Um so allgemeine Fragen wirklich gut zu beantworten bräuchte man mehr Zeit, als ich habe.

gibt es eine allgemeingültige Regel, wonach man behaupten kann, dass wenn jemand von einem (+) enantiomer ausgeht, die Synthese dann immer mit dem endprodukt endet welches auch rechtsgedreht ist?
Falls das Chiralitätszentrum nicht an der Reaktion beteiligt ist, so bleibt die Konfiguration an diesem Zentrum (natürlich) erhalten (es sei denn die Chiralität geht ganz dadurch verloren, dass Symetrie auftritt). Natürlich könnte man noch sehr viel mehr dazu sagen...
Oder kann das je nach Syntheseart variieren, sozusagen dass aus einem (+) auch mal ein (-) wird... ?
Ein einfaches Beispiel einer solchen Reaktion ist die Walden Umkehr bei einer SN2-Reaktion (
http://de.wikipedia.org/wiki/Walden-Umkehr) (obwohl, da wird eher ein (R) zu einem (S)-oder umgekehrt)
Ist dies "heikel" an welcher stelle jmd einen stereoselektiven schritt einsetze, oder muss die "ganze" synthese stereoselektiv verlaufen (also alle schritte) um ein reines enantiomer zu haben?
Oder reicht es, an einer Stelle der Synthese stereoselektiv zu arbeiten um ein reines enantiomer als ergebnis zu haben?
Das hängt, wie schon oben angedeutet, ganz davon ab, welche Reaktionen du an deiner Substanz durchführen willst. Sowas kann man aber im Detail in jedem Organik-Buch nachlesen.

Würde mich freuen, wenn sich auch mal jemand anders dazu äussert, oder mich wenigstens verbessert, falls ich in der Eile eine Dummheit geschrieben habe.
