Ich habe Acridon nach folgender Vorschrift dargestellt:
http://forum.lambdasyn.org/index.php/topic,1224.0.htmlEs hat alles ganz gut geklappt, und ich habe 11 g Rohprodukt erhalten (etwas grösserer Ansatz als in der Vorschrift). Nun sagt die Synthesevorschrift man solle
"unter Verwendung eines Soxhlet-Extraktors aus Ethanol umkristallisieren". Ich habe aber stattdessen, wie es die Vorschrift von Orgsyn verlangt, aus einer Mischung von Eisessig und frisch destilliertem Anilin umkristallisiert (10 ml Anilin und 25 ml Eisessig pro 2 g Acridon). Es hat sich nicht alles in der Hitze gelöst, darum habe ich die siedende Mischung über eine vorgeheizte Nutsche filtriert. Nach dieser kleinen Unannehmlichkeit sind dann aber schöne, reine Kristalle beim Abkühlen auskristallisiert. Nun habe ich aber den Fehler gemacht den Kolben im Eisbad abzukühlen.
Der kalte Kolben:

Lucigenin 10.JPG (121.25 KB. 1024x683 - angeschaut 24 Mal.)
Die Mischung ist recht dickflüssig geworden und beim Abnutschen plötzlich ganz steif. Ich wollte mit Eisessig nachspülen, da kristallisierte dieser in der Flasche (es wird schon kalt nachts!

). Also nahm ich Wasser, hierbei fiel ein Niederschlag aus. Recht schnell wurde mir klar, dass ich nicht nur Acridon sondern auch Aniliniumacetat isoliert hatte. Dieses konnte ich aufgrund der unterschiedlichen Löslichkeit in Wasser (3 Mal mit 400 ml Wasser ausgekocht) zwar wieder entfernen, aber leider ist dabei auch fast die Hälfte des Produkts verloren gegangen

.
Also: -Nicht im Eisbad kühlen!
-Nicht mit Wasser nachspülen!
Leider ist das Acridon nach dem ganzen Herumgesaue wieder unrein, und möchte es nochmals umkristallisieren, dieses Mal aus Ethanol, unter Verwendung eines Soxhlet.
Nun weiss ich aber leider nicht, wie viel Ethanol ich pro Gramm Acridon nehmen soll. Hat jemand Erfahrung mit dem Umkristallisieren unter Verwendung eines Soxhlet. Ich nehme an, das Prinzip beruht darauf, dass man eine übersättigte Lösung bekommt, oder?