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06. Juli 2008, 22:35:03
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Autor Thema: 1-(4-Fluorophenyl)-2-nitro-1-buten  (Gelesen 495 mal)
hefefurz
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« am: 06. Mrz 2008, 00:10:33 »

In einen 50ml-Rundkolben werden 15,5g (0,125mol) 4-Fluorbenzaldehyd, 16,85g (0,188mol) 1-Nitropropan, 1,2g Methylammoniumacetat (10mol% bezogen auf 4-Fluorbenzaldehyd), 25ml Methanol und Siedesteine aus Teflon gegeben. Die Reaktionsmischung wird 72h zum Rückfluß erhitzt und dann auf Zimmertemperatur abgekühlt. Beim Abkühlen fällt das Produkt in zitronengelben Kristallen aus, evtl. muß der Rundkolben zum Einsetzen der Kristallisation geschüttelt werden. Die Kristalle werden abfiltriert, mit eiskaltem Methanol nachgewaschen und getrocknet.

Ausbeute: 17,6g (72% d.Th.) 1-(4-Fluorophenyl)-2-nitro-1-buten (Mr 195,2).

Quelle: selbst erarbeitet.

Edit by Mephisto: Diese Syntheseanleitung wurde unter der URL www.lambdasyn.org/synfiles/1-(4-fluorophenyl)-2-nitro-1-buten.htm zur Synthesensammlung aufgenommen.
« Letzte Änderung: 18. Mai 2008, 13:23:57 von Mephisto » Beitrag melden   Gespeichert
Mephisto
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« Antworten #1 am: 06. Mrz 2008, 01:40:28 »

Quelle: selbst erarbeitet.
Es wäre trotzdem gut die Quelle anzugeben auf der die Synthese in analoger Weise basiert.

Interessant ist dann das mögliche Folgeprodukt, das fluorierte alpha-Ethylphenethylamin. Ist das ein bekanntes Halluzinogen? Ein kurzer Blick in PIHKAL brachte jedenfalls keine Antwort.
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hefefurz
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« Antworten #2 am: 06. Mrz 2008, 17:11:37 »

Ich würde ja auch gerne eine Quelle angeben, nur leider ist das aus so vielen Quellen (The Hive, Rhodium, CAS) zusammengetragen, dass man es eigentlich nur als Abwandlung der klassischen Henry-Nitroaldolreaktion ansehen kann. Methylammoniumacetat wurde meiner Kenntnis nach noch nicht bei der Henry-Reaktion mit 1-Nitropropan eingesetzt.
Bei dieser Synthese ging es mir darum zu zeigen, dass man auch mit höheren Nitroalkanen durchaus ansehnliche Ausbeuten erzielen kann, wenn man etwas Geduld und den richtigen Katalysator mitbringt. Das schöne an der Reaktion ist, dass aufgrund des verwendeten Katalysators keine polykondenierten Verunreinigungen in dem Maße zu erwarten sind, wie sie bei Ammoniumacetate und speziell Butylamin recht schnell beim Erhitzen gebildet werden. Des weiteren ist Methanol ein billiges und leicht recyclebares Lösungsmittel.

Interessant ist dann das mögliche Folgeprodukt, das fluorierte alpha-Ethylphenethylamin. Ist das ein bekanntes Halluzinogen? Ein kurzer Blick in PIHKAL brachte jedenfalls keine Antwort.

Die fluorierten Phenethylamine findet man in PIHKAL bis auf 2C-F praktisch nicht. Auch über das homologe 4-Fluoroamphetamin ist vergleichsweise wenig (bis auf die Behauptung der fehlenden Neurotoxizität gegenüber serotonergen Axonen) bekannt; die üblichen Quellen wie Wikipedia und die einschlägigen Foren bieten hier (bis auf ein paar Tripberichte, deren Wahrheitsgehalt schwer beurteilbar ist) wenig informativen Hintergrund.

Ich glaube kaum, dass es ein Halluzinogen sein wird, wohl eher ein SNRI mit einer MAO-inhibitorischen Komponente. Viel eher wird das reduzierte Derivat wahrscheinlich ein Stimulans mit sehr hoher Dosierung sein (>200mg), das aufgrund der Stabilität (alpha-Ethyl) gegen MAO und Hydroxylasen auch noch lange wirkt. Also nichts, was man sich einfach mal so reinpfeifen möchte. Tapfere Laborratten vor  ätsch!!

EDIT: Ein bisschen stöbern in den Chemical Abstracts förderte zumindest über die unfluorierte Muttersubstanz ein paar Fakten zutage:

Dosierung der menschlichen Probanden: 0,25-0,5mg/kg KG

Wirkungen: Rededrang, Euphorie, Wohlgefühl, Freundlichkeit, gesteigerte Leistungsfähigkeit, Blutdrucksteigerung, schwache (wenn überhaupt) Pulssteigerung

Wirkdauer: Ausgeprägte Euphorie (bei 0,5mg/kg KG) für 12-16 Stunden

Nachwirkungen: "The following day the individuals complained of being very tired and without enthusiasm for effort of any kind." Wer hätte das gedacht...

(Quelle: David F. Marsh: The Pharmacological Activity of 1-Phenyl-2-Butylamine)[/i]
« Letzte Änderung: 07. Mrz 2008, 22:06:13 von hefefurz » Beitrag melden   Gespeichert
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