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Autor Thema: Kommentare zur Synthese von meso-Tetraphenylporphyrin  (Gelesen 87 mal)
rhodium
Kalium
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« am: 30. August 2011, 17:25:29 »

Admin-Edit: Dieser Thread dient für Kommentare und zur Diskussion der Synthese von meso-Tetraphenylporphyrin



Tolle Synthese, Gratulation.

Das einzige was etwas undeutlich ist:

Zitat
Der Kolben wird anschließend im Eisbad gekühlt, und es wird über eine Glasfritte (Porosität 3) filtriert. Der Rückstand wird 4 Mal mit je 125 ml heißem Wasser gewaschen, um die Propionsäure zu entfernen, und dann mit 25 ml Methanol, wodurch das Tetraphenylchlorin und Polymere entfernt werden.

Fällt beim Kühlen Produkt aus und dieses verbleibt in der Fritte beim abnutschen oder wird filtriert es kristallisiert was aus dem Filtrat nach dem Filtern (was ich kaum glaube).
« Letzte Änderung: 07. Januar 2012, 20:26:59 von Mephisto » Beitrag melden   Gespeichert
Heuteufel
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« Antworten #1 am: 30. August 2011, 19:42:46 »

Ja, du hast recht, da habe ich mich undeutlich ausgedrückt. Ich habe das jetzt geändert, und folgendes geschrieben:
Zitat
Der Kolben wird anschließend im Eisbad gekühlt, damit das Tetraphenylporphyrin vollständig auskristallisiert, und dann wird über eine Glasfritte (Porosität 3) filtriert. Das abfiltrierte Rohprodukt wird 4 Mal mit je 125 ml heißem Wasser gewaschen, um die Propionsäure zu entfernen, und dann mit 25 ml Methanol, wodurch das Tetraphenylchlorin und Polymere entfernt werden.
Ich denke, jetzt ist alles eindeutig. Danke für den Hinweis!
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Phil
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« Antworten #2 am: 30. August 2011, 21:15:27 »

Gratuliere gut gemacht, das Produkt ist auch noch recht teuer.
Aber eine Frage habe ich noch: Wo kommt das Chlor her?  In den Edukten sehe ich es nicht oder habe ich es überlesen?
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Nicht die Gewalt einiger weniger ist gefährlich, sondern das Schweigen der Masse.
Hyperion
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Gaia's Nachwuchs


« Antworten #3 am: 30. August 2011, 23:26:16 »

Sehr schoen!
Ich habe mit Hemin und dergleichem gearbeitet (zumindest versucht), hier ist die Unloeslichkeit ein grosses Problem!
Ist es nicht moeglich, die Ausbeute mit bivalenten Metallionen zu erhoehen, zB Cu2+ etc?
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Heuteufel
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« Antworten #4 am: 31. August 2011, 10:30:00 »

Zitat
Aber eine Frage habe ich noch: Wo kommt das Chlor her?  In den Edukten sehe ich es nicht oder habe ich es überlesen?
Ich nehme an, du sprichst von Chlor, weil von "Tetraphenylchlorin" die Rede ist, oder? Das ist in der Tat sehr verwirrend, aber man nennt heterocyclische, aromatische Verbindungen, die aus drei Pyrrolringen und einem Pyrrolinring aufgebaut sind Chlorine. Es handelt sich also, wie du auch beim Betrachten des Schemas feststellen kannst, um einen Porphyrin-Ring, bei dem eine der Pyrrol-Einheiten reduziert (resp. nicht oxidiert) ist. Bekannte Chlorine sind die Chlorophylle - die enthalten ja trotz ihres Namens kein Chlor. Zwinkern Sieh hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Chlorin.

Zitat
Ich habe mit Hemin und dergleichem gearbeitet (zumindest versucht), hier ist die Unloeslichkeit ein grosses Problem!
Hast du auch mit Pyridin-Chloroform probiert (obwohl, ich weiss nicht, ob das in deinem Fall was gebracht hätte)? Diese Verbindungen färben auch immer alles so scheusslich ein. Angry

Zitat
Ist es nicht moeglich, die Ausbeute mit bivalenten Metallionen zu erhoehen, zB Cu2+ etc?
Davon weiss ich nichts. Wenn du etwas weisst, es würde mich schon interessieren. Was die Metallkomplexe angeht, ich werde, wenn ich genug Zeit und Lust habe, auch noch die Synthese eines (vielleicht sogar einiger) Metallkomplexe posten.

Ubrigens ist das Hämin, ein Chloro-Eisen(III)-Porphyrin-Komplex der sich von dem Häm-Komplex des Hämoglobins ableitet, ein toller Katalysator für die Luminol-Chemilumineszenz. Versuche mit Kaliumhexacyanidoferrat(III) sehen lächerlich dagegen aus. Man kann das Hämin recht einfach dadurch herstellen, dass man Blut (z.B. Rinderblut) in siedenden Eisessig mit ein wenig Natriumchlorid-Lösung tropft. Wenn ich es nicht vergesse, poste ich mal eine Vorschrift. Smiley
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Hyperion
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Gaia's Nachwuchs


« Antworten #5 am: 01. September 2011, 00:12:08 »

Zitat
Zitat
Zitat
Ist es nicht moeglich, die Ausbeute mit bivalenten Metallionen zu erhoehen, zB Cu2+ etc?
Davon weiss ich nichts. Wenn du etwas weisst, es würde mich schon interessieren. Was die Metallkomplexe angeht, ich werde, wenn ich genug Zeit und Lust habe, auch noch die Synthese eines (vielleicht sogar einiger) Metallkomplexe posten.
Ich dachte wohl an die Phtalocyanin Synthese, die durch die Praesenz von Metallsalzen effizienter wird - es ist wohl nicht ausgeschlossen dass das auch mit Porphyrinen funktioniert.
Vielleicht ein Versuch wert! Smilie Smilie

Uebrigens ist ueberschuessiges Haemin (Hemin) im Blut genau aus diesem Grund gefaehrlich, wegen seiner Faehigkeit zur Peroxid Produktion...
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Heuteufel
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« Antworten #6 am: 01. September 2011, 22:49:44 »

Zitat
Ich dachte wohl an die Phtalocyanin Synthese, die durch die Praesenz von Metallsalzen effizienter wird - es ist wohl nicht ausgeschlossen dass das auch mit Porphyrinen funktioniert.
Vielleicht ein Versuch wert! Smilie Smilie
Auf jeden Fall eine interessante Idee! Smiley

Zitat
Uebrigens ist ueberschuessiges Haemin (Hemin) im Blut genau aus diesem Grund gefaehrlich, wegen seiner Faehigkeit zur Peroxid Produktion...
Ich muss sagen, dass ich an dieser Aussage etwas zu kauen hatte, bevor ich alles verstanden hatte, deshalb hier noch ein paar Details für alle, die auch nicht genau wissen, wovon die Rede ist: Zwinkern

Zuerst aber einmal (nur um das klarzustellen): Hämine sind nicht mit Hämen zu verwechseln (falls Unklarheit herrscht, einfach beide Begriffe googeln).

Es gibt Krankheiten, sogenannte Porphyrien, bei denen die Häm-Synthese gestört ist. Aufgrund dessen sammeln sich toxische Vorstufen des Häms (es handelt sich um Porphyrine) im Körper an. Diese wandeln wahrscheinlich (?) unter Lichteinfluss "normalen" Sauerstoff in Singulett-Sauerstoff um, der dann mit irgendwelchen organischen Molekülen zu Peroxiden weiterreagiert, die allerlei Schäden im Körper anrichten (lepra-artige Hautschäden etc.). Dies steht in Einklang mit der Beobachtung, dass manche Porphyrine als Photosensibilisierer bei der Darstellung von Singulett-Sauerstoff verwendet werden können und unter UV rot fluoreszieren, oder als Katalysator bei der Luminol-Reaktion wirken, die auch über ein instabiles Peroxid läuft (http://www.chem-page.de/showexperimente/67-chemolumineszenz-mit-luminol.html). Ein wirklich sehr interessantes Thema - ich glaube, ich brauche aber noch etwas Zeit, bis ich alle Zusammenhänge wirklich verstanden habe. Augen rollen
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