Würde also folgende Anleitung funktionieren...
Konz. NaOH wird auf NH4Cl( oder ein anderes Salz) getropft wobei NH3 Gas entsteht. Dieses leitet man durch zwei mit CaCl2 gefüllte Trockentürme und anschließend verflüssigt man das NH3- Gas durch ein Aceton/ Trockeneis- Bad. Auf diese Weise stellt man 50 g flüssiges NH3 her und gibt anschließend stückchenweise 1mol Li/Na hinzu wobei sich die Lösung tiefblau färbt. Nun gibt man unter Rühren 0,5 Mol der Ausganssubstanz in 1Mol MeOH/ EtOH hinzu.
Nach 10 min entfernt man das Kältebad und absorbiert das verflüchtigende NH3- Gas in verdünnter Säure. Schlussendlich füllt man mit 100 ml 2% NaOH auf und ethert 3x mit 100ml Diethylether aus, trocknet über MgSO4, entfernt den Ether und fertig.
Das wäre ja mal ne schöne Reaktion für Privatpersonen die sich nicht beim Chemikalienkauf ständig rechtferigen wollen( Ether ist übrigens in Motorstarthilfen enthalten und das noch in recht reiner Form)

Gruß Patrick
- Die Ausgangssubstanz zur NH3-Alkali-Lösung hinzuzugeben ist nicht so toll, weil es zur teilweisen "Überreduzierung" kommen kann. Lieber umgekehrt.
- Die Ausgangssubstanz in EtOH oder MeOH hinzu zu geben wäre nicht sonderlich effektiv, da diese auch mit dem Na reagieren und somit den Ertrag mindern würden. Lieber direkt in NH3 lösen. Und wenns unbedingt sein soll dann in in was inertem was nicht stört wie THF, Et2O, (Di)Ethylamin etc..
- Ausgangsasubstanz darf, falls es sich um eine Base handelt, nur die freie Base sein... ansonsten brauchst du 1,5 mol Natrium. Vielleicht könnten auch 0,5mol wasserfreies NaOH oder sogar Na2CO3 im NH3 aushelfen.
- Direktes hinzufügen von NaOH zur Aufarbeitung ist eher gefährlich. Wenn du NaOH direkt drauf geben würdest würde dir alles nicht reagierte Na-Metall um die Ohren fliegen! Also müsste man erst mit EtOH oder IPA nicht reagiertes Natium entfernen.
- 50ml NH3 erscheinen mir viel zu wenig in der Praxis!