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  • 22. April 2019, 02:01:22

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Autor Thema: Metallischer Glanz durch Elektronengas  (Gelesen 4106 mal)

Schmappel

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Metallischer Glanz durch Elektronengas
« am: 24. Mai 2014, 16:29:27 »
Hi Leute

Überall im Netz kann nachgelesen werden, dass Metalle (u.a.) ihren Glanz aufgrund des Elektronengases besitzen. Jedoch habe ich noch keinen Artikel zur physikalischen Erklärung gefunden.
Bei anderen Stoffen mit kovalent gebundenen Elektronen entstehen die Farben durch Absorbtion im visuellen Bereich, also durch Molekülschwingunen usw.
Sehe ich das richtig, dass dann im Elektronengas der Glanz und je nach dem auch die Farbe durch Fluoreszenz, also Immission, Absorbtion und anschliessender Emission zustande kommt?

Ich hoffe meine Frage ist nicht all zu kompliziert :)

Gruss schmappel

Noxxic

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Re: Metallischer Glanz durch Elektronengas
« Antwort #1 am: 24. Mai 2014, 20:50:01 »
Hej Schmappel,

die Eigenschaft lässt sich damit erklären, dass im metallischen Kristallgitter die äußeren Elektronen nur lose gebunden (Elektronengas) und damit leicht verschiebbar sind. Glanz und Undurchsichtigkeit der Metalle beruhen auf Absorption oder Streuung des einfallenden Lichtes durch die äußeren Elektronen (Valenzelektronen). Somit hast du mit Absorption und Streuung deine physikalische Erklärung für dieses Phämomen, die du dir ja schon fast selbst gegeben hast. ;-) Die "farbigen" Metallen, wie z. B. Cs, Ca, Sr, Ba, Cu und Au, reflektieren das sichtbare Spektrum nicht vollständig, sondern absorbieren im grünen und teilweise im blauen Spektralbereich. Fluoreszenz hat hierbei generell nichts zu suchen.

Grüße, Noxxic
« Letzte Änderung: 25. Mai 2014, 07:18:19 von Noxxic »
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Butandiolmonoacrylat

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Re: Metallischer Glanz durch Elektronengas
« Antwort #2 am: 27. Mai 2014, 12:24:34 »
Hej Schmappel,

die Eigenschaft lässt sich damit erklären, dass im metallischen Kristallgitter die äußeren Elektronen nur lose gebunden (Elektronengas) und damit leicht verschiebbar sind. Glanz und Undurchsichtigkeit der Metalle beruhen auf Absorption oder Streuung des einfallenden Lichtes durch die äußeren Elektronen (Valenzelektronen). Somit hast du mit Absorption und Streuung deine physikalische Erklärung für dieses Phämomen, die du dir ja schon fast selbst gegeben hast. ;-) Die "farbigen" Metallen, wie z. B. Cs, Ca, Sr, Ba, Cu und Au, reflektieren das sichtbare Spektrum nicht vollständig, sondern absorbieren im grünen und teilweise im blauen Spektralbereich. Fluoreszenz hat hierbei generell nichts zu suchen.

Grüße, Noxxic

Da muss ich dich korrigieren, reines Cs ist auch wirklich rein "weiß", hat keine Farbe also reflektiert das gesamte VIS-Spektrum vollständig ohne adsorption. die oftmals goldgelbe Farbe rührt von Suboxiden und anderen Verunreinigungen her. Sonst ist deine Erklärung vollkommen korrekt.
Das Geheimnis des Erfolgs? Anders sein als die anderen, sich nie damit zufriedengeben, daß man zufrieden ist.

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Noxxic

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Re: Metallischer Glanz durch Elektronengas
« Antwort #3 am: 28. Mai 2014, 09:30:58 »
Hej Butandiolmonoacrylat,

danke für diese Information. Nach meinem Wissen galt das von mir oben beschriebene im Falle von hoch reinem Cs. Aber da kann es natürlich auch neuere Erkenntnisse, anhand von Cs, geben. Ich habe da nicht nochmal in aktuellen Publikationen nachgesehen. Im Holleman/Wiberg müsste es auch so beschrieben sein aber das muss nach meinem 3. Satz, nicht den aktuellen Stand der Forschung wi­der­spie­geln.

Grüße, Noxxic
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