon gespült. 70g Cyclopentadien werden nun durch den Tropftrichter rasch zugegeben. Die NaMeOH Lösung wurde innerhalb von 20 min zugegeben, leichte Abkühlung war beobachtbar. Mit der Zeit wurde das Produkt etwas wärmer, die max. Temp. bei der Zugabe, 26.5° konnte aber durch die Zutropfgeschwindigkeit gut gesteuert werden.

* Bild 121.JPG
(61.26 KB . 768x1024 - angeschaut 549 Mal)


Schritt 7
Ab hier wird bei allen Operationen mit N2 gearbeitet. Nach 4 Tagen stehen wurde der Mantel auf 77°C geheizt, bei der Innentemperatur von
55°C  entweicht Dimethylamin und MeOH. Nach 4H ist der Mantel 125°C heiss und die Produkttemp. 103°C,  Kopftemp. 90°C. Es destillierten ca. 750ml gelbes Destillat ab. Mit zunehmender Kopftemp. Wird das Destillat farblos.

* IMG_0487.JPG
(88.26 KB . 1024x768 - angeschaut 624 Mal)

 
Schritt 8
Alsbald wird 1000ml Pyridin dazugegeben und zwischen dem Kühler und Reaktor noch eine Entnahme für Destillat montiert, um restliches Methanol herauszuholen. So konnte noch ca. 20ml MeOH herausgeholt werden, das farblos war. Die Innentemperatur steigt nun auf 109,5°C an,
schwacher Rückfluss ist erkennbar.

* IMG_0460.JPG
(102.37 KB . 768x1024 - angeschaut 630 Mal)

 
Schritt 9                                                                                                                                                                 
Nach 4 Tagen wird auf 60°C gekühlt und das Pyridin im Wasserstrahlvakuum abdestilliert. Vakuum ca. 50mm Hg Mantel 71°C Produkt 51°C .
Das Destillat ist manchmal farblos und manchmal blau. Da das Vakuum zu schwach war, wurde eine Ölvakuumpumpe dazwischen geschaltet,
so konnte 1100ml abdest. Werden.

* IMG_0593.JPG
(73.41 KB . 768x1024 - angeschaut 593 Mal)

 
Schritt 10                                                                                                                                                           
Nachdem alles erkaltet ist werden 2000ml tech. Hexan zugegeben und kurz zum Rückfluss geheizt, so kann eventuelles Produkt an den Wänden heruntergewaschen werden. Die Mischung ist gut rührbar, es hatte sich fast alles gelöst. Nun wird 4 Stunden gerührt.

Schritt 11                                                                                                                                                                   
Es werden nun 150ml 10% HCl zugegeben, dabei steigt die Temperatur von 19°C auf 27°C, nach einer Stunde Rühren wird der Rührer abgestellt,
eine Stunde stehen gelassen und das Produkt abgetrennt.

Schritt 12                                                                                                                                                                   
Es werden nun 150ml 10% HCl zugegeben, dabei steigt die Temperatur von 24°C auf 26°C, nach einer Stunde Rühren wird der Rührer abgestellt,
eine Stunde stehen gelassen und das Produkt abgetrennt.

Schritt 13                                                                                                                                                                   
Es werden nun 150ml 10% HCl zugegeben, dabei steigt die Temperatur von 23°C auf 25°C, nach einer Stunde Rühren wird der Rührer abgestellt,
eine Stunde stehen gelassen und das Produkt abgetrennt.

Schritt 14                                                                                                                                                                 
Beim öffnen vom Reaktor sah ich dass 1906g salziges Produkt entstanden war, es roch stark nach Pyridin. Beim herausnehmen wurde eine kleine Probe in ein Becherglas gebracht und mit Wenig Hexan gewaschen, dabei löste sich wieder Azulen, an der blauen Farbe des Hexans erkennbar. Die Hexan Salzsäurelösung wurde in einen Scheidetrichter überführt, es war keine klare Phasentrennung sichtbar.

* IMG_0587.JPG
(88.95 KB . 1024x768 - angeschaut 589 Mal)


Schritt 15                                                                                                                                                                   
Da scheinbar noch fiel Produkt in dem Kuchen enthalten war, wurde ein Teil des Kuchens in eine Soxlethülse transferiert ca. 40g und 4 Stunden unter Rückfluss gehalten, so wird mit dem ganzen Kuchen verfahren. Das Hexan scheint ein Azeotrop mit dem Pyridin zu bilden KP 59-63°C. Mit dem Dampf steigt auch etwas Azulen mit, an den Geräten bildeten sich Azulenkristalle. Der Mantel von dem Reaktor hatte eine Temp. Von 80°C -86°C Kp. Hexan 68°C. Nach dem Virten mal Extrahieren wurde die Hülse weggelassen und in den Fuss Glaswolle gelegt, so konnte etwas mehr in derselben Zeit extrahiert werden. Alles in allem wurde 2 Wochen extrahiert, da nur ein 250 ml Soxlet zur Verfügung stand.

* IMG_0534.JPG
(92.01 KB . 768x1024 - angeschaut 624 Mal)

     
Schritt 16                                                                                                                                                                 
Das Pyridin Methanol Gemisch wurde über eine 50cm Vigreux Kolonne Abdest. Siedebeginn 64-114°C die Fraktion 64-113 °C wurde separat aufgefangen 100ml und Pyridin 114°C wurden 900ml zurückgewonnen.

* IMG_0592.JPG
(104.34 KB . 768x1024 - angeschaut 719 Mal)


Schritt 17                                                                                                                                                                 
Das ganze wurde wieder 3x mit 150ml 10% HCl und 1x mit 150 ml Wasser gewaschen. Das gebildete  Salz / Schlamm war mit Wasser nicht lösbar und erschwerte die Trennung. Das Produkt wurde deshalb in einen Scheidetrichter gegossen und so gut es ging das Wasser abgetrennt. Dann der ganze Inhalt über eine Filternutsche filtriert und zurück in den Trichter gegeben. Nun gab es eine Schöne klare Trennung. Das Wasser wurde abgetrennt und der Inhalt mit 3 Gehäuften Spatel Natriumsulfat getrocknet.

Schritt 18                                                                                                                                                                 
Nach dem Trocknen wurde das Gemisch in den gereinigten Reaktor transferiert und über eine 50cm Vigreuxkolonne destilliert. Mantel temp 84°C Innentemp. 64°C so konnte eine gute dest Geschwindigkeit erreicht werden ohne das all zufiel Azulen überdestillierte, es stieg ca. 40cm in der Kolonne. Das Destillat hatte einen hauch von einem Blaustich.

* IMG_0487.JPG
(88.26 KB . 1024x768 - angeschaut 624 Mal)

   
Schritt 19                                                                                                                                                                     
Da Alox Basisch Aktivitätsstuffe 2 nicht im Handel erhältlich ist, wurde es selber hergestellt. 200,000gr Alox Aktivitätstuffe 1 wurde in einem Trockenschrank 6 Stunden auf 120°C geheizt. Danach wurde es noch heiss gewogen, es hatte ein Gewicht von 200,635gr weshalb eine Gewichtszunahme stattfand ist mir  allerdings rätselhaft. 194,0 gr wurden in einen Rotovab Kolben eingewogen und 6 gr Wasser zugegeben. Dann wurde 6 Stunden unter rühren gemischt. Es entstand ein homogenes Gemisch das fliesfähig ist, es wird in einer gut schliessbaren Flasche bis zur weiteren Verwendung aufbewahrt.

* IMG_0594.JPG
(58.98 KB . 1024x768 - angeschaut 574 Mal)

 
Schritt 20
Das Chromatographierohr ist ca. 30mm im Aussendurchmesser mit einer P0 Fritte und Druckausgleich ausgestattet. Die Füllhöhe vom Alox ist 370mm. Zuerst wird das Alox zugegeben und dann das Hexan, das überstehende Hexan wird bis 1mm über der Aloxsschicht abgelassen und nun das Azulen Gemisch Chromatographirt.  Schön zu sehen sind die Verunreinigungen.

* IMG_0618.JPG
(45.84 KB . 768x1024 - angeschaut 571 Mal)

* IMG_0617.JPG
(98.91 KB . 768x1024 - angeschaut 846 Mal)

* IMG_0623.JPG
(101.65 KB . 768x1024 - angeschaut 733 Mal)


Schritt 21
Das Hexangemisch wird im Rotovab über eine 500mm Vigreux Kollonne abdestilliert. 

* IMG_0624.JPG
(80.39 KB . 1024x768 - angeschaut 650 Mal)

   
Schritt 22
Das schwach Hexanfeuchte feuchte Produkt, wurde in eine Flasche transfairiert, im Vakuumexsikkator 2 Stunden getrocknet.
 
Schritt 23                                                                                                                                                                     
Mit dem Tottoli wurde der mp. Bestimmt. Es war ein Scmelzbereich. Er betrug 95-98°C
 
Schritt 24
Im Exikkator wurden noch die letzten Hexanspuren im Vakuum 2 Stunden lang entfernt.  Es ist auch hier schon merklich flüchtig. Die Literaturausbeute ist ca. 50g.  Die Ausbeute Betrug  30gr dies entspricht ca.30% d.Th. vermutlich ist noch etwas Produkt in dem Schlamm enthalten. Durch die unerwarteten langen Operationen kann auch noch ein beträchtlicher Teil verloren gegangen sein. So wie durch Reinigungsoperationen.                                         

Dies war eine Gemeinschaftssynthese von 2Bestyle und mir.
Besten Dank an 2Bestyle der das Korrekturlesen machte. :-D
« Letzte Änderung: 11. Januar 2014, 15:13:37 von Phil »
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Mephisto

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Re: Herstellung von Azulen [mit Fotos]
« Antwort #1 am: 10. Oktober 2009, 23:31:06 »
Exzellent. Dieser Beitrag ist wirklich ein (Roh-)Diamant. Karma +1 (und auch für 2bestyle). Sehr gute Arbeit.

An der Formatierung kann man noch etwas machen, da helfe ich Dir gern. Aber inhaltlich ist das wirklich toll. So eine Säule mit Alox anstatt Kieselgel (hier eher Säulenfiltration) ist ebenfalls interessant zu sehen; schönes Foto der Säule nebenbei. Überhaupt sind die vielen Fotos gut. Schade, dass manche Nahaufnahmen ohne Makro-Funktion unscharf wurden. Wo ist eigentlich ein Bild vom Produkt? Du hast mir mal geschrieben, dass Du ein DC vom Produkt gemacht hast. Kannst Du das auch fotografieren oder scannen und hochladen?

Nochmal ein RIESENLOB [daumenhoch]!

PS: Falls der Speicherplatz für Bilder im ersten Beitrag nicht mehr ausreicht, pack sie einfach in einen zweiten Beitrag.
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Re: Herstellung von Azulen [mit Fotos]
« Antwort #2 am: 11. Oktober 2009, 11:28:48 »
Auch von mir ein großes Lob.
Ich habe nur jemanden bei mir im Praktiukm das Zeug kochen sehen und habe meine Finger gekreuzt das dieser Kelch an mir vorbei gegangen ist.
Natürlich ist das eine super Synthese zu einem interessanten Stoff, allerdings schreckt mich die ganze panscherei mit Literweise Pyridin doch eher ab. Würd ich nicht so gern zuhaus machen wollen :)

Als Tip für Personen die die Synthese nachkochen wollen. Anstatt gasförmiges Dimethylamin kann man auch das CO2 Dimethylamincarbaldehyd
verwenden. Das hat den Vorteil das man nicht mit dem Gas arbeiten muss sondern einfach eine Flüssigkeit abmisst.

Nochmal großes Lob :)

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Re: Herstellung von Azulen [mit Fotos]
« Antwort #3 am: 11. Oktober 2009, 12:47:05 »
Ganz großes Lob von mir, super Synthese... Danke für deine großen Bemühungen und die Dokumentationen fürs Forum. Als Admin hätte ich dir dafür 2-Karma Punkte gegeben  ::-)

Weiter so!

Edit by Mephisto: Diese herzlosen Admins, lol. Karma auf 2+ für Phil erhöht.
« Letzte Änderung: 11. Oktober 2009, 19:04:50 von Mephisto »
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Re: Herstellung von Azulen [mit Fotos]
« Antwort #4 am: 11. Oktober 2009, 15:09:25 »
Besten Dank für das schöne Echo von Euch allen und die Karma's. Ganz besonders für die Aussage dass der Beitrag eine Perle ist freut uns Beide speziell,
da es mehr Arbeit gab als man denkt, sie ist hier nicht richtig zu sehen, machte aber Freude und es entstanden auch Freundschaften.

Ich konnte das DC noch nicht machen mangels Zeit. Wird aber nachgeliefert.

Den Beitrag in 2-Teile zu machen währe das beste wegen den Photos, brauche aber dazu deine Hilfe Mephisto, weil es ja zu einander Passen sollte, mit dem Formatieren währe ich Dir auch Dankbar wenn Du helfen könntest.

Habe das Dokument hochgeladen, für die wo es gerne herunterladen möchten. Die Endung RAR durch EXE ersetzen, so erhaltet Ihr ein selbst entpackende RAR Datei. Sie ist Virenfrei. Sie enthält noch etwas mehr an Photos.

Das Photografieren war nicht ganz einfach, da ich einerseits den Apparat noch nicht gut kannte und die Lichtverhältnisse, sowie verspiegelte Oberflächen teilweise ein Problem darstellten, dafür entschuldige ich mich. Aber daraus kann man gut lernen. ;-D
« Letzte Änderung: 11. Oktober 2009, 16:02:12 von Phil »
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Re: Herstellung von Azulen [mit Fotos]
« Antwort #5 am: 11. Oktober 2009, 20:37:15 »

Edit by Mephisto: Diese herzlosen Admins, lol. Karma auf 2+ für Phil erhöht.

Danke dir ;-)
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Re: Herstellung von Azulen [mit Fotos]
« Antwort #6 am: 11. Oktober 2009, 21:26:20 »
Danke Butandiolmonoacrylat, dass Du ein Steinherz erweichen kontest  :-D ;-D
Danke für das +Karma Mephisto und die Bessere Formatierung.  :-) :-)
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Re: Herstellung von Azulen [mit Fotos]
« Antwort #7 am: 17. Oktober 2009, 19:33:31 »
Nun kommt das Versprochene DC.

Schicht DC - Fertigplatte Kieselgel 60 Merck¨
Fliesmittel 7ml Toluol + 3 ml Ethylacetat
Laufstrecke 7cm
Laufzeit 20 min.

Sprühreagenz
0,25g 4-(Dimethylamino)-benzaldehyd
50g Essigsäure 99,8%
5g ortho-Phosphorsäure 85%
Werden gemischt. Die Lösung ist in braunen Flaschen Monatelang haltbar.

Durchführung
Azulen wurde in Hexan aufgenommen und 2mü auf die Platte aufgetragen, die Platte wird in eine Doppeltrogkammer gestellt und 20 min stehen gelassen. Dann wird die Platte bei 80°C 10min. getrocknet und mit dem Sprühreagenz eingesprüht, wiederum wird bei 80°C 20min. entwickelt.
Ich hatte rohes Azulen und reines aufgetragen, man sieht bei beiden Laufstrecken keine Verunreinigung, vermutlich muss in das Laufmittel noch etwas Wasser gegeben werden. Ich werde es zu einem späteren Zeitpunkt einmal ausprobieren, oder hat schon Jemand eine Methode gesehen wie dies am besten gemacht wird?
* Chromatogramm 002.jpg
(3.04 KB . 208x384 - angeschaut 526 Mal)

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Re: Herstellung von Azulen [mit Fotos]
« Antwort #8 am: 17. Oktober 2009, 22:09:01 »
Es kommt immer darauf an was Du als eventuelle Verunreinigungen vermutest. Oft sind es nicht vollständig umgesetzte Edukte. Das Dimethylaminobenzaldehyd dient nur zum Nachweis primärer Aminogruppen, Pyrrol- und Indol-Derivaten. Du hast die Merck DC-Platten mit Fluoreszenz-Indikator. Also könntest Du vorhandene Edukte im UV-Licht sehen. Allerdings weiß ich nicht ob Du eine UV-Lampe mit 254 nm hast (es ist nicht Schwarzlicht; DC-Platte erscheint Fluoreszenz-Grün).

Zum Laufmittel gibt man an sich kein Wasser. Die Polarität wird einfach durch einen höheren Ethylacetat-Anteil erhöht. Ich las, Du hast Dein Produkt in Hexan gelöst, wieso hast Du dann Toluol im Laufmittel verwendet und nicht das Hexan?
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Re: Herstellung von Azulen [mit Fotos]
« Antwort #9 am: 17. Oktober 2009, 22:39:06 »
Allerdings weiß ich nicht ob Du eine UV-Lampe mit 254 nm hast (es ist nicht Schwarzlicht; DC-Platte erscheint Fluoreszenz-Grün).

Ich las, Du hast Dein Produkt in Hexan gelöst, wieso hast Du dann Toluol im Laufmittel verwendet und nicht das Hexan?
Ich habe beide Lampen, in beiden Lichtern 254 nm und 361 nm konnte man nichts erkennen, weder andere Flecken noch sonst etwas aussergewöhnliches.
Ich verwendete Toluol weil es weniger flüchtig ist als Hexan. Da Hexan aber schnell von der Platte verschwindet beim auftragen, kann es keine Verfälschung des Laufmittels geben.
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Phil

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Re: Herstellung von Azulen [mit Fotos]
« Antwort #10 am: 31. Dezember 2009, 12:01:22 »
Ich habe die HPLC-Analyse des Azulens gemacht:
4.6 mg in 40 ml Methanol gelöst, klare Lösung (Königsblau). 40 ml Wasser dazu, keine Ausfällung.
Davon 20 l eingespritzt.
Säule: RP 18, 4.6 x 120 mm.
Laufmittel: Methanol-Wasser 1:1 (w/w)
Fluss: 1 ml / min.
Detektion:
1. Lauf: 220 nm
2. Lauf: 254 nm

Bei 220 nm war eine Verunreinigung von ca. 0.12 Flächen% bei 9.66 min. sichtbar.

Ich hatte keinen Standard, um das Produkt zu quantifizieren, aber ich nehme an, dass es ziemlich rein ist.

* HPLC.rar
(1039.11 KB - runtergeladen 218 Mal)
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Re: Herstellung von Azulen [mit Fotos]
« Antwort #11 am: 31. Dezember 2009, 13:04:42 »
0.12 Flächen % ist doch schon mal sehr gut.
Meinst du das du bei anderen WEllenlängen ggf. noch Verunreinigungen sehen könntest ?! Ich hab zu wenig Ahnung von HPLC :)

Phil

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Re: Herstellung von Azulen [mit Fotos]
« Antwort #12 am: 31. Dezember 2009, 13:13:47 »
Ich selber habe auch keine Ahnung von HPLC ein Freund hatte es gemacht. :-)
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Re: Herstellung von Azulen [mit Fotos]
« Antwort #13 am: 13. Januar 2010, 02:11:49 »
Bei 220 nm sollte man jegliche aromatische Verunreinigungen gut sehen koennen, ausser vielleicht Benzol selbst.
http://www.emeraldinsight.com/fig/0870270201003.png

Da das Hauptprodukt, Azulen, blau ist, sollte es im langwelligem rotem Bereich absorbieren. Die Elutionsspektren von 220 u zB 620 nm sollten aufschlussreich sein.
Ist der Elutionspeak in der roten Region symetrisch und scharf, ohne Seitenpeaks/Schulter im 220 nm Bereich? Dann hast Du wohl dort sauberes Azulen :)

Phil

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Re: Herstellung von Azulen [mit Fotos]
« Antwort #14 am: 25. Januar 2010, 20:59:12 »
Ich konnte noch ein IR machen lassen.
Als vergleich habe ich zwei IR von Fluka dazugegeben.
* Azulen IR Fluka.pdf
(13.87 KB - runtergeladen 182 Mal)
* FT-IR Raman Azulen.pdf
(22.58 KB - runtergeladen 185 Mal)

Aufgenommenes Spektrum siehe nächster Beitrag.
« Letzte Änderung: 31. Januar 2010, 22:43:00 von Mephisto »
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Re: Herstellung von Azulen [mit Fotos]
« Antwort #15 am: 29. Januar 2010, 23:06:16 »
per Email von Phil eingeschickt
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Re: Herstellung von Azulen [mit Fotos]
« Antwort #16 am: 21. April 2010, 20:30:09 »
Super Synthese, gerade in dem großen Maßstab!
Um das Problem mit der Wellenlänge zu lösen, wäre ein Einsatz von einem DAD-Detektor auch sinnvoll gewesen, falls dir sowas zur Verfügung gestanden hätte  :-)?

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Re: Herstellung von Azulen [mit Fotos]
« Antwort #17 am: 24. November 2015, 23:07:18 »
Auch 5,5 Jahre später nochmal mein größtes Lob für die Azulen-Synthese. Da ich gerade selber ein wenig mit Azulen arbeite habe ich mir das mal angeschaut. Ich bin froh die Synthese nicht daheim gemacht haben zu müssen  ;-D

Als Laufmittel für die DC eignet sich auch Heptan/Ethylacetat (5:1), Rf=0,745
Ohne Fixieren des Azulens verfüchtigt sich dieses natürlich von der DC, jedoch bekommt man einigen Minuten ein recht sauberes Bild.


* IMG_20151124_1313422 (Large).jpg
(47.76 KB . 1080x323 - angeschaut 245 Mal)


Rechts Azulen-Referenz (Edukt), links mein rohes Reaktionsgemisch (direkte Borylierung von Azulen via B2pin2/[Ir(cod)Cl]2/bpy)
« Letzte Änderung: 24. November 2015, 23:27:38 von NI2 »

Phil

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Re: Herstellung von Azulen [mit Fotos]
« Antwort #18 am: 25. November 2015, 05:42:08 »
Danke für das Lob, ja es war ein schönes Projekt. Fiel Arbeit und denk Aufgaben. Danke für den Tip mit dem Laufmittel. Auch Dir ein gutes Gelingen. :-)
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Heuteufel

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Re: Herstellung von Azulen [mit Fotos]
« Antwort #19 am: 27. November 2015, 22:42:49 »
Zitat
Als Laufmittel für die DC eignet sich auch Heptan/Ethylacetat (5:1), Rf=0,745
Auf Silikagel oder Alox? Diese Iridium-katalysierten Borylierungen sind echt toll... so einfach durchzuführen, und man kann fast jeden Aromaten damit in eine Boronsäure überführen. :)

Zitat
Auch 5,5 Jahre später nochmal mein größtes Lob für die Azulen-Synthese. Da ich gerade selber ein wenig mit Azulen arbeite habe ich mir das mal angeschaut. Ich bin froh die Synthese nicht daheim gemacht haben zu müssen  Grin
Also von mir gibt es auch nochmal irgendwann Azulen. Ich fand die Synthese und die mögliche Folgechemie so interessant, dass ich das auch mal kochen wollte. Ich habe schon alle benötigten Chemikalien bei mir rumstehen, und das fast schon fast ein Jahr lang, nur die Zeit/Motivation war bisher nicht vorhanden.

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Re: Herstellung von Azulen [mit Fotos]
« Antwort #20 am: 28. November 2015, 05:15:00 »
Ich meinte natürlich Silica, war keine Absicht diese Information vorzuenthalten, jedoch meine ich immer Silica 60, F254 wenn ich keine weiteren angaben mache, Alox oder RP-Platten würde ich extra erwähnen ;)
Ja die Einfachheit der Borylierungen ist bestechend, oft sieht man jedoch den Einsatz von tBu2bpy, beim Azulen hab ich ein Paper gefundne was es mit bpy macht. (Ausbeuten bisher im Paper sind mäßig, meine vermutlich schlechter  ::-) ) Schön ist aber, dass man das Azulen beim Säulen problemlos rückgewinnen kann, auch wenn das Abrotieren und Trocknen nicht ganz so einfach ist, da es schön in den Roti sublimiert.

Heuteufel

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Re: Herstellung von Azulen [mit Fotos]
« Antwort #21 am: 28. November 2015, 17:46:42 »
Ich habe auch nur gefragt, weil mir so war, als würden Azulen und seine Derivate typischerweise immer an Alox gesäult (was aber auch historische, oder gar keine besonderen Gründe haben kann).

Ich halte mich jetzt mal mit weiteren Fragen zurück... wenn es kein Projekt an der Uni ist (was ich aus dem nachfolgenden Grund hoffe), werde ich noch früh genug alle Details dieser Versuche auf Illumina nachlesen können.  ;-)
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