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05. Februar 2012, 14:07:10
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Autor Thema: Wie kann man am einfachsten Phenol herstellen?  (Gelesen 1627 mal)
carbon
Wasserstoff
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« am: 04. Mai 2010, 23:49:41 »

Ich beschäftige mich seit kurzem wie man am einfachsten an Phenol rankommt:
1. Decarboxylierung von Salicylsre.
2.Decarboxylierung von Na-Benzoat zu Benzol und anschließender Sulfonierung mit konz Schwefelsre. des entstehenden Benzols. Danach mit Natronlauge zum Na-Phenolat reagieren lassen.

Die Frage ist ob es nicht leichtere Wege gibt die man verwenden könnte.
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cogere
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« Antworten #1 am: 05. Mai 2010, 12:52:18 »

Du kannst Phenol entweder aus Anilin über das Diazoniumsalz oder aus Benzolsulfonsäure mit Natriumhydroxid gewinnen.
Oder, die meines Erachtens kreativste Daumen hoch Methode,  du kaufst dir einen Sack Steinkohle, stellst daraus durch
durch trockenes erhitzen(ca.650 bis 800°C) Steinkohleteer her, behandelst den zwischen 150–200 °C übergehenden Teil des Teers mit Natronlauge, und behandelst den wässrigen teil mit Säure und destilliert und fängst den bei 190°C übergehenden teil auf um Rohkarbolsäure zu erhalten..weitere Aufarbeitung je nach Reinheitsbedarf....
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Phil
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« Antworten #2 am: 05. Mai 2010, 19:02:50 »

Ich würde nur Salicylsäure erhitzen bis sie flüssig ist, warten bis die CO2 Entwicklung aufgehört hat und der Rückstand ist dann Phenol.
Ist am Billigsten und am einfachsten.
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« Antworten #3 am: 09. Mai 2010, 11:31:35 »

In der Apotheke kosten 50g ca. 15 Euro... Ist teuer, aber eben eine gute Bezugsquelle...
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« Antworten #4 am: 10. Mai 2010, 18:59:43 »

Salicylsäure lässt sich leicht aus Aspirin herstellen! Einfach Tabletten in 10% Natronlauge aufkochen, filtrieren und durch Zugabe z.B. von Salz- oder Schwefelsäure fällen. Link dazu: http://www.versuchschemie.de/topic,8438,-Salicyls%E4ure+aus+Aspirin.html
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Why did the white bear dissolve in water?

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Gigi
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« Antworten #5 am: 13. Juli 2010, 21:13:26 »

Hey,
gibt es keine "guenstigeren" Methoden um an ASS zu kommen ?
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hefefurz
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« Antworten #6 am: 13. Juli 2010, 21:39:09 »

30x500mg ASS = 2.50
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Gigi
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« Antworten #7 am: 13. Juli 2010, 22:05:56 »

Die Ausbeute liegt bei 7.5 gramm... dafuer 2.50 ?
is ned grad guenstig...
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« Antworten #8 am: 14. Juli 2010, 09:23:46 »

Das ist genauso als würde man sich eine Rolex kaufen um das Gold daraus zu gewinnen.
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Ein Siedeverzug liegt vor, wenn die Dampfphase unterhab der Flüssigkeit liegt
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« Antworten #9 am: 15. Juli 2010, 09:43:34 »

Man kann auch einfach Chlorbenzol mit Wasserdampf in einem heißen Quarzrohr (von Halogenstablampe) hydrolysieren. (Raschig)

Oder man lässt Cumol an der Luft oxidieren und zersetzt das entstandene Cumolhydroperoxid mit verdünnter H2SO4 zu Phenol und Aceton. (Hock)

Literatur:

H.Kropf, Moderne technische Phenol-Synthesen, Chem. Ing. Technik 36, 759 (1964)
F.R. Mayo, Free-Radical Autooxidations of Hydrocarbons, Accounts of Chemical Research 1, 193 (1968)

Grüße
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« Antworten #10 am: 16. Juli 2010, 19:32:22 »

Die Ausbeute liegt bei 7.5 gramm... dafuer 2.50 ?
is ned grad guenstig...

Ja, wenn man ein bisschen professioneller als nach der Methode arbeitet kann man annähernd quantitative Ausbeute erhalten.
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Hyperion
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« Antworten #11 am: 24. Juli 2010, 21:44:47 »

Ich würde nur Salicylsäure erhitzen bis sie flüssig ist, warten bis die CO2 Entwicklung aufgehört hat und der Rückstand ist dann Phenol.
Ist am Billigsten und am einfachsten.

Ich habe mal aehnliches mit Salicylamid versucht - zum einen bildet sich eine interessante Substanz, Tris(orthohydroxyphenyl)triazin, aber auch grosse Mengen an Phenol - welches einfach unter diesen Bedingungen (erhitzen bis zur Schmelze, hier ca 220 Grad) verdampft...also muss es zur Phenolgewinnung aufgefangen werden...
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