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Autor Thema: Darstellung von Chlor aus Braunstein und Kochsalz, CAS:7782-50-5  (Gelesen 349 mal)
Butandiolmonoacrylat
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« am: 10. November 2011, 11:48:56 »

Chlor, Cl2, T, N, Sdp. -34°C, Smp. -100,98°C R: 23-36/37/38-50 S: (1/2-)9-45-61

Eigenschaften:
Gelbgrünes, hochgiftiges, korrosives und stechend riechendes Gas. Wirkt oxidierend, schwerer als Luft.
Vernichtung durch einleiten in NaOH-Lösung und Reduktion mit Thiosulfat.

In einen unter dem Abzug befindlichen 100ml fassenden Zweihalskolben gibt man 2 g feingepulverten Braunstein und 2 g Kochsalz. Über ein Winkelstück und ein Übergangsstück ist der Zweihalskolben mit zwei umgekehrt geschalteten Waschflaschen verbunden, von denen die zweite konz. H2SO4 enthält. Bei den Schlauchverbindungen ist darauf zu achten, das stets Glas auf Glas sitzt, sodass das Chlor möglichst wenig Kontakt zum Gummi bekommt. Der Zweihalskolben ist außerdem mit einem Tropftrichter versehen, in dem sich eine Mischung gleicher Volumina konz. Schwefelsäure und Wasser befindet. Man lässt einige ml einfließen und erwärmt entweder mit einem Heizpilz oder mit einem Bunsenbrenner auf kleiner Flamme. Das entstehende Chlor verdrängt zunächst die Luft, wird dann in der zweiten Waschflasche getrocknet und zu den nachstehenden Versuchen verwendet. Zum Unterbrechen der Chlorgasentwicklung löst man die Verbindung zwischen dem Kolben und den Waschflaschen und entfernt dann die Heizung.

Quelle:
Jander Blasius, Einführung in das anorganisch-chemische Praktikum, 15. Auflage, S. Hirzel Verlag Stuttgart
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« Antworten #1 am: 13. November 2011, 01:40:25 »

Zitat
Gelbgrünes, hochgiftiges, korrosives und stechend riechendes Gas. Wirkt oxidierend, schwerer als Luft.
Ist das nicht ein wenig übertrieben? Heb dir sowas lieber für Gase wie Phosgen auf. Zwinkern
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« Antworten #2 am: 13. November 2011, 22:50:54 »

Ich bin schon der Meinung.  Immerhin fand Chlor als Kampfgas verwendung. Natürlich kommt es immer auf die Dosis an.
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« Antworten #3 am: 14. November 2011, 00:33:37 »

Zitat
Ich bin schon der Meinung.  Immerhin fand Chlor als Kampfgas verwendung. Natürlich kommt es immer auf die Dosis an.
Ja, war aber auch ein sehr primitives Giftgas. Die meisten Gastoten im ersten Weltkrieg gehen, falls ich mich richtig erinnere, auf das Konto des oben von mir genannten Säurechlorids (COCl2). traurig
Ausserdem habe ich mal versehentlich eine beachtliche Menge Cl2 eingeatmet. Bei einem "hochgitigen" Gas hätte ich das wohl nicht so gut überstanden. Augen rollen

Aber ich will nicht über Gefahreneinstufungen streiten, das bringt eh meistens nichts.
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« Antworten #4 am: 16. November 2011, 09:25:44 »

Die Dosis macht das Gift und im Falle von Chlor ist da schon einiges nötig. Ich würde Chlor auch "nur" als giftig bezeichnen. Grundsätzlich muss man vor gasförmigen Gefahrstoffen natürlich etwas mehr Respekt haben: Das sehr giftige Natriumazid bleibt ja schön brav in der Büchse, selbst wenn der Deckel offen ist. Gase erfordern eben ein anderes Handling.
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« Antworten #5 am: 19. November 2011, 15:52:11 »

Die Dosis macht das Gift und im Falle von Chlor ist da schon einiges nötig. Ich würde Chlor auch "nur" als giftig bezeichnen. Grundsätzlich muss man vor gasförmigen Gefahrstoffen natürlich etwas mehr Respekt haben: Das sehr giftige Natriumazid bleibt ja schön brav in der Büchse, selbst wenn der Deckel offen ist. Gase erfordern eben ein anderes Handling.

Dem kann ich zustimmen. Im Jander ists eben als sehr giftig angegeben. Schlechte Erfahrungen habe ich noch nicht mit Chlorgas gemacht, habe aber auch einen guten Abzug. Einatmen möchte ich es allerdings auch nicht.

MfG
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« Antworten #6 am: 19. November 2011, 16:11:11 »

Da steht einiges darüber.
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