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Autor Thema: Tosylsäure m- oder p- ?  (Gelesen 324 mal)
cogere
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« am: 01. Januar 2012, 20:43:18 »

Ich hätte eine Frage zu einem Gebinde mit einer alten Beschriftung ( p-Toluol-m-Sulfosäure ). Soweit ich weis , gibt es ja nur p-Toluolsulfonsäure oder m-Toluolsulfonsäure , könnte vielleicht jemand anhand des Bildes sagen um welche Form es sich handelt ?
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Phil
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« Antworten #1 am: 02. Januar 2012, 08:52:45 »

Vermutlich handelt es sich um eine Isomerenmischung.
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Nicht die Gewalt einiger weniger ist gefährlich, sondern das Schweigen der Masse.
Heuteufel
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« Antworten #2 am: 02. Januar 2012, 13:32:53 »

Zitat
Vermutlich handelt es sich um eine Isomerenmischung.
Nur warum die Kombination meta und para? Grübeln

Und, wie stellt man eigentlich m-Toluolsulfonsäure her? 
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cogere
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« Antworten #3 am: 02. Januar 2012, 17:37:11 »

Zitat
Und, wie stellt man eigentlich m-Toluolsulfonsäure her? 
Bei der Sulfonierung von Toluol mit Oleum (30% SO3) entsteht hauptsächlich die p- und  m-variante , wenn man nur die m-Tosylsäure haben will, muss man dies entweder durch physikalische Trennmethoden machen oder die anderen o- und p- Isomere mit verdünnter Schwefelsäure desulfonieren, da die m-Tosylsäure durch verdünnte Schwefelsäure nicht desulfoniert wird. Das hängt wohl mit der dirigierende Wirkung der Methylgruppe zusammen.
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Heuteufel
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« Antworten #4 am: 02. Januar 2012, 21:16:53 »

Zitat
Bei der Sulfonierung von Toluol mit Oleum (30% SO3) entsteht hauptsächlich die p- und  m-variante
Hast du hierfür eine Quelle?
Zitat
oder die anderen o- und p- Isomere mit verdünnter Schwefelsäure desulfonieren, da die m-Tosylsäure durch verdünnte Schwefelsäure nicht desulfoniert wird.
Ja, da findet auch teilweise eine "Umsulfonierung" zum thermodynamisch stabileren m-Isomer statt (http://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/i260047a014). Um eine Aufarbeitung wird man dennoch nicht rumkommen.

Was deine Frage angeht erscheint mir Phils Hypothese schon logisch. Hast du schon probiert den Schmelzpunkt zu bestimmen. (Nebenbei: ich hab gerade kein einziges Organik Buch zur Hand - was das ganze wesentlich erschwert Augen rollen)
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cogere
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« Antworten #5 am: 02. Januar 2012, 22:40:21 »

Stammt aus  "Grundlagen Der Organischen Chemie von Joachim Buddrus, Seite 392" wobei es hier mit konz. Schwefelsäure auch funktioniert, das mit Oleum stammt aus " Beilsteins Handbuch der Organischen Chemie 1978 ",
Eine gute Darstellungsanleitung findest du auch im Organikum (15.Auflage 1981) auf Seite 389
( 2mol Toluol + 0,5mol konz H2SO4 im Metallbad so lange unter Rückfluss kochen , bis sich im Wasserabscheider kein Wasser mehr abscheidet (dauer etwa 5 Std.) , nach erkalten 0,5 mol Wasser zusetzen wobei sich die Sulfonsäure als Hydrat auskristallisiert, dann auf einer Glasfritte absaugen......Aufarbeitung ist ein noch etwas längerer Text......

Schmelzpunktbestimmung hätte ich gerne gemacht, wenn ich noch ein Schmelzpunktmessgerät hätte.
« Letzte Änderung: 02. Januar 2012, 22:56:17 von cogere » Beitrag melden   Gespeichert
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« Antworten #6 am: 03. Januar 2012, 17:02:42 »

Zitat
das mit Oleum stammt aus " Beilsteins Handbuch der Organischen Chemie 1978 "
Hab ich derzeit nicht zur Hand, aber ich glaube dir das gerne. Zwinkern
Mich hat es nur gewundert, weil der "Gattermann" sagt:
Zitat
Sulfoniert man Toluol bei 0 °C mit Oleum (Bedingungen, unter denen keine Desulfonierung stattfindet), so gelangt man zu einem Gemisch aus 43% o-, 4% m- und 53% -Toluolsulfonsäuren.
und 4% nicht wirklich eine tolle Ausbeute ist. Aber das Isomerenverhältnis hängt sicher auch von der Reaktionstemperatur und der Konzentration an SO3 ab.

Zitat
Eine gute Darstellungsanleitung findest du auch im Organikum (15.Auflage 1981) auf Seite 389
( 2mol Toluol + 0,5mol konz H2SO4 im Metallbad so lange unter Rückfluss kochen , bis sich im Wasserabscheider kein Wasser mehr abscheidet (dauer etwa 5 Std.) , nach erkalten 0,5 mol Wasser zusetzen wobei sich die Sulfonsäure als Hydrat auskristallisiert, dann auf einer Glasfritte absaugen......Aufarbeitung ist ein noch etwas längerer Text......
Jaja, die Synthese kenn ich. Cheesy
Nur, dass hier das Produkt ja das p-Isomer ist, und nicht das m-Isomer. Nur für letzteres war mir keine Synthese bekannt.
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