Phil
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« am: 01. Januar 2011, 12:19:31 » |
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In welchen Lömi werden Leichen gekocht? Die Forensische Chemie währe noch spannend falls Jemand Erfahrung damit hat  , ich würde mich dafür interessieren  .
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Cuny
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« Antworten #1 am: 01. Januar 2011, 14:18:57 » |
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In welchen Lömi werden Leichen gekocht? "Piranha-Mix" löst alles Organische auf (konz. Schwefelsäure/30% Wasserstoffperoxid 1:1). Wenn man nicht gerade Leichen auflösen muss  , leistet es auch gute Dienste als Reinigungsmittel für Laborglas.
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hefefurz
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« Antworten #2 am: 01. Januar 2011, 14:45:25 » |
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In welchen Lömi werden Leichen gekocht? Gekocht in möglichst hochprozentigem Ethanol, aufgelöst hingegen in KOH 
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Phil
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« Antworten #3 am: 01. Januar 2011, 16:37:09 » |
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Scheint noch recht interessant zu sein, ich werde am besten Forensiker.  Aber wie ist es eigentlich, Ethanol würde ja Fette nicht lösen, spielt dies dort keine Rolle?  Schwefelsäure und Perhydrol, dass löst sicher alles Fleisch und die Knochen bleiben zurück, kann man sich nur wünschen das man nie dort landet als Leiche, ausser als Alkoholiker.  Werden die Leichen auch in Dichlormethan gekocht oder nur in Alkohol?
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Mephisto
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« Antworten #4 am: 01. Januar 2011, 19:25:30 » |
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Scheint noch recht interessant zu sein, ich werde am besten Forensiker.  Bleib doch lieber Universal-Allrounder, Phil  . Wieso eigentlich in Ethanol kochen? Gut, Wasser entziehen und somit konservieren. Aber was ist das Ziel das dabei verfolgt wird?
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« Antworten #5 am: 01. Januar 2011, 20:06:17 » |
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Gekocht in möglichst hochprozentigem Ethanol, aufgelöst hingegen in KOH  Das habe ich mich auch schon lange gefragt, löst eine konz. NaOH oder KOH Lösung alles weg bis auf die Knochen ? Fette etc. sollten verseift und dann die Fettsäuresalze und die jeweiligen Alkohole ergeben. Beides ist bedingt wasserlöslich. Wenn die Knochen über bleiben bin ich etwas ratlos. H2SO4 löst keine Knochen auf, da sich schnell eine passivierende CaSO4 Schicht auf dem Knochen bildet. Als einzige Möglichkeit sicher auch diese wegzulösen kommt mir nur HF in den Kopf, oder habe ich etwas übersehen ?
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hefefurz
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« Antworten #6 am: 01. Januar 2011, 20:07:02 » |
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Ich dachte, Phil bezieht das auf Alkohol-Leichen  Bin mir ziemlich sicher, dass Leichen NICHT in irgendwas gekocht werden. Uns wurde an der Uni mal erzählt, dass wir, falls wir mal ne Leiche verschwinden lassen müßten, auf keinen Fall Säuren benutzen sollten, da diese das Gewebe nicht vollständig hydrolysieren. Das geht nur mit Hydroxid!
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Phil
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« Antworten #7 am: 01. Januar 2011, 20:14:03 » |
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Eigentlich sollten die Knochen in der Forensik doch nicht aufgelöst werden um Spuren zu entdecken, Einschüsse, Messer, Brüche und die Knochen verraten ja auch das Geschlecht und das Alter. Daher wäre es spannend zu erfahren wie die Forensik wirklich abläuft. Wenn eine Leiche z.B. in Dichlormethan gekocht wird würde sich alles Fett lösen, aber was wäre mit dem Fleisch würde das nicht stören?
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« Antworten #9 am: 01. Januar 2011, 21:22:50 » |
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Das schreit doch geradezu nach experimenteller Überprüfung  . Vielleicht traut sich jemand etwas Kleines wie Hähnchenflügel in KOH-Lösung und H2SO4/H2O2 zu legen. Königswasser sollte doch gut gehen um auch die Knochen zu lösen.
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Phil
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« Antworten #10 am: 01. Januar 2011, 22:42:19 » |
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Das schreit doch geradezu nach experimenteller Überprüfung  . Vielleicht traut sich jemand etwas Kleines wie Hähnchenflügel in KOH-Lösung und H2SO4/H2O2 zu legen. Königswasser sollte doch gut gehen um auch die Knochen zu lösen. Sobald ich ein Hänchen habe werde ich das mal nachmachen. Dies ist auch noch intressant http://www.chids.de/dachs/expvortr/649.pdf
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« Antworten #11 am: 04. Januar 2011, 11:19:24 » |
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Die alkalische hydrolyse ist eine "grüne" Bestattungsart, bei der der Leichnam in konz. Kalilauge aufgelöst und anschliessend kanalisiert wird. Da gerade eine Generation von Amalgam-Zahnfüllungen in Krematorien verheizt wird, sicherlich nicht schlecht in dieser Hinsicht... allerdings hab ich schon irgendwo meine moralisch ethischen Bedenken.... http://de.wikipedia.org/wiki/Alkalische_Hydrolyse_(Bestattungsart) Was meintest du den eigentlich mit "in Lömi kochen", zu welchem Zwecke? Aus dem Threadverlauf entnehme ich schon richtig, dass es Mafiastyle-Leichen-Puttbraten sein soll, oder? Hoffe du kannst mit dem Link was anfangen, Frohes Neues euch allen übrigens noch
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Phil
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« Antworten #12 am: 04. Januar 2011, 13:09:01 » |
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Was meintest du den eigentlich mit "in Lömi kochen"? Ich wollte wissen, wie Gewebe zerstört wird um bei Leichen Verletzungen an Knochen festgestellt werden kann, also keine unehrenhaften absichten. In der Forensik ist es ja auch wichtig, welche Spuren Knochen enthalten, z.B. Bei Stichverletzungen kann man sehen welche Art von Waffe verwendet wurde, Messer, Schraubendreher, Nägel usw. Bei Messern kann man sehen ob Brotmesser, Fleischermesser usw. Verwendet wurde, teilweise sieht man das auch an dem Knochen, darum wollte ich wissen wie das Fleisch entfernt wird, man wird es ja wahrscheinlich nicht wie in der Metzgerei abhauen. Anlass zu der Frage war das Buch: Die Chemie des Todes, http://www.buechervielfalt.de/die-chemie-des-todes/Ein spannendes Buch kann ich jedem empfehlen auch die andern von dem Autor sind sehr spannend.
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Mephisto
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« Antworten #13 am: 04. Januar 2011, 21:50:19 » |
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Die alkalische hydrolyse ist eine "grüne" Bestattungsart, bei der der Leichnam in konz. Kalilauge aufgelöst und anschliessend kanalisiert wird. Da gerade eine Generation von Amalgam-Zahnfüllungen in Krematorien verheizt wird, sicherlich nicht schlecht in dieser Hinsicht... allerdings hab ich schon irgendwo meine moralisch ethischen Bedenken.... http://de.wikipedia.org/wiki/Alkalische_Hydrolyse_(Bestattungsart) Mal etwas Neues – das kannte ich noch nicht, sehr kurios.
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« Antworten #14 am: 05. Januar 2011, 06:41:58 » |
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Mh eine sehr extravagante Bestattungsmethode.
Was ich dabei allerdings nicht verstehe ist folgendes: Wieso spricht der Artikel über eine "gerinde Menge Ca3(PO4)2 bzw. Knochenresten wenn nach der Methode das gesamte Sklett über bleiben würde ? Also können wir davon ausgehen das alles abgelöst wird und die Knochen über bleiben, die dann anderweitig entsorgt werden. Nun ja, vollständig auflösen ist das nicht.
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