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Autor Thema: Synthese von Propranolol CAS: [525-66-6]  (Gelesen 2120 mal)
scribbler
Wasserstoff
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« am: 05. Juni 2010, 22:21:11 »

Hier beschreiben ist die Synthese von Propranolol ((RS)-1-(Isopropylamino)-3-(naphthalen-1-yloxy)propan-2-ol). Propranolol ist ein beta-blocker, es wirkt Blutdrucksenkend. 1988 wurde unteranderem für seine Entwickelung James Whyte Black der Nobelpreis für Medizin verliehen.

Chemikalien:
1-Naphthol
Isopropylamin
Kaliumhydroxid
Epichlorhydrin (Achtung! Vermutlich krebserzeugend)
Methanol
Diethylether
Natriumhydroxid
Natriumsulfat (wasserfrei)

Es werden 2,5 g 1-Naphthol und 1 g Kaliumhydroxid in einen Rundkolben gegeben. Man mischt 28,13 ml 96%igen Ethanol und 1,87 ml Wasser und gibt diesen in den Rundkolben und rührt bis sich alles gelöst hat. Nun fügt man tropfenweise unter Rühren 8ml Epichlorhydrin hinzu. Das ganze wird 48 h bei Raumtemperatur gerührt. Daraufhin wird der Alkohol abdestilliert oder verdampft. Die übrig gebliebene wässrige Phase wird mit Diethylether extrahiert (falls Feststoffe ausgefallen sind werden diese abfiltriert). Die Etherphase wird über Natriumsulfat getrocknet und der Ether abdestilliert. Es bleibt ein Rückstand eines braunen Öls.
Es wird Methanol zum braunen Öl gegeben, um es aufzulösen. In einen neuen Rundkolben werden 8ml Isopropylamin gegeben und das in Methanol gelöste Öl hinzugegeben. Die Lösung wird 2 h bei 40 °C gerührt und danach das Lösungsmittel abdestilliert. Es werden 11,51 ml 38%ige HCl und 48,49 ml Wasser gemischt (2 molare HCl) und zum Rückstand gegeben. Das Ganze wird mit Diethylether gewaschen und die wässrige Phase in einen Erlenmeyer gegeben und auf 0 °C gekühlt. Während dessen werden 6,4 g Natriumhydroxid in ein Becherglas gegeben und mit Wasser auf 80ml aufgefüllt und auch gekühlt. Die Lösung wird tropfenweise unter Kühlen zur wässrigen Phase gegeben (ich habe jedoch keine starke Wärmeentwickelung bemerkt). Das ausgefallene Produkt wird abfiltriert, getrocknet und aus Petrolether umkristallisiert. Ausbeute: 4,2 g

Quelle:
http://entertainingchemistry.blogspot.com/2008/10/laboratory-synthesis-of-propranolol.html

Darin enthalten:
1. Kaiser, C., Jen, T., Garvey, E., Bowen, W.D. (1977). Journal of Medicinal Chemistry, 20(5), 687-9.
2. Crowther, A.F. & Smith, L.H. (1968). Journal of Medicinal Chemistry, 11, 1009-13.
3. Jaggers, S. E.; Jones, G. (1978). Journal of Medicinal Chemistry, v. 21, n. 2, p. 182-188.

Die Vorschrift besteht aus einer Abwandlung und Kombination der ersten beiden Quellen.
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« Letzte Änderung: 06. Juni 2010, 14:47:07 von scribbler » Beitrag melden   Gespeichert
Phil
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« Antworten #1 am: 06. Juni 2010, 09:55:57 »

Schönes Produkt und Anleitung, wusste gar nicht das man damit auch ein Doping zur Hand hat.
Gut gemacht. Smiley
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hefefurz
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« Antworten #2 am: 06. Juni 2010, 12:14:23 »

Kleine Korrekturen:

- Isopropylamin fehlt in der Reagenzienliste

- Mir ist unklar, wie du mit dem letzten Schritt ein Hydrochlorid erhältst. Was du da haben solltest, wäre die freie Base. Entweder hast du was vergessen oder dir ist nicht wirklich klar, wie eine Säure-Base-Extraktion funktioniert. Salzbildung findet so jedenfalls keine statt!

- Die Grafik mit den Reaktionsgleichungen ist falsch. Als Endprodukt entsteht ein substituiertes Ethylamin.
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scribbler
Wasserstoff
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« Antworten #3 am: 06. Juni 2010, 14:49:49 »

Du hast recht, habe die Punkte verbessert. Das Produkt ist kein Hydrochlorid, habe jetzt einfach gleich die Grafik aus der Quelle genommen. Die CAS-Nummer habe ich auch dahingehend korrigiert.
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Hyperion
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« Antworten #4 am: 08. Juni 2010, 03:23:46 »

Nur dass leider sogar in der Originalgrafik das Naphtol-derivat falsch gezeichnet ist (Doppelbindungen).
Ansonsten - gut gemacht, schoene Synthese.
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scribbler
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« Antworten #5 am: 08. Juni 2010, 07:21:32 »

haha du hast recht! Das Problem ist nur dass ich kein kostenloses Zeichenprogramm für Mac kenne. Sobald ich mal wieder bei einem Freund bin male ich das mal. Falls jemand aber ein Programm für Mac kennt würd ich mich sehr freuen. Habe danach schon ewig gesucht!
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PlanetScience
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« Antworten #6 am: 08. Juni 2010, 11:40:15 »

Scribbler, ich habe es nicht ausprobiert, aber das Chemistry Development Kit gibt es für den MAC. Andere Programme, die in Frage kommen, könntest du über FreshMeat finden.
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