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Autor Thema: Hydrierung allgemein  (Gelesen 320 mal)
shamaan
Wasserstoff
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« am: 10. November 2011, 00:12:01 »

Liebe Leute des einzigartigen lambdaforums,

ich bin neu im Forum aber schon seit einiger Zeit interessierter Mitleser.
Ich war immer begeistert von der ungezwungenen Umgangsweise hier im Forum.. und hoffe nun meinen kleinen Teil dazu beitragen zu können!
Ich bin fast fertig mit meinem Medizinstudium...also wenn sich einer von euch den Haxen brechen sollte...  Smiley  Ich bin nicht soo extrem bewandert in Sachen Chemie -ich arbeite aber fest daran Wink - aber wie gesagt wenn wer von euch ein kleines Problem medizinischer Natur hat helf ich gerne weiter (sofern ichs kann)!

Ich hätte einige Fragen zur Hydrierung, vielleicht könnt ihr mir ja bei der Beantwortung helfen.

1. Wovon ist es abhängig, ob eine Substanz beim Hydrierungsvorgang ZUSÄTZLICH zum rühren/schütteln auch noch ERWÄRMT werden muss? Gibt es da "einfache regeln"?

2. Ich habe in einer Anleitung mal gelesen, dass (bei der Hydrierung) gerührt wurde, mit in denjenigem Falle besseren Ergebnissen. Aber nicht gerührt mit einem Magnetrührer sondern gerührt im Sinne von "Das Reaktionsgefäß im Uhrzeigersinn bewegt". Birgt dies einen definitiven Unterschied beim Hydrierungsvorgang? Mich interessiert das jetzt weniger von Standpunkt der eventuell görßeren effizienz einer der beiden Methoden heraus, sondern eher interessiert mich, ob denn beide Varianten prinzipiell gleich gut funktionieren können und es keine probleme gibt bei der "im Uhrzeigersinn rühren"- Methode.


3. Ich habe nun schon einige Modelle von selbergebauten Hydrierungs-Geräten gesehen... bin aber in einem Punkt noch nicht ganz schlau geworden:
Oftmals wird ja ein eigener Behälter vorgeschaltet (also ein Behälter vor dem eigentlichen Reaktionsgefäß) in dem erstmal der Wasserstoff eingelassen wird... und von da erst in das Reaktionsgefäß kommt. 
Hat dies einige Vorteile die ich nur noch nicht mitbekommen hab? Und ist dies unbedingt notwendig?
Ist es nicht möglich den Wasserstoff direkt von der Druckflasche in das Reaktionsgefäß zu leiten?

Ich bedanke mich für jeden Ratschlag!

Mfg
S.
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rhodium
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« Antworten #1 am: 10. November 2011, 17:02:08 »

Die Frage ist vorerst einmal was willst Du hydrieren?

Danach richtet sich die Methode und der Katalysator für die Hydrierung. Man kann in Schüttelapparaturen bei niedrigen Drücken aber auch im Autoklaven bei Drücken von mehreren 100 bar hydrieren. Katalysatoren gibt es auch zu hauf, dass fängt beim guten alten Raney-Nickel an (welches so es frisch aktiviert ist, keine Wasserstoffquelle braucht solange man sehr kleine Ansätze macht) und führt über teures Palladium zum noch teureren Platin.

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shamaan
Wasserstoff
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« Antworten #2 am: 10. November 2011, 17:39:38 »

Hi!

Das Organikum ist super..
deswegen haben sich meine Fragen großteils beantwortet!

Eine ist noch übriggeblieben:

Es handelt sich um eine Raney-Nickel katalysierte hydrierung.
Es ist folgendermaßen.. ich weiß nicht wieso.. aber ich habe beim Wort "rühren" einfach ein besseres Gefühl:)
Mit einem Magnetrührer lassen sich Raney-Nickel hydrationen nicht gut durchfürhren weils ferromagnetisch ist? Bin ich insoweit richtig informiert?

Oder ist es bei Raney-Nickel "wurst" ob man rührt oder schüttelt?

mfg
« Letzte Änderung: 11. November 2011, 02:30:54 von shamaan » Beitrag melden   Gespeichert
rhodium
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« Antworten #3 am: 11. November 2011, 10:48:19 »

Schütteln funktioniert mit Sicherheit besser, ansonsten hätte man für die Hydrierungen ja nicht spezielle Schüttelapparaturen erfunden. Die Leute haben sich damals schon was gedacht ... aber wie gesagt: was und vor allem wieviel willst du hydrieren? Gerade mit Raney-Nickel gibts vielleicht auch einen anderen Ausweg.
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