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  • 25. September 2017, 22:49:41

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Autor Thema: Digitale Temperaturmessung  (Gelesen 246 mal)

applepear

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Digitale Temperaturmessung
« am: 30. April 2017, 14:28:21 »
Hallo @ all,

lab-equip und ich haben darüber diskutiert, in wie fern man digitale Temperaturproben(Bsp.: http://www.ebay.de/itm/Digital-Type-K-Digital-Thermometer-Temperature-Meter-Thermocouple-Probe-BI456-/142199988388?hash=item211bc7a0a4:g:fDsAAOSwa~BYQwtB) in der Hobbychemie verwenden könnte. Meine Idee wäre diese, Proben in Borosilikatröhren zu stecken und diese unten zu verschließen(glasschmelzen?) und mit Termoleitpaste, wenigstens am Thermistor-ende,  zu füllen(eine die die gewünschte temperaturspanne aushält). Die frage ist jetzt ob das eine gute Idee ist und wie es mit der praktikabilität aussieht. Ein gutes Angebot für Bororsilikatröhrchen(Innendurchmesser ca. 3mm) suche ich auch immer noch, da ich nicht auf Normalglas setzten wollen würde. Ich würde mich über ein paar Ideen von eurer Seite aus freuen!

~yasu

Lithiumoxalat

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Re: Digitale Temperaturmessung
« Antwort #1 am: 30. April 2017, 17:21:16 »
Die selbe Idee hatte ich auch schon und habe mir dazu einige Gedanken gemacht, allerdings habe ich dann doch Hg-Thermometr gekauft, und somit das Projekt mehr oder weniger begraben. Solche Thermoelemente bringen auch den Vorteil, dass man die z.B. mit einem PID-Temperaturregler verbinden, und so z.B. ein Reaktionsgemisch konstant und automatisch auf einer Temperatur halten kann. Ich würde Glasröhren mit einem Aussendurchmesser von 6 mm nehmen, so passen sie dann auch in die normalen Quickfitt Aufsätze. Ich habe auch überlegt diese Pipetten mit Schliff zu verwenden (unten zuzuschmelzen), so hat man dann einen Schliffthermometer. Die Thermoelemente könnte man auch mit Magnesiumzement oder mit Zinkoxid und Wasserglas hineinzementieren, so sind sie für recht weite Temperaturspannen geeignet.

LG
Lithiumoxalat

synthon

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Re: Digitale Temperaturmessung
« Antwort #2 am: 01. Mai 2017, 12:03:39 »
engl. probe = dt. Sonde. Es handelt sich somit um eine Temperatursonde.

Was den Durchmesser betrifft, würde ich mich auch am Quickfit-Verschluss orientieren. Oder man verwendet chemisch weitestgehend inerte Materialien (wie z.B. PTFE) zur Beschichtung. Dann kann man sich die Arbeit mit dem Glas sparen.

applepear

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Re: Digitale Temperaturmessung
« Antwort #3 am: 17. Mai 2017, 01:09:02 »
So, kleines Update. Nachdem jetzt endlich die Temperatursonde aus Chinasien da ist, habe ich mich mal hingesetzt und einen prototyp aus sachen gebaut, die ich sowieso schon zu Hause hatte. Ich habe mir eine d=8mm Pipette genommen, die Kapillare zugeschmolzen, Thermoleitpaste in das Ende gestopft (was sehr schwierig und nervig ist), die Sonde, an welcher ich den nur für 105°C ausgelgten Schrupfschlauch(auch schön...bei einer Sonde die ü. 500°C messen können soll...) durch PTFE Band ersetzt habe, in die Pipette gesteckt und in der Thermoleitpaste versenkt. Es sieht so aus als wäre die gesamte Pipette mit TLP gefüllt, was aber nicht der Fall ist, da das Zeug extrem gerne an allem klebt und schlecht abzukriegen ist. Eigentlich ist nur das untere Ende zu 3mm gefüllt. Dann habe ich oben das Kabel mit PTFE Band fixiert und fertig war mein Prototyp. Das ganze passt ohne probleme in einen 8mm Quickfit und lässt sich damit simpel in ein Laboaufbau intergieren wie ein analoges Thermometer. Nur die Länge der Pipette ist ein wenig kurz, was ich aber beim nächsten mal durch eine längere piette sicher beheben kann.

Erste Versuche zeigen, dass die thermische Masse meines Selbstbaus ungefähr der meine Hg Thermometers entspricht. Ich habe das ganze aber nur ungenau und eher nur spaßeshalber getestet, indem ich beide mit meiner Hand erwärmt habe und verglichen habe, wie schnell beide sich aufwärmen, bzw. abkühlen. Genauere Test mache ich dann demnächst.

Cheers


Die Skizze:
https://ibb.co/nvgrwQ

Die Aufnahmen mit verwendeten Materialien:
https://ibb.co/ezNLqk
https://ibb.co/noVUi5
https://ibb.co/h66235
https://ibb.co/bDhLqk

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Re: Digitale Temperaturmessung
« Antwort #4 am: 22. Mai 2017, 19:29:09 »
Hey,

eine schöne Idee mit der Pipette. Man muss nur dabei wahrscheinlich etwas aufpassen das diese nicht durch einen "austickenden" Rührfisch doch mal zerbricht. So richtig dick ist das Glas ja nun nicht.
Man könnte als nächste Revision ein Glasrohr nehmen, dies unten zuschmelzen und dann anstatt der Wärmeleitpaste etwas weniger Viskoses wie z.B. Silikonöl oder so einfüllen.