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Autor Thema: Natriumnitrit  (Gelesen 5229 mal)
FibreChannel
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« am: 09. April 2008, 11:14:36 »

Hi Leute.
Ich suche NaNO2 ,ist aber wegen seiner giftigkeit nur schwer zu beschaffen..
Deswegen wollte ich fragen wie man es am einfachsten herstellen kann .

Habe auch schon nach gegoogelt ob man NaClO3 in NaNO3 umfällen kann ,hab aber nichts gefunden.
Oder kann man aus KnO3 irgendwie NaNO3 machen ?

Edit : kann das sein das ich es in das falsche Unterforum gepostet habe ? wenn ja, sorry..

thanx
grußß Chriss
« Letzte Änderung: 09. April 2008, 14:18:20 von FibreChannel » Beitrag melden   Gespeichert
Mephisto
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« Antworten #1 am: 09. April 2008, 15:11:25 »

Ich suche NaNO2 ,ist aber wegen seiner giftigkeit nur schwer zu beschaffen..
Deswegen wollte ich fragen wie man es am einfachsten herstellen kann .

Zum Natriumnitrit: Du kannst es durch Reduktion von Natriumnitrat mit Blei herstellen.

NaNO3  +  Pb  →  NaNO2 + PbO

Ich habe die Darstellung selbst nie durchgeführt, aber auf der Festplatte habe ich eine entsprechende Anleitung. Die ursprüngliche Quelle ist meiner Meinung nach eine alte Version des Deutschen Arzneibuchs, man findet aber verschiedene Variationen davon im Internet.

Durchführung: Es werden 207 g (1 mol) metallisches Blei abgewogen und in möglichst kleine Stücke geschnitten. In einer Schale aus Eisen schmilzt man 85 g (1 mol) Natriumnitrat und gibt das Blei langsam, während man die Schmelze rührt, hinzu. Anschließend wird der Ansatz unter weiterem Erwärmen 30-45 Minuten ständig durchmischt. Wichtig ist, dass beim Erwärmen der Schmelzpunkt des Natriumnitrits (271 °C) nicht zu sehr überschritten wird, da es sich ab 320 °C unter Bildung von Stickoxiden zersetzt. Nachdem alles Blei oxidiert ist, lässt man die Schmelze abkühlen und zerkleinert sie. Die Masse wird zuerst mit 200 ml und dann zweimal mit je 75 ml Wasser ausgelaugt, wobei unlösliche Bestandteile abfiltriert werden. Im Filtrat werden Reste von gelöstem Blei durch Einleiten von Kohlenstoffdioxid gefällt und die Lösung nochmals filtriert. Die Lösung wird zuerst mit verdünnter Salpetersäure neutralisiert und anschließend weitgehend eingedampft. Als Erstes kristallisiert größtenteils Natriumnitrat aus, welches abfiltriert wird, um die Lösung weiter fast bis zur Trockene einzudampfen (Vorsicht, Zersetzung ab 320 °C!). Der geschmolzene Rückstand, der weitestgehend aus Natriumnitrit mit Verunreinigungen von Natriumnitrat besteht, wird noch kurz mit Ethanol gewaschen und abschließend getrocknet.

Falls jemand Erfahrungen dazu beisteuern kann, würde ich mich freuen sie zu hören, da ich die Anleitung gerne in die Synthesensammlung aufnehmen würde.


Edit by Mephisto: Eine auf diesem Beitrag basierende Syntheseanleitung wurde unter der URL www.lambdasyn.org/synfiles/natriumnitrit.htm zur Synthesensammlung aufgenommen.
« Letzte Änderung: 18. Mai 2008, 13:47:16 von Mephisto » Beitrag melden   Gespeichert

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« Antworten #2 am: 09. April 2008, 17:04:34 »

thanx für die Synthesedarstellung ,das Problem ist nur ,das ich auch nich an NaNO3 rankomme ,sonst wäre das kein Problem.
Natriumchlorat hab ich ,könnte man das eventuell umfällen zu Natriumnitrat  ?

Ich hab auch irgendwo gelesen ,das man Natriumnitrat herstellen kann ,indem man NOx-Gase in eine Natriumhydroxid-lösung einleitet. Weiß dazu jemand was ?

Danke nochmal
Grußß CH
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Mephisto
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« Antworten #3 am: 09. April 2008, 21:05:34 »

thanx für die Synthesedarstellung ,das Problem ist nur ,das ich auch nich an NaNO3 rankomme ,sonst wäre das kein Problem.
 
Brauchst Du wirklich Natriumnitrit oder nur irgendein Nitrit? Meist ist das Alkalimetallion ohnehin nur ein Zuschauerion und Natrium durch Kalium und andersherum in der Anwendung ersetzbar. Dann kannst Du analog zu der obigen Anleitung Dein Kaliumnitrat zu Kaliumnitrit reduzieren.

Natriumchlorat hab ich ,könnte man das eventuell umfällen zu Natriumnitrat  ?
 
Umfällen weniger, eher fraktioniert kristallisieren, aber ich bezweifle, dass es die Mühe wert ist, um nur von KNO3 oder NaClO3 zu NaNO3 zu kommen. Besonders vor dem Hintergrund, dass die auskristallisierten Fraktionen selbst Gemenge sind, die weiter gereinigt werden müssen.
« Letzte Änderung: 09. April 2008, 22:28:01 von Mephisto » Beitrag melden   Gespeichert

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« Antworten #4 am: 13. April 2008, 10:05:09 »

nein es sollte tatsächlich Natriumnitrit sein..
hab gegoogelt und noch nichts gefunden..
thanx nochmal

grußß
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Gaia's Nachwuchs


« Antworten #5 am: 14. April 2008, 02:23:40 »

Zitat
Ich hab auch irgendwo gelesen ,das man Natriumnitrat herstellen kann ,indem man NOx-Gase in eine Natriumhydroxid-lösung einleitet. Weiß dazu jemand was ?

Das ist wahr, aber etwas komplizierter - es entsteht auch NaNO2!

2 NO2 + H2O Reaktionspfeil HNO3 + HNO2

eine typische Disproportionierung.

Dieses disproportioniert in der waessrigen Loesung weiter, nach

3 HNO2  Reaktionspfeil HNO3 + 2 NO + H2O

NO oxidiert mit Luftsauerstoff weiter zu NO2, dem Startmaterial von oben... welches dann wieder mit H2O reagieren kann.

Analoge Reaktionen finden auch mit KOH/NaOH statt.

Diese Reaktionen werden beim Birkeland-Eyde Prozess (Luftverbrennung) angewendet... natuerlich koennen auch NOx ueber andere Wege hergestellt werden, zB dem Ostwaldverfahren (http://de.wikipedia.org/wiki/Ostwaldverfahren) was im Amateurrahmen nicht so einfach ist (persoenliche Erfahrung), oder auch bei Aufloesung von Kupfer in Salpetersaeure.


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mbbtchemistry
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« Antworten #6 am: 14. April 2008, 18:17:03 »

Servus!

Wenn du Natriumnitrat darstellen möchtest, würde ich dir eine Neutralisationsreaktion zwischen Salpetersäure und Natriumcarbonat empfehlen, da dies Standartchemikalien sind, über die praktisch jedes Labor verfügt. Gib einfach zur Salpetersäure Natriumcarbonat hinzu, bis keine Gasentwicklung mehr wahrnehmbar ist. Alternativ kannst du natürlich auch stöchiometrische Mengen der beiden Stoffe berechnen.

Natriumnitrit habe ich bereits aus Natriumnitrat und Blei nach dem genannten Verfahren hergestellt. Die Ausbeute ist ziemlich gering (genaue Ausbeute weis ich nicht mehr) und zudem ist das Produkt mit Natriumnitrat verunreinigt. Weiterhin stellt das Verfahren einen extremen Aufwand dar, dafür dass die Ausbeute gering ist und käufliches NaNO2 sehr billig ist.

Hast du keinen Apotheker deines Vertrauens? ^^


Mfg-mbbtchemistry
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"Ideen, wie absolute Gewißheit, absolute Genauigkeit, endgültige Wahrheit und so fort, sind Erfindungen der Einbildungskraft und haben in der Wissenschaft nichts zu suchen." [Max Born]
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« Antworten #7 am: 02. Mai 2008, 19:19:07 »

okay danke euch schonmal für die antworten.. sehr hilfreich Smilie

ich werds dann doch lieber irgendwo bestellen ..
Ich suche einen guten Onlineshop ,wenn möglich in Österreich...

Grußß FC
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Chlor
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« Antworten #8 am: 09. Mai 2008, 12:37:50 »

Hallo Smiley,
Habs auch mal mit term. Zersetzung in der Bunsenflamme Evil probiert 2NaNo3 Linie>2NaO2+2O.
Jedoch das selbe wie mitn Bleiverfahren,schlechte Ausbeute Linie>NaNO2-NaNO3-Gemisch am Ende Angry.
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Dosis sola venenum facit
Mr.X
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« Antworten #9 am: 22. November 2008, 15:42:06 »

Hi,
Wenn du NOx(reaktion von Cu + HNO³) in Natriumhydroxid(besser noch Na²CO³,das nimmt die Gase besser auf) einleitest, entsteht NaNO² und NaNO³(das NaNO³ stört bei den meisten synthesen nicht.Schreib doch mal rein was du damit machen willst).

Und das mit dem erhitzen von Nitrat ist nicht die beste lösung,da zum einen das NaNO² zu NOx zerfällt und zum anderem direkt wieder von O² was es abgibt zu nitrat oxidiert wird.Deshalb braucht man einen stoff der den Sauerstoff bindet(bevorzugt blei).

Und wenn dus dir kaufen willst dann frag einfach mal beim Fleischer um die ecke ob ers dir bestellt,das wird da nämlich zum pökeln benutzt.

MfG
« Letzte Änderung: 22. November 2008, 15:47:41 von Mr.X » Beitrag melden   Gespeichert
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