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Autor Thema: Rasagilin-Synthese  (Gelesen 232 mal)
dawt
Wasserstoff
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« am: 08. Dezember 2011, 08:15:56 »

Hallo :3
Ich überlege mir gerade verschiedene Möglichkeiten Rasagilin darzustellen. Die einfachste Methode bestünde wohl darin 3-Phenylpropansäure zum Indan-1-on zu zyklisieren, mit Ammoniak reduktiv zu aminieren und schließlich die Propinylgruppe anzufügen. Höhere Ausbeuten ließen sich aber sicher durch Verwendung des primären Amins erzielen. Darauf beziehen sich meine Fragen:
Welche Reduktionsmittel außer NaCNBH3 eignen sich zur reduktiven Aminierung mit Propargylamin und reduzieren nicht die Dreifachbindung?
Wenn es möglich ist z.B. zunächst mit Benzylamin zu aminieren - wie kriegt man das Benzyl nach Bildung der tertiären Amins (mit Propargylbromid) wieder runter?

Bin dankbar für jeden Hinweis, gerne auch mit Literaturverweis! Smilie
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« Antworten #1 am: 09. Dezember 2011, 16:34:47 »

Hallo :3
Ich überlege mir gerade verschiedene Möglichkeiten Rasagilin darzustellen. Die einfachste Methode bestünde wohl darin 3-Phenylpropansäure zum Indan-1-on zu zyklisieren, mit Ammoniak reduktiv zu aminieren und schließlich die Propinylgruppe anzufügen. Höhere Ausbeuten ließen sich aber sicher durch Verwendung des primären Amins erzielen. Darauf beziehen sich meine Fragen:
Welche Reduktionsmittel außer NaCNBH3 eignen sich zur reduktiven Aminierung mit Propargylamin und reduzieren nicht die Dreifachbindung?
Wenn es möglich ist z.B. zunächst mit Benzylamin zu aminieren - wie kriegt man das Benzyl nach Bildung der tertiären Amins (mit Propargylbromid) wieder runter?

Bin dankbar für jeden Hinweis, gerne auch mit Literaturverweis! Smilie
N-Debenzylierung geht glaube ich z.B. mit unter ~10min Rückfluss mit 10% Pd/C + Ammoniumformiat in MeOH. Alternativ bestimmt auch schon mit 5% Pd/C und H2 unter Druck (<10 Bar, <100°C) in Eisessig oder Alkohol. Weiß bloß nicht ob die Dreifachbindung intakt bleibt. Nachlesen kann man z.B. da: Siya Ram and Leonard D. Spicer Synth. Commun. 17(4), 415-418 (1987) oder google einfach "Debenzylation". Ich hatte

1-Aminoindan (wenn man's erstmal hat) könnte man übrigens vermutlich einfach mit Propargylbenzensulfonat (da Mehrfachsubstitution sterisch behindert) und NaOH in einem geeignet Lösemittel zu deinem Produkt umsetzen!

Noch eine Synthesestrategie wäre das Keton mit NaBH4 in MeOH oder EtOH zu Alkhol reduzieren, dann mit TsCl ein stärkeres Nucleophil aus der OH-Gruppe machen und dieses dann mit 3-Propenamin und einer Base umsetzen. Durch die sterische Behinderung sollten hier auch nicht so viele Nebenprodukte entstehen.
(Das würde ich probieren)

Anstelle von NaCNBH3 kann man bei der reduktiven Aminierung meistens auch einfach das günstigere NaBH4 nehmen. Nur sollte man für ausreichend "wasserziehende Reaktionsbedingungen" sorgen bevor man das NaBH4 dazu gibt, so dass nur noch das Imin vorliegt, da NaBH4 freie Carbonylgruppen Ümit reduzieren könnte. Das könnte man entweder durch einen Wasserabscheider hinbekommen, vielleicht aber auch einfach mit eine Überschuss Beznylamin, viel staubtrockenem Methanol und ein paar Stunden Zeit vor der Zugabe des Reduktionmittels in der sich das Imin bilden kann (TLC Kontrolle!).

EDIT: Hier habe ich noch was für dich gefunden: http://derpharmachemica.com/vol3-iss4/DPC-2011-3-4-110-115.pdf Meine favourisierte Synthesestrategie war garnicht so schlecht Smilie
« Letzte Änderung: 09. Dezember 2011, 17:44:37 von HardChemistryStudent » Beitrag melden   Gespeichert
Heuteufel
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« Antworten #2 am: 10. Dezember 2011, 00:22:48 »

Ist zwar sicher nicht genau das, was du suchst, aber vielleicht hilfts doch: http://shodhganga.inflibnet.ac.in/bitstream/10603/3268/11/11_chapter%203.pdf. Ab Seite 44 (vom pdf.) gehts los mit einer "Review of Literature". Interessant ist auch die "Experimental Section" ab Seite 54.
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