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  • 24. November 2017, 17:36:53

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Autor Thema: P4 in CS2 + Iod Reaktionstemperatur?  (Gelesen 296 mal)

DieMaus

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P4 in CS2 + Iod Reaktionstemperatur?
« am: 21. Oktober 2017, 00:32:58 »
Hallo,

ich habe folgendes Reaktionsschema:

weißer Phosphor     + Iod  →→→→→ Phosphortriiodid

         P4                    + 6 I2  →→→→→ 4 PI3

Die ganze Reaktion soll in einer Vakuumatmosphäre mit niedrigem Druck stattfinden nur fehlt mir die Temperatur bei der die Edukte optimal reagieren und mein gewünschtes Produkt heraus kommt.
Ich habe mir schon einen anderen Thread durchgelesen, das Kernthema war jedoch Iodwasserstoffsäure...die interissiert mich aber nicht. Ich will Phosphortriiodid herstellen.

Das soll in einer Vakuumatmosphäre reagieren da ich kein Phosphorpentoxid herstellen möchte (auch wenn das in einer Schutzatmosphäre ist, muss nicht sein. Ich will einfach kein Risiko eingehen, was ich aber ohnehin schon mache).
Dann wäre noch eine Frage zum weißen Phosphor...wie verhält der sich denn wenn er in einer sauerstofffreien Umgebung als Lösung erhitzt wird? Explodiert der dann? Oder findet meine erhoffte planmäßige Reaktion statt??? Ich bin mir da ziemlich unsicher...ein guter Tipp zur passenden Temperatur und einen kleinen Einblick in das verhalten von P4 wäre ganz schön.

Ich habe im Anhang noch die verschiedenen Phosphormodifikationen rausgekramt (ich hoffe das Anhängen klappt, weil in der Vorschau war nix zu sehen). Da stehen sämtliche Temperaturen und viele viele Angaben dazu...kann ich daraus evt. die Optimaltemp. ermitteln?

Phosphortriiodid ist ein roter Feststoff (ist der weiße Phosphor wieder in seine roter Form mit dem Iod verschmolzen?...sry für die Aussprache...daran muss ich noch ein wenig arbeiten).

Viele Grüße,

dieMaus!

PS. Ich gucke heute Nachmittag nochmal nach dem Thread...nicht wundern ich muss noch einiges erledigen. Bis dann!

Phil

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Re: P4 in CS2 + Iod Reaktionstemperatur?
« Antwort #1 am: 21. Oktober 2017, 12:58:33 »
Ich halte nichts davon diese Reaktion im Vakuum durchzuführen, aber unter Inertgas. CS2 ist extrem feuergefährlich und gehört nicht in unerfahrene Hände, er ist sehr giftig und entzündet sich schon bei heissen Oberflächen wie zB. an einem Wasserbad bei 100°C, sei also vorsichtig! Informiere Dich bitte Hier.
 
Phosphortrijodid PJ3
Phosphortrijodid kann aus rotem P oder aus farblosem, in CS2 gelöstem P durch Umsetzung mit einer Lösung von J in CS2 dargestellt werden:
P + J2->PJ3

Nach Germann und Traxler muß besonderes Gewicht auf die Verwendung von sorgfältigsten
gereinigtem CS2 gelegt werden. Unreiner, S-haltiger CS2 veranlasst die Bildung
von geschwefeltem PJ3, durch dessen Anwesenheit der Schmelzpunkt erniedrigt wird.

Reinigung der Reagenzien
a) J o d wird durch Verreiben mit KJ und anschließende Sublimation gereinigt.
b) Roter Phosphor soll möglichst wenig der Luft ausgesetzt gewesen sein. Er
wird mit frisch gereinigtem CS2 gewaschen, um farblosen P zu entfernen. - farbloser Phosphor des Handels ist meist genügend rein.
c) Schwefelkohlenstoff größter Reinheit wird in einer Schliffflasche mit Anteilen
von reinem Hg geschüttelt, bis freier S entfernt ist. Dies erfordert längere
Einwirkung mit mehreren Anteilen Hg. Die Behandlung ist so lange fortzusetzen,
bis auf der blanken Oberfläche von frisch zugesetztem Hg nur noch ein leichter
Anflug nach mehreren Minuten erscheint. Dann wird filtriert, destilliert und sogleich
verbraucht.
I. Darstellung mit rotem Phosphor
Die erforderliche Menge J wird im CS2 gelöst und roter P im Überschuss hinzugefügt.
Nach dem Verschwinden des freien J wird die dunkelrote, undurchsichtige
Lösung von unverbrauchtem P abfiltriert und der CS2 auf einem Sandbade fast
ganz ab destilliert. Dann lässt man die Lösung über Nacht erkalten, dekantiert die
Mutterlauge ab und erwärmt die zurückbleibenden Kristalle leicht.
II. Darstellung mit farblosem Phosphor
Man löst 1 g farblosen P in CS2 und 12,27 g J in CS2. Beide Lösungen werden ohne
Verlust gemischt, und die Mischung wird wie unter I. weiterverarbeitet.
Eigenschaften:
Dunkelrote, säulenförmige Kristalle. F. 61 °C. An feuchter Luft tritt schnell Zersetzung ein,
PJ3 muss deshalb über CaCl2 aufbewahrt werden.
Literatur
F. E. E. Germann u. R. N. Traxler, J. Amer. Chem. Soc. 49, 307 (1927).
« Letzte Änderung: 21. Oktober 2017, 13:12:16 von Phil »
Nicht die Gewalt einiger weniger ist gefährlich, sondern das Schweigen der Masse.
Wer suchet der findet. Wer drauftritt, verschwindet. Alte Mienenregel.
Heute ist nicht alle Tage ich komm wieder keine Frage.
Die Indianer konnten die Einwanderung nicht stoppen, darum leben Sie heute in Reservaten.

DieMaus

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Re: P4 in CS2 + Iod Reaktionstemperatur?
« Antwort #2 am: 21. Oktober 2017, 15:03:20 »
Ich halte nichts davon diese Reaktion im Vakuum durchzuführen, aber unter Inertgas. CS2 ist extrem feuergefährlich und gehört nicht in unerfahrene Hände, er ist sehr giftig und entzündet sich schon bei heissen Oberflächen wie zB. an einem Wasserbad bei 100°C, sei also vorsichtig! Informiere Dich bitte Hier.

Ok...und warum [shocked]? (Ich bin jetzt neugierig geworden...ist das schlechter...eigt. ja nicht oder?)...wenn es sinnige Gegengründe (bitte nicht falsch verstehen) gibt würde ich die gerne wissen (man lernt nie aus). Als Inertgas würde ich dann N2 verwenden oder SF6.

Zitat
Phosphortrijodid PJ3
Phosphortrijodid kann aus rotem P oder aus farblosem, in CS2 gelöstem P durch Umsetzung mit einer Lösung von J in CS2 dargestellt werden:
P + J2->PJ3

Die Methode mit dem roten Phosphor ist "ungefährlicher" (CS2 ist dennoch vorhanden)...also ein weniger leicht reaktiver Gefahrenstoff dabei...gut :)

Zitat
Nach Germann und Traxler muß besonderes Gewicht auf die Verwendung von sorgfältigsten
gereinigtem CS2 gelegt werden. Unreiner, S-haltiger CS2 veranlasst die Bildung
von geschwefeltem PJ3, durch dessen Anwesenheit der Schmelzpunkt erniedrigt wird.

Mein CS2 hat eine Reinheit von 99,5%, der Schmelzpunkt sollte also nicht erniedrigt werden.

Zitat
Reinigung der Reagenzien
a) J o d wird durch Verreiben mit KJ und anschließende Sublimation gereinigt.
b) Roter Phosphor soll möglichst wenig der Luft ausgesetzt gewesen sein. Er
wird mit frisch gereinigtem CS2 gewaschen, um farblosen P zu entfernen. - farbloser Phosphor des Handels ist meist genügend rein.
c) Schwefelkohlenstoff größter Reinheit wird in einer Schliffflasche mit Anteilen
von reinem Hg geschüttelt, bis freier S entfernt ist. Dies erfordert längere
Einwirkung mit mehreren Anteilen Hg. Die Behandlung ist so lange fortzusetzen,
bis auf der blanken Oberfläche von frisch zugesetztem Hg nur noch ein leichter
Anflug nach mehreren Minuten erscheint. Dann wird filtriert, destilliert und sogleich
verbraucht.

Das CS2 sollte nicht geschüttelt werden. Ansonsten liegen alle Edukte in Reinform vor. War auch entsprechend teuer.

Zitat
I. Darstellung mit rotem Phosphor
Die erforderliche Menge J wird im CS2 gelöst und Prot im Überschuss hinzugefügt.
Nach dem Verschwinden des freien J wird die dunkelrote, undurchsichtige
Lösung von unverbrauchtem P abfiltriert und der CS2 auf einem Sandbade fast
ganz ab destilliert. Dann lässt man die Lösung über Nacht erkalten, dekantiert die
Mutterlauge ab und erwärmt die zurückbleibenden Kristalle leicht.

Diese Methode werde ich wahrscheinlich anwenden.

Zitat
II. Darstellung mit farblosem Phosphor
Man löst 1 g farblosen P in CS2 und 12,27 g J in CS2. Beide Lösungen werden ohne
Verlust gemischt, und die Mischung wird wie unter I. weiterverarbeitet.
Eigenschaften:
Dunkelrote, säulenförmige Kristalle. F. 61 °C. An feuchter Luft tritt schnell Zersetzung ein,
PJ3 muss deshalb über CaCl2 aufbewahrt werden.

Diese Methode gefällt mir auch ganz gut, da die Lösung ohne Verlust gemischt wird...bzw. Überschuss. Ich weiss das P4 sich auch super in CS2 löst :)
Also die Edukte werden nicht wirklich erhitzt...sondern nur am Ende wird das Produkt leicht erwärmt. Ok.

Zitat
Literatur F. E. E. Germann u. R. N. Traxler, J. Amer. Chem. Soc. 49, 307 (1927).

Hast du dir das Buch gekauft?

Also um nochmal auf Nummer sicher zu gehen...es wird nur am Ende leicht erwärmt...nichts erhitzt...das Sandbad auch nicht (habe ein Sandbad mit stufenloser Temperaturregelung, deswegen frage ich--> Dann kann das teure Gerät mal genutzt werden ^_^ und ist nicht nur Schmuck :-[)?

Danke für die erste Hilfe!

Gruß DieMaus!

Phil

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Re: P4 in CS2 + Iod Reaktionstemperatur?
« Antwort #3 am: 21. Oktober 2017, 15:26:09 »
Da Schwefelkohlenstoff extrem leicht flüchtig ist, must Du es nicht nochmals im Vakuum zum sieden bringen und die Gegend verseuchen, Du würdest das LM nur ab destillieren.
Roter P ist nicht selbstentzündlich und weniger giftig, daher würde ich diesen nehmen.
Du kannst wenn alle Edukte zusammengemischt sind mit der nötigen VORSICHT! unter Rückfluss kochen um sicher zu gehen dass alles reagiert hat.
Ich selber habe keine Erfahrung mit dieser Synthese eventuell bringt sich noch Jemand anders ein in diese Diskussion.
Bitte sei vorsichtig, wenn Du keinen Abzug hast mache es im Freien wo nichts passieren kann, P-ist echt scheisse wenn es brennt, das kannst Du mit Wasser löschen aber es trocknet ja wieder und dann brennt es wieder und wieder. Falls Du unter RK-kochst, mach einen Schlauch auf den Kühler und Leite die Gase weit weg von den Geräten.
Px reagieren heftig mit Wasser.
Nein ich habe das Buch nicht.
Wenn Du noch keine Erfahrung mit Chemexperimenten hast, taste Dich mit gr-Mengen an den Versuch. Du siehst meine Ansätze, auch ich mache bei mir unbekannten Synthesen teilweise versuche im Reagenzglas oder bei einer neuen Anlage koche ich zuerst Wasser um zu sehen wie die Anlage funzt. Dies hatte sich bis heute bewährt. Bitte informiere Dich genau über die Edukte und Überlege was Du in einem Notfall machst und wie. Halte jedenfalls Wasser bereit und lege eine Schutzbrille an, je nach dem währe eine Gasmaske sinnvoll. Was möchtest Du mit dem Produkt denn machen? Es kann einfacher sein dies direkt in der Reaktion her zu stellen wie z.B. da.
« Letzte Änderung: 21. Oktober 2017, 15:29:18 von Phil »
Nicht die Gewalt einiger weniger ist gefährlich, sondern das Schweigen der Masse.
Wer suchet der findet. Wer drauftritt, verschwindet. Alte Mienenregel.
Heute ist nicht alle Tage ich komm wieder keine Frage.
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DieMaus

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Re: P4 in CS2 + Iod Reaktionstemperatur?
« Antwort #4 am: 21. Oktober 2017, 19:33:15 »
Da Schwefelkohlenstoff extrem leicht flüchtig ist, must Du es nicht nochmals im Vakuum zum sieden bringen und die Gegend verseuchen, Du würdest das LM nur ab destillieren.
Roter P ist nicht selbstentzündlich und weniger giftig, daher würde ich diesen nehmen.
Du kannst wenn alle Edukte zusammengemischt sind mit der nötigen VORSICHT! unter Rückfluss kochen um sicher zu gehen dass alles reagiert hat.

Ich probiere die Methode mit P4 mit ausreichender Vorsicht sprich: Grammweise...ich denke wenn ich mit 1/200 P4 anfange ist das ganz angemessen...so brauche ich auch einen winzigen Teil an Lösungsmittel. Zudem benötige ich auch sehr wenig Iod...also:
                                              in CS2
1/200 P4 + 1/200 von 6 I2 --->---> 1/200 von 4 PI3

Ich denke ich führe die Reaktion in einem 1000ml Rundkolben durch mit einem Kühler...also unter Rückfluss.
(sollte für die Ausdehnung des Gases reichen, damit mir das Glas nicht zerspringt u. ich arbeite unter einer Atmosphäre auch mit Abzug  ;-D...also wenns um Laborzubehör geht habe ich so ziemlich alles erdenklich zur Verfügung...bis auf Industrieöfen oder IR-Brenner (die kosten zwar keine 2000€ aber sind unnötig...habe einen heizpilz) oder alles was über 2000€ kostet um es mal kurz zu halten xD)

Zitat
Ich selber habe keine Erfahrung mit dieser Synthese eventuell bringt sich noch Jemand anders ein in diese Diskussion.

Ich habe auch keine Erfahrung mit dieser Synthese (vom praktischen her). Ich habe z.T. sowieso sehr viel zu tun. Falls ich dann zwischendurch mal noch Zeit habe mache ich mir Notizen falls mir noch etwas einfällt.

Zitat

Bitte sei vorsichtig, wenn Du keinen Abzug hast mache es im Freien wo nichts passieren kann, P-ist echt scheisse wenn es brennt, das kannst Du mit Wasser löschen aber es trocknet ja wieder und dann brennt es wieder und wieder. Falls Du unter RK-kochst, mach einen Schlauch auf den Kühler und Leite die Gase weit weg von den Geräten.
Px reagieren heftig mit Wasser.

Ich dachte an einen Rundkolben mit Kühler oben drauf und einem Glasstopfen... der Kühler wird wiederum an einen Wasserkreislauf angeschlossen...eigt. ist das nicht mal nötig...(zumal der Kühler senkrecht draufsitzt)...die Zirkulation des Kreislaufs sollte von selbst losgehen sobald das Wasser warm wird...steigt es auf und das kalte Wasser fällt wieder zu Boden...Ich mach mal eine einfach Zeichnung dazu wie ich mir das vorstelle.

Zitat
Nein ich habe das Buch nicht.
Ok hätte sein können :D

Zitat
Wenn Du noch keine Erfahrung mit Chemexperimenten hast, taste Dich mit gr-Mengen an den Versuch.

Das mache ich auch immer :D...beim nächsten mal, falls es eine Frage gibt schreibe ich doch besser die Mengen dazu.

Zitat
Du siehst meine Ansätze, auch ich mache bei mir unbekannten Synthesen teilweise versuche im Reagenzglas oder bei einer neuen Anlage koche ich zuerst Wasser um zu sehen wie die Anlage funzt. Dies hatte sich bis heute bewährt.

Den Trick mit dem Wasser mache ich absofort auch in Zukunft! DANKE! Gibt es hier einen "Danke-Button"?

Zitat
Bitte informiere Dich genau über die Edukte und Überlege was Du in einem Notfall machst und wie. Halte jedenfalls Wasser bereit und lege eine Schutzbrille an, je nach dem währe eine Gasmaske sinnvoll.

Jap, ich habe mich viel informiert...vlt. sollte ich doch mal die Böcke haben und ein bisschen mehr die Leute aufklären...also das ich die Sachen (Eigenschaften von Stoffen in bestimmten Situation etc.) dann doch mehr schilder...also dann wisst ihr auch auf welchem Wissensstand ich bin :D.
Meine Schutzausrüstung ist folgende:

Schutzanzug + Handschuhe: https://profilab24.com/Draeger-SPC-3800-grau-186-194-cm-XXL

Schutzmaske: https://profilab24.com/Draeger-X-plore-5500

Schutzstiefel: http://www.ebay.de/itm/Gummistiefel-saurebestandig-mit-CE-Kennzeichnug-neu-DHL-Versand-/302462585986?hash=item466c2ccc82:m:mWxgBDcMRacdVkVrc0j9C5g
---> War bisschen schwer genau dieselben rauszukramen da das Angebot von damals schon ewig abgelaufen ist aber ich wollte das mal aufschreiben...finden andere evt. auch nützlich.

Zitat
Was möchtest Du mit dem Produkt denn machen? Es kann einfacher sein dies direkt in der Reaktion her zu stellen wie z.B. da.

Ich will wissen wie das Produkt aussieht. Meine Ziele sind es einfach, die Produkte herzustellen wozu ich in der Lage bin. Ich habe schlicht weg riesen Spaß mit chemischen Experimenten schon seitdem ich ein Kind war (Wasser in Öl und dann Backpulver hinzugeben. Dann reagiert das Backpulver mit dem Wasser und diese Reaktion findet unter dem Öl statt. Wenn du dann noch Wasserfarben z.B. grün braun und blau hinzugefügt hast hast eine kleine Erde erschaffen oder auch Sonne (je nach Farben) das war so cool  :-D :-) kann ich nur empfehlen [daumenhoch]).
Also so einen neurotoxisches Produkt wie du das gemacht hast will ich auf keinen Fall machen o.O
Außerdem steht im Internet nur "Feststoff" aber in welche Formen kann ich diesen Feststoff denn sonst noch so bringen? Das wäre dann mein nächstes Ziel.

Der Aufwand ist nie groß wenn du viel Spaß hast an dem was du machst!

Gruß und vielen Dank für die helfenden Gedankenbeisätze,



DieMaus!

EDIT: Dateianhang mit Versuchsapparatur
« Letzte Änderung: 21. Oktober 2017, 19:47:59 von DieMaus »

Kanonenfutter

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Re: P4 in CS2 + Iod Reaktionstemperatur?
« Antwort #5 am: 21. Oktober 2017, 21:09:46 »
Zitat
Ich dachte an einen Rundkolben mit Kühler oben drauf und einem Glasstopfen... der Kühler wird wiederum an einen Wasserkreislauf angeschlossen...eigt. ist das nicht mal nötig...(zumal der Kühler senkrecht draufsitzt)...die Zirkulation des Kreislaufs sollte von selbst losgehen sobald das Wasser warm wird...steigt es auf und das kalte Wasser fällt wieder zu Boden...Ich mach mal eine einfach Zeichnung dazu wie ich mir das vorstelle.
Also wenn ich sowas lese dann mag ich arg daran zweifeln das du schon mal im chemischen Labor anständig gearbeitet ist. Sorry das ich das so direkt sage aber das du da schreibst lässt nicht gerade auf Erfahrung schließen.

Ich rate dir ab das Experiment so zu machen. Lies bitte vorher mal im Organikum das Kapitel über das Aufbauen von Glasapparaturen / Reaktionen mit Rückflusskochen.
Eine Apparatur, sofern nicht als Druckreaktion in Spezialgefäßen, wird nicht verschlossen. Was passiert wenn deine Reaktion plötzlich ein größeres Gasvolumen entwickelt als es zu dem Zeitpunkt hatte als du die Apparatur verschlossen hast ? Es drückt die Schliffe auseinander und das Gas entweicht oder noch schlimmer alles zerbricht.
Die Aussage das der Kühler bei dieser Reaktion nicht "unbedingt" an den Wasserkreilauf angeschlossen werden muss stellt mir gleich alle Nackenhaare hoch. Wie von Phil mehrmals erwähnt ist CS2 stark flüchtig und giftig. Vielleicht hier dann nochmal zur Definition von "flüchtig": Die Substanz hat einen geringen Dampfdruck, sie siedet / sublimiert schnell.
Gerade bei CS2 mit einem Siedepunkt von 46 °C solltest du einen sehr guten Wasserkreislauf mit genug Fließgeschwindigkeit von kaltem Wasser bereitstellen.
Sicherlich hast du recht das durch die Volumen/Dichte-Änderung sich das Wasser im Kühler bewegt, aber meinst du denn wirklich das ist so effektiv das du dein Lösungsmittel damit kühlst ? Es siedet bei 46 °C !

Sammel bitte erstmal mehr Erfahrungen im Labor mit ungefährlichen Versuchen und verbleibe für die gefährlichen Versuche bei Zeichnungen.

DieMaus

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Re: P4 in CS2 + Iod Reaktionstemperatur?
« Antwort #6 am: 21. Oktober 2017, 21:20:28 »
Also wenn ich sowas lese dann mag ich arg daran zweifeln das du schon mal im chemischen Labor anständig gearbeitet ist. Sorry das ich das so direkt sage aber das du da schreibst lässt nicht gerade auf Erfahrung schließen.

Ja, ich habe weiter Oben auch erwähnt, dass ich an meiner Ausdruckweise noch arbeiten muss. (Falls du dich daran erinnern kannst).

Zitat
Ich rate dir ab das Experiment so zu machen. Lies bitte vorher mal im Organikum das Kapitel über das Aufbauen von Glasapparaturen / Reaktionen mit Rückflusskochen.
Eine Apparatur, sofern nicht als Druckreaktion in Spezialgefäßen, wird nicht verschlossen. Was passiert wenn deine Reaktion plötzlich ein größeres Gasvolumen entwickelt als es zu dem Zeitpunkt hatte als du die Apparatur verschlossen hast ? Es drückt die Schliffe auseinander und das Gas entweicht oder noch schlimmer alles zerbricht.

Schonmal was von Thermodynamik gehört und von Abdichten? Muss ich noch mehr dazu sagen? Nein gibt nicht mehr dazu zu sagen.

Zitat
Die Aussage das der Kühler bei dieser Reaktion nicht "unbedingt" an den Wasserkreilauf angeschlossen werden muss stellt mir gleich alle Nackenhaare hoch. Wie von Phil mehrmals erwähnt ist CS2 stark flüchtig und giftig. Vielleicht hier dann nochmal zur Definition von "flüchtig": Die Substanz hat einen geringen Dampfdruck, sie siedet / sublimiert schnell.
Gerade bei CS2 mit einem Siedepunkt von 46 °C solltest du einen sehr guten Wasserkreislauf mit genug Fließgeschwindigkeit von kaltem Wasser bereitstellen.

"Ich weiss", mehr muss ich dazu nicht sagen.

Zitat
Sicherlich hast du recht das durch die Volumen/Dichte-Änderung sich das Wasser im Kühler bewegt, aber meinst du denn wirklich das ist so effektiv das du dein Lösungsmittel damit kühlst ? Es siedet bei 46 °C !

Nunja ich bin auf Phil's Methode eben eingegangen. Das war auch nur eine Idee. Mir ist bewusst das es 46°C sind! OMG wie kann nur probieren jmd. so zu helfen! Sonst noch was?

Zitat
Sammel bitte erstmal mehr Erfahrungen im Labor mit ungefährlichen Versuchen und verbleibe für die gefährlichen Versuche bei Zeichnungen.

Danke habe ich schon.

Viele Grüße,



DieMaus.

EDIT: Das hat nichts mit "direkt" zu tun wie du schreibst, du übernimmst dich einfach. Das ist frech und mehr nicht.

EDIT2: Das Organikum kaufe ich mir noch. Immerhin ein nützlicher Tipp. Danke.
« Letzte Änderung: 21. Oktober 2017, 21:41:02 von DieMaus »

PlanetScience

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Re: P4 in CS2 + Iod Reaktionstemperatur?
« Antwort #7 am: 22. Oktober 2017, 11:41:49 »
EDIT: Das hat nichts mit "direkt" zu tun wie du schreibst, du übernimmst dich einfach. Das ist frech und mehr nicht.
Über die Art der Kommunikation kann man vielleicht verschiedener Ansicht sein, das ist zumindest an dieser Stelle aber zweitrangig: Ein erfahrenes Mitglied versucht, dich vor Fehlern zu schützen, die lebensgefährlich sein können. Du bist derjenige, der sich übernimmt. Ich rate dir dringend, auf seinen Rat zu hören. Ich sehe mich selbst eher als Laie was Chemie angeht, kann aber trotzdem deutlich sehen, dass die Bedenken von Kanonenfutter berechtigt sind. Er hat offensichtlich wesentlich mehr Erfahrung mit der Materie als du und er nimmt sich sicherlich nicht die Zeit, hier etwas zu schreiben, nur um dich schlecht zu machen. Du solltest die Ratschläge nicht ablehnen, auch wenn dir die Art der Kommunikation nicht gefällt.

Nun bitte zurück zum Thema. Weitere Beiträge über die Art von Kommunikation, etc., sind unerwünscht.
Mein PGP-Schlüssel; Fingerprint: 7FAF A6DF 2554 B333 E87A 88A9 259F E617 B7F7 ED6E

Phil

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Re: P4 in CS2 + Iod Reaktionstemperatur?
« Antwort #8 am: 22. Oktober 2017, 16:31:32 »
Am besten kochst Du wie geschrieben Wasser, verschlisst den kühler, ob mit oder ohne Kühlwasser ist bei Wasser egal, aber Deine Anlage wird bersten.
Ich war schockiert als ich dies von Dir gelesen hatte, dass Du es so machen möchtest. Bitte übe unbedingt vorher mit Wasser, Du kannst den Schliffstopfen ja auch einfach nur leicht auf den Kühler legen, in Jedem falle wird er fort fliegen. Bei Deinen Edukten wird es zwangsläufig zu einem Brand kommen, wenn Du es so machst. Wir sind ein Forum das gerne unkompliziert hilft, aber wir erwarten dass man uns dann nicht angreift.
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bombjack

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Re: P4 in CS2 + Iod Reaktionstemperatur?
« Antwort #9 am: 23. Oktober 2017, 13:55:29 »
Ok...und warum [shocked]? (Ich bin jetzt neugierig geworden...ist das schlechter...eigt. ja nicht oder?)...wenn es sinnige Gegengründe (bitte nicht falsch verstehen) gibt würde ich die gerne wissen (man lernt nie aus).

Weil Du Dir mit Vakuum neben eh schon genanten noch andere Probleme einhandelst....z.B. dass durch Undichtigkeiten Luft und damit Sauerstoff in Deinen Aufbau eindringt, was dann mit dem weißen Phosphor sehr interessant werden dürfte.

Btw. in Brandbomben wurde weißer P gelöst in Schwefelkohlenstoff benutzt und diese Lösung ist auch Bestandteil des Experiments zur Demo der Entzündlichkeit von weißem Phosphor.

Btw. die Zweite: geht auch mit rotem Phosphor: https://www.thevespiary.org/rhodium/Rhodium/Vespiary/talk/files/974-PREPARATION-AND-MELTING-POINTS-OF-PURE-DI-AND-TRI-IODIDE-OF-PHOSPHORUSae22.pdf
und dürfte um einiges sicherer sein, als mit weißem P rumzuspielen....wobei der weiße eine der wenigen Chemikalien ist, wo ich auch noch Respekt habe....

bombjack