Cu(NO3)2 + 2LiN3 = Cu(N3)2 + 2LiNO3
Zu einer Lösung von 5 g Cu(NO3)2 Trihydrat in 100ml absol. Ethanol wird eine Lösung von 2g LiN3 Hydrat in 50ml Ethanol zugegeben.
Es fällt sofort ein rot schwarzer Niederschlag aus der schlecht filtriert werden kann, deshalb einen groben Filter verwenden.
Der Niederschlag wird sofort mit 30ml Wasserfreiem Ethanol gewaschen und mit Wasserfreiem Ether nachgespühlt, bei Raumtemp trocknen lassen.
Ausbeute 2g (95%)
EigenschaftenSchwarzbraunes Pulver oder schwarze Kristallnadeln je nach Herstellung. Löslichkeit 18°C 8.10-3g/100 ml H2O; wenig in Organischen Lösungsmitteln löslich. In Säuren ist es leicht löslich CH3C(O)OH, sowie in Ammoniak. Mit H2SO4 Zersetzung. Beim Erhitzen an der Luft Zersetzung in Cu + N2. Cu(N3)2 kann in einer wässerigen Lösung von Hydrazin leicht zu einem weisses CuN3 reduziert werden. D (25°C) 2,604
Explosieve EigenschaftenFeucht ungefährlich, Etherfeucht und trocken gegen Reibung ziemlich empfindlich. In der Flamme Explosion (Explosionstem. 215°C). Als Initialzünder 6x stärker als Pb(N3)2 450-fach stärker als Knallqueksilber. Kristallstruktur orthorombisch (a=9,226, b=13,225, c=3,068 Ä).
Wenn einige Kristalle auf den warmen Boden gelegt werden und mit einem Hammer darüber gefahren wird, giebt es einen lauten Knall und man spührt die Energie, die in dem Produkt enthalten ist, oder wenn gleich der ganze Filter mit Schwarzpulfer gezündet wird. Wird der Filter aber nur mit Ethanol gezündet, so giebt es mehrere Explosionen.
Dieser Versuch wurde nach Brauers Anorganikum durchgeführt. Er ist gefahrlos wenn nicht grössere Ansätze gemacht werden.
Edit by Mephisto: Eine auf diesem Beitrag basierende Syntheseanleitung wurde unter der URL www.lambdasyn.org/synfiles/kupferazid.htm zur Synthesensammlung aufgenommen.