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22. Mai 2012, 13:00:47
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Autor Thema: Kupferazid Cu(N3)2  (Gelesen 4089 mal)
Phil
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« am: 05. März 2008, 20:43:03 »


Cu(NO3)2 + 2LiN3 = Cu(N3)2 + 2LiNO3
Zu einer Lösung von 5 g Cu(NO3)2 Trihydrat in 100ml absol. Ethanol wird eine Lösung von 2g LiN3 Hydrat in 50ml Ethanol zugegeben.
Es fällt sofort ein rot schwarzer Niederschlag aus der schlecht filtriert werden kann, deshalb einen groben Filter verwenden.
Der Niederschlag wird sofort mit 30ml Wasserfreiem Ethanol gewaschen und mit Wasserfreiem Ether nachgespühlt, bei Raumtemp trocknen lassen.
Ausbeute 2g (95%)

Eigenschaften
Schwarzbraunes Pulver oder schwarze Kristallnadeln je nach Herstellung. Löslichkeit 18°C 8.10-3g/100 ml H2O; wenig in Organischen Lösungsmitteln löslich. In Säuren ist es leicht löslich CH3C(O)OH, sowie in Ammoniak. Mit H2SO4 Zersetzung. Beim Erhitzen an der Luft Zersetzung in Cu + N2. Cu(N3)2 kann in einer wässerigen Lösung von Hydrazin leicht zu einem weisses CuN3 reduziert werden. D (25°C) 2,604
 
Explosieve Eigenschaften
Feucht ungefährlich, Etherfeucht und trocken gegen Reibung ziemlich empfindlich. In der Flamme Explosion (Explosionstem. 215°C). Als Initialzünder 6x stärker als Pb(N3)2 450-fach stärker als Knallqueksilber. Kristallstruktur orthorombisch (a=9,226, b=13,225, c=3,068 Ä).
Wenn einige Kristalle auf den warmen Boden gelegt werden und mit einem Hammer darüber gefahren wird, giebt es einen lauten Knall und man spührt die Energie, die in dem Produkt enthalten ist, oder wenn gleich der ganze Filter mit Schwarzpulfer gezündet wird. Wird der Filter aber nur mit Ethanol gezündet, so giebt es mehrere Explosionen.

Dieser Versuch wurde nach Brauers Anorganikum durchgeführt. Er ist gefahrlos wenn nicht grössere Ansätze gemacht werden.

Edit by Mephisto: Eine auf diesem Beitrag basierende Syntheseanleitung wurde unter der URL www.lambdasyn.org/synfiles/kupferazid.htm zur Synthesensammlung aufgenommen.
« Letzte Änderung: 18. Mai 2008, 13:35:01 von Mephisto » Beitrag melden   Gespeichert

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Gaia's Nachwuchs


« Antworten #1 am: 06. März 2008, 01:00:10 »

Schoen! Gibt es vielleicht auch Bilder?  Cool

Aber gefahrlos wuerde ich das auf keinen Fall nennen, selbst nur ein paar g von Azid koennen dir die Hand entfernen!
Und in der Tat sind im Internet solche Faelle beschrieben, wo zu grosse Kristalle beim Umschuetten zur Detonation gefuehrt haben.

Vielleicht waere auch Dextrin so wie bei Bleiazid zu empfehlen, um Kristallgroessen minimal zu halten.


PS
Zitat
Zu einer Lösung von 5 g Cu(N3)2 Trihydrat
Du meinst Cu(NO3)2, bitte aendern.
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Phil
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« Antworten #2 am: 06. März 2008, 19:03:35 »

Selbstverständlich können die Azide einem die Hand absprengen, schockiert Cry gemeint ist die Herstellung an sich, sie ist ungefährlich mit diesen Mengen. Zwinkern Ich hatte schon mehrere Ansätze gemacht von dem Produkt und es gab immer sehr feine Niederschläge, Lips Sealed fon daher ist es nicht nötig dass Dextrin zugegeben werden müsste.
Dieses Produkt hatte ich vor ca. 3 Jahren hergestellt, deshalb sind noch keine Bilder vorhanden, ich werde die Versuche noch einmal machen und dann Bilder hoch laden. Cheesy
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Phil
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« Antworten #3 am: 01. August 2008, 12:32:03 »

Habe hier noch zwei Links gefunden die eine gute Beschreibung von dem Produkt geben, Bei Wikipedia gibt es auch Photos
http://www.chemie.de/lexikon/d/Kupferazid
http://de.wikipedia.org/wiki/Kupfer(II)-azid
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« Antworten #4 am: 18. November 2008, 00:09:30 »

Azide sollte man nicht herstellen,das Risiko ist viel zu gross das dabei jemandem was passiert und Kupferazid ist
um einiges empfindlicher als das gebraeuchliche Bleiazid.
Aber interessant zu wissen wie die Synthese ablaeuft,ist es allemal.Aber mehr nicht.
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