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Autor Thema: Birchreduktion - Ein paar Fragen  (Gelesen 3384 mal)
Dithmarscher
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« Antworten #15 am: 17. März 2010, 19:27:43 »

Würde also folgende Anleitung funktionieren...

Konz. NaOH wird auf NH4Cl( oder ein anderes Salz) getropft wobei NH3 Gas entsteht. Dieses leitet man durch zwei mit CaCl2 gefüllte Trockentürme und anschließend verflüssigt man das NH3- Gas durch ein Aceton/ Trockeneis- Bad. Auf diese Weise stellt man 50 g flüssiges NH3 her und gibt anschließend stückchenweise 1mol Li/Na hinzu wobei sich die Lösung tiefblau färbt. Nun gibt man unter Rühren 0,5 Mol der Ausganssubstanz in 1Mol MeOH/ EtOH hinzu.
Nach 10 min entfernt man das Kältebad und absorbiert das verflüchtigende NH3- Gas in verdünnter Säure. Schlussendlich füllt man mit 100 ml 2% NaOH auf und ethert 3x mit 100ml Diethylether aus, trocknet über MgSO4, entfernt den Ether und fertig.

Das wäre ja mal ne schöne Reaktion für Privatpersonen die sich nicht beim Chemikalienkauf ständig rechtferigen wollen( Ether ist übrigens in Motorstarthilfen enthalten und das noch in recht reiner Form)  Zwinkern
Gruß Patrick

- Die Ausgangssubstanz zur NH3-Alkali-Lösung hinzuzugeben ist nicht so toll, weil es zur teilweisen "Überreduzierung" kommen kann. Lieber umgekehrt.
- Die Ausgangssubstanz in EtOH oder MeOH hinzu zu geben wäre nicht sonderlich effektiv, da diese auch mit dem Na reagieren und somit den Ertrag mindern würden. Lieber direkt in NH3 lösen. Und wenns unbedingt sein soll dann in in was inertem was nicht stört wie THF, Et2O, (Di)Ethylamin etc..
- Ausgangsasubstanz darf, falls es sich um eine Base handelt, nur die freie Base sein... ansonsten brauchst du 1,5 mol Natrium. Vielleicht könnten auch 0,5mol wasserfreies NaOH oder sogar Na2CO3 im NH3 aushelfen.
- Direktes hinzufügen von NaOH zur Aufarbeitung ist eher gefährlich. Wenn du NaOH direkt drauf geben würdest würde dir alles nicht reagierte Na-Metall um die Ohren fliegen! Also müsste man erst mit EtOH oder IPA nicht reagiertes Natium entfernen.
- 50ml NH3 erscheinen mir viel zu wenig in der Praxis!
« Letzte Änderung: 17. März 2010, 19:57:56 von Dithmarscher » Beitrag melden   Gespeichert
Patrick
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« Antworten #16 am: 18. März 2010, 12:06:02 »

- Die Ausgangssubstanz zur NH3-Alkali-Lösung hinzuzugeben ist nicht so toll, weil es zur teilweisen "Überreduzierung" kommen kann. Lieber umgekehrt.
- Die Ausgangssubstanz in EtOH oder MeOH hinzu zu geben wäre nicht sonderlich effektiv, da diese auch mit dem Na reagieren und somit den Ertrag mindern würden. Lieber direkt in NH3 lösen. Und wenns unbedingt sein soll dann in in was inertem was nicht stört wie THF, Et2O, (Di)Ethylamin etc..
- Ausgangsasubstanz darf, falls es sich um eine Base handelt, nur die freie Base sein... ansonsten brauchst du 1,5 mol Natrium. Vielleicht könnten auch 0,5mol wasserfreies NaOH oder sogar Na2CO3 im NH3 aushelfen.
- Direktes hinzufügen von NaOH zur Aufarbeitung ist eher gefährlich. Wenn du NaOH direkt drauf geben würdest würde dir alles nicht reagierte Na-Metall um die Ohren fliegen! Also müsste man erst mit EtOH oder IPA nicht reagiertes Natium entfernen.
- 50ml NH3 erscheinen mir viel zu wenig in der Praxis!

Ich würde nur deshalb einen Alkohol hinzufügen wollen, da ich gelese hatte, dass ein Protonenspender notwendig ist und du hast jetzt davon nichts geschrieben. Wobei es doch nicht schlimm ist wenn sich EtONa bildet, sollte halt nur vorher ein H mit der Ausganssubstanz reagiert haben.
 Hab aber auch irgendwo gesehen, dass man NH4Cl als Protonenspender nehmen könnte. So dass sich ...
NH4Cl+Na --> NH3+NaCl+H bildet. Aber in welcher Reihenfolge muss ich jetzt was mischen damit die Reaktion glückt. Würde mich auch sehr über eine fertige SYnthesevorschrift freuen, die recht einfach durchführbar ist

Gruß
« Letzte Änderung: 18. März 2010, 12:30:29 von Patrick » Beitrag melden   Gespeichert
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« Antworten #17 am: 21. März 2010, 15:15:44 »

Hier eine tolle Vorschrift die nahe bei Raumtemperatur und 1 atm durchgeführt werden kann:

Zitat
Procedure 1: Reduction of benzene to 1,4-cyclohexadine.
In a 500-mL, 2-necked, round-bottomed flask tted with a reflux condenser and a stirring bar were placed tert-butanol (72 g, 0.963 mol, 2.85 equivalents), dry benzene (27.3 g, 0.35 mol, 1 equivalent) and dry THF (120 mL). The flask was attached to gas ammonia (NH3) whose pressure was approximately 1 atmosphere (atm) and the resulting solution was stirred. The reaction mixture was cooled in an icewater bath and then freshly cut lithium (7.35 g, 1.05 g-atom, 3 equivalents) was added over 3-5 min. The temperature of the bath was allowed to rise gradually to room temperature. After the addition of lithium was completed, the reaction mixture was stirred for 5 h. Two phases appeared in the reaction mixture.
The top and bottom phases were brown and gray, respectively. The mixture was cooled in an ice-water bath again. Cold water was added slowly and carefully to the flask until all the lithium was consumed, as evidenced by the conversion of the colors to white. The reaction mixture was poured into a mixture (250 g) of water and ice and was acidi ed with the addition of 2 N cold hydrochloric acid. The organic layer was separated and washed with cold water (100 mL), a solution of NaHCO3 (5%, 50 mL) and water (75 mL), in order that. The reduction product, 1,4-cyclohexadiene, was dried over CaCl2 and ltered. The yield (23.5 g) and conversion of the reaction were 84% and 100%, respectively.
Quelle: http://tvv2008.blogspot.com/2009/11/convenient-procedures-for-birch.html

Die sieht doch gut aus!
Kann jemand erklären was das Tert-Butanol genau bringt?
« Letzte Änderung: 21. März 2010, 17:27:55 von Dithmarscher » Beitrag melden   Gespeichert
Patrick
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« Antworten #18 am: 21. März 2010, 18:16:14 »

Das tert-Butanol stellt den Wasserstoff zur Verfügung den das Benzol aufnimmt und bindet das Li

Gruß
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