Da stellt sich die Frage, ob man mit begrenzten Mitteln das Cobalt(II)-carbonat natriumionenfrei und mit definierter Stöchiometrie erhalten könnte.
Ich habe noch ein paar einfache Tests gemacht:
Zum Nachweis von Natriumionen habe ich das Cobaltcarbonat in etwas Wasser suspendiert, die Mischung auf einen Holzspieß aufgetragen und in die leuchtende Brennerflamme gehalten. Zusätzlich habe ich das gleiche mit Natriumchlorid und käuflichem Cobaltchlorid getan.
Gelb-orange Flamme bei Natriumchlorid:

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Beim Cobaltchlorid, sowie beim hergestellten Cobaltcarbonat war keine Flammenfärbung feszustellen (Co
2+ gibt keine Flammenfärbung); nur der Holzspieß fing an zu verkohlen:

Co Test 2.JPG (61.83 KB. 1024x681 - angeschaut 14 Mal.)
Da schon relativ geringe Spuren von Natrium ausreichen, um eine gelb-orange Flammenfärbung zu erhalten, kann man wohl davon ausgehen, dass das Produkt relativ wenig Natriumionen enthält.
Danach habe ich die Suspension filtriert und das Filtrat mit Silbernitrat-Lösung versetzt. Es bildete sich ein weisser Niederschlag:

Co Test 3.jpg (157.05 KB. 1024x681 - angeschaut 13 Mal.)
Dieser löste sich jedoch bei der Zugabe von Salpetersäure fast vollständig auf:

Co Test 4.jpg (188.83 KB. 1024x683 - angeschaut 13 Mal.)
Es handelte sich also vorwiegend um Silbercarbonat und nicht um Silberchlorid.
Das Cobaltcarbonat scheint also relativ rein zu sein. Was die Stöchiometrie angeht, kann ich jedoch nichts sagen.
Weißt Du, ab welcher Temperatur sich das Produkt zersetzt?
Nein. Leider habe ich den Grossteil des Produktes zur Synthese von Kaliumtrioxalatokobaltat(III) verwendet, sodass ich keine Tests machen kann. Ich glaube jedoch nicht, dass das Produkt sehr temperaturbesändig ist. Zuerst wird wohl das Hydratwasser abgespalten. Dann wird sich wahrscheinlich der "Hydroxid-Teil" zum Oxid zersetzen, und das noch bevor Ammoniumchlorid zu sublimieren beginnt, denn Schwermetall-Hydroxide sind meist nicht sehr beständig. Das wars dann auch wohl mit der definierten Stöchiometrie. Oberhalb von 900 °C zersetzt sich auch das Carbonat zum Oxid, aber das wäre kein Problem, denn so hoch muss man ja nicht erhitzen.
Man verbessere mich, falls ich falsch liege.